Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Jung
Gemeente
:   Kronberg im Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3079-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kronberg im Taunus in alten Ansichten'

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39. Die Kaiserin bei der Grundsteinlegung für ihr Schloß Friedrichshof am 4. Juli 1891, nachmittags 4 Uhr. Ihre Töchter Margarethe und Sophie, die Kronprinzessin von Griechenland, sowie der ganze Hofstaat waren dabei anwesend. Die vom Schönberger Lehrer Ludwig Sauer angefertigte Urkunde wurde im Fundament des Hauptportals eingefügt. Der Herr mit dem Manuskript dürfte Architekt Ihne gewesen sein, unter dessen Leitung in Iünfjähriger Bauzeit das Schloß entstand. Ende März 1894 zog die Kaiserin dort ein. Über das Portal hatte sie in lateinisch die Inschrift setzen lassen: 'Endlich fand ich den Hafen - fahr wohl nun Hoffnung und Glücksspiel - sattsam täuschet ihr mich täuschet nun andere hinfort'!

40. Auf der Treppe zur Terrasse von Schloß Friedrichshof entstand 1900 dieses Farnilienbild. Wir sehen von links nach rechts: Die Frau des Prinzen Heinrich von Preußen, Kronprinzessin von Griechenland, Erbprinzessin von Sachsen Meiningen, Kaiserin Auguste Viktoria, Kaiserin Friedrich, Prinzessin von Schaumburg-Lippe und Prinzessin Margarethe von Hessen. Die Kinder sind Prinz Alexander, Prinzessin Helene und Prinz Georg von Griechenland. Vorne sitzen: Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe, Prinz Friedrich Carl von Hessen, Prinz Heinrich von Preußen, Kaiser Wilhelm Il., der Kronprinz von Griechenland, Prinz Albert von Schleswig-Holstein und Großherzog Ernst Ludwig von Hessen.

41. Zwei von den insgesamt 111 Bediensteten der kaiserlichen Hofhaltung. Links Chefkonditor Arthur Huguenin aus Bémon in der französischen Schweiz. Er heiratete 1895 die Kronbergerin Nanny Zubrod und wurde so ganz in Deutschland heimisch. Rechts der französische Chefkoch Fallac. Er fuhr gern rnit dem Hoflieferant-Metzger Dauber, Tanzhausstraße 2, wenn dieser Schweine oder Kälber holte. Die Heimkehr verzögerte sich oft sehr, weil der trinkfreudige Franzose unterwegs mehrfach Einkehr hielt. Vor Antritt einer bestimmten Kutschfahrt pflegte er Z4 sagen: 'Farre mit das Daubehr auff das Glassüt (Glashütten) einne Sauschwein (h)ollen!'

42. Die Geschäftsleute strebten danach, Hoflieferant zu werden. Das hob das Ansehen und das Geschäft. Wer das Diplom mit der Unterschrift des Hofmarschalls Graf von Reischach erhielt und das begehrte vergoldete Wappenzeichen für jeden sichtbar am Geschäftslokal anbringen konnte, dem flossen auch mehr Goldstücke zu. Am 21. November 1899 wurden als erste Kolonialwarenhändler Carl Gerstner, Schmiedemeister Jean Kunz, Satt1ermeister Georg Weck zu Hoflieferanten Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrich ernannt. Und so sah die damalige Urkunde aus.

43. Große Verbreitung fand diese im August 1901 erschienene Postkarte zur Erinnerung an die große Wohltäterin Kronbergs. Ohne sie wäre die Burg ihrer Ahnen, von deren weiblicher Linie sie durch drei Fürstenhäuser abstammte, wahrscheinlich eine Ruine geworden. Ohne sie gäbe es den schönen Kaiser-Friedrich-DenkmalsPark und das Krankenhaus nicht. Das Parkgelände wäre wohl schon lange bebaut. Und ohne sie hätte der Freiherr von Ompteda nicht das für die Heimatkunde so wichtige, 644 Seiten starke Buch geschrieben 'Die von Kronberg und ihr Herrensitz', mit der lückenlosen Genealogie des Rittergeschlechts.

Kaiserin Friedrich

geb. 21. November 1840, gest. 5. August 1901.

verlAQ: ItA. lO,UCII', Ultr.llf W.

De ss. xe, 805.

44. Nach ihrem Tode am 5. August 1901 wurde die verstorbene Kaiserin am 10. August abends von fackeltragenden Soldaten des 80. Infanterieregiments, dessen Chef sie war, in die Johanniskirche gebracht. Den Kondukt zeigt diese Zeichnung aus der englischen Zeitschrift 'The Graphie - An I1lustrated Weekly Newspaper' vom 17. August 1901. In einer Extrabeilage berichtete diese Zeitschrift ausführlich von den Trauerfeierlichkeiten in Wort und Bild.

45. Ein feierliches Ereignis hielt der 'Königliche Hofphotograph Voigt' aus Bad Homburg mit dieser Aufnahme vom 11. August 1901 fest. Die Auffahrt zur Trauerfeier in der Johanniskirche für die Kaiserin. Auf der Schim verharrt ausgerichtet eine Schwadron der l3er Bockenheimer Husaren. Man beachte die inzwischen eingetretenen Veränderungen an den Häusern. Wie geschmackvoll die damalige Holzverkleidung am Weck'schen Laden, oben mit dem umflorten Hoflieferanten-Wappen. Das Haus gegenüber in der Hauptstraße, jetzt Gastwirtschaft, gehörte noch laut Inschrift dem Bäckermeister Wilhelm Mauer. Und wie einfach präsentiert sich das Geschäft von Uhrmacher Lohmann, jetzt Fehn.

46. Der englische König Eduard VII. mit Gattin in der Johanniskirche am Sarge seiner Schwester Viktoria, Eine Zeichnung aus der gleichen englischen Zeitschrift gibt wieder, wie er einen Kranz niederlegt.

47. Dem Königsteiner Fotografen Franz Schilling gelang dieser Schnappschuß von einer Rückfahrt von jenern Trauergottesdienst. Auf der Hauptstraße der Wagen mit Kaiser Wilhelm II. und seinem Onkel König Eduard VII. von England , dem Bruder seiner verstorbenen Mutter. Die Rotdornbäume entlang der Apotheke in der Tanzhausstraße stehen schon lange nicht mehr. Oben links im Eckhaus Schirn-Hauptstraße befindet sich noch kein Ladengeschäft mit Eingang und Erker. Jetzt hat es auf beiden Seiten eine Glasfront.

Zur Erinnerung an die" Enthüllung des Kaiser Friedrieh-Denkmals zu Cronberg i. T.

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48. Zur Enthüllung des Kaiser-Friedrich-Denkmals am 20. August 1902, vorgenommen von dem kaiserlichen Sohne Wilhelm Il., gab es aus dem ganzen Umkreis eine Völkerwanderung nach Kronberg. Dem Denkmal gegenüber stand das nach vorn offene Kaiserzelt, in das sich der Monarch mit seiner Begleitung begab, während 20 Fanfarenbläser der l3er Husaren den 'Kaisergruß von Kossleck' schmetterten. Der 'Main-Taunus-Sängerbund' trug mit 600 Sängern und Orchesterbegleitung die Hymne 'Seht er kommt' vor. Ein Parademarsch war Abschluß dieser in die Lokalgeschichte eingegangenen Feier. Außer dieser abgebildeten wurden 25 000 farbige Denkmalspostkarten gedruckt.

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