Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Jung
Gemeente
:   Kronberg im Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3079-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kronberg im Taunus in alten Ansichten'

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49. Die bekränzte Kaiser-Wilhelm-Büste bei der am 9. September 1901 erfolgten Übergabe des von Kommerzienrat Carl Kannengießer gestifteten Denkmals. Es stand im Park zwischen den Linden am jetzigen Kinderspielplatz. Von rechts nach links: Hauptlehrer Fehler, Bürgermeister Jamin, C. von Grunelius, bei dem der Kaiser manchmal zum Tee weilte, Schloßdirektor Seligrnüller, Carl Kannengießer vermutlich und ganz links Schuhmachermeister Staudacher. Als 1918 das Denkmal von einem beauftragten Handwerksmeister abmontiert wurde, soll diesersich dabei so entschuldigt haben: 'Liewer Willern, ich muß dich erunnerhole, awwer glaab merr's, du kemmst aach widder druff!'

50. Das von Professor Adolf von Hi1debrand (München) geschaffene Epitaph zum Gedächtnis der Kaiserin Friedrich an der Frontseite des Turmes der Johanniskirche wurde in Anwesenheit des Kaiserpaares und anderer Würdenträger 1904 eingeweiht. Dieser Augenbliek ist im Foto mit den salutierenden Uniformierten festgehalten.

51. Dieses Bild vor der Johanniskirche zeigt die hohen Herrschaften nach dem vollzogenen Einweihungsakt in zwangloser Haltung. Links die Kaiserin Auguste Viktoria und ihr Ehemann Wilhelm Il. in Husarenuniform. Fünfter von links ist der Kaiserbruder Prinz Heinrich in Admiralsuniform.

52. Die 'officielle' Postkarte zur Ausstellung für Kunst und Gewerbe 1903, veranstaltet vom Gewerbeverein. Sie war verbunden mit einer Tagung des Zentralgewerbevereins Nassau, zu welcher sich mehr als 500 Teilnehmer eingefunden hatten. Der Kronberger Zeitungsverleger Adam Andrée stellte die Karte im Dreifarbendruck her, auf der unten die für diese Ausstellung im Gartengelände vom Hotel 'Frankfurter Hof' errichtete große Halle abgebildet ist,

Cronberg i. lp.

53. Eine Postkarte aus dem Jahre 1903 oder noch früher mit Landwirten bei der Heuernte im Rentbachtälchen. Der linke Hang hat noch viele Edelkastanienbäume. Oben links den Rentbachweg entlang befindensich breitangelegte Erdbeerkulturen.

54. Der sogenannte Gackelklub des Turnvereins bei seiner Wanderung zum Altkönig im Jahre 1903. Bei näherem Hinschauen werden die Älteren vertraute Gesichter entdecken. Die Vereinsgesangsriege führte in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts diesen Ostermontagbrauch ein, der, vom Gacke1klub übernommen, sich bis heute bei jedem Wetter erhalten hat. Wer erstmals an dieser Wanderung teilnimmt, wird auf dem Berggipfel vereidigt, Nach dem anschließenden Steinstoßen, Umtrunk und Versteeken der leeren Flaschen, treten die Teilnehmer mit Gackeln geschmückt (daher der Klubname) den Heimmarsch an.

55. Beim Gauturnfest des Main-Taunus-Gaues 1903 traten die damals bestehenden zwei Vereine als 'Cronberger Turnerschaft' in Erscheinung und richteten es auf dem Schäferfeld gemeinsam aus. Sie kamen 1906 unter einen Hut. Die Veranstalter dieses großen sportlichen Wettkampfes, der Turnverein 1862 und die Turngesellschaft, stellten sich nach Abschluß zu dieser Gruppenaufnahme einträchtig dem Fotografen.

56. Die 1876 gebildete Gesangsriege des Turnvereins im Jahre 1906. Sie trug viel im gesellschaftlichen Leben zur Unterhaltung bei. Ihre Mitglieder durften anfänglich keine Lieder in Wirtschaften 'herunterleiern' oder auf der Straße einzeln singen. Viele der im Bilde festgehaltenen Männer dürften die älteren Kronberger erkennen. Aufnahmeort war vermutlich der Platz vor dem Kaiser-Friedrich-Denkrnal, auf das die Sänger blieken, Man hatte noch keinen sichtbehindernden Ausblick durch hohe Bäume. Links unterhalb des Freiturmes: die nicht mehr vorhandene Villa Grunelius (zuletzt Grosch). Seitwärts darunter die ebenfalls abgerissene Malervilla Schreyer.

57. Die Garde des Prinzen Carl August der Einzige (Fachinger) beim Karnevalszug 1905 unter General Hosenbein (Andreas Hildrnann), dargestellt vom Turnverein 1862. Auf der Schim gab es noch mehr zu sehen damals. Es gastierte eine Seiltänzergruppe auf dem Hochseil, das von der rechten Dachgaube des Gasthauses 'Zum grünen Wald' bis zum Haus Lohmann gegenüber gespannt war. Man sieht deutlich die Stangenabstützung mit dem Ankündigungsschild : 'Einzige Galla Vorstellung der berühmten Acropaten-Künstler'. 'Bernerkenswert ist noch die Kolossaldame Miß Wanda, bei erregender Ärgernis, empört sie sich oft bis zu . fünf Meter Höhe', hieß es in einer Zeitungsanzeige. Sie plumpste übrigens vom Seil.

58. Diese unscharf geratene Aufnahme von etwa 1900 macht bekannt mit einer Kuriosität, der sprichwörtlich gewordenen 'Kronberger Gaas', die für den Spitznamen der Kronberger sorgte. Ein Jakob Schmidt war ihr Entdecker. Als Pächter des alten Gasthauses 'Zu den drei Rittern' erwarb er in Niederhöchstadt eine mißgestalte Ziege ohne Vorderbeine, aber mit vier kleinen Hörnern. Er bastelte für sie eine gepolsterte Stütze und führte sie als Attraktion den Gästen vor. Dann lieh er sie an einen Wanderzirkus aus. Als er das Tier wiederbekam, lebte es nur noch drei Tage. Dadurch entstand die sprichwörtliche Redensart: 'Der is ja noch schlächter wie die Kronberger Gaas, die war nur drei Tag verrückt!'

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