Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Jung
Gemeente
:   Kronberg im Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3079-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kronberg im Taunus in alten Ansichten'

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59. Ein Bliek in die alte obere Hauptstraße etwa um 1907. Rechts unter dem Schnitzwerk des Gasthauses 'Zu den drei Rittern' ein Schild mit der Inschrift: 'Radfahrer-Hilfsstation'. Das Bild vermittelt deutlich die damalige Straßenenge, Auch die drei 1908 bis 1911 abgerissenen Häuser Nummer 31, 33, und 35 sind darauf gut sichtbar. Später wurden auf dieser Grundfläche die beiden mehrstöckigen Geschäftshäuser zurückgesetzt erbaut.

60. Der letzte Kronberger Postillon Friedrich Flesch fuhr die irn Bild von etwa 1·907 zu sehende Postkutsche. Sie befindet sich hier auf der Fahrt abwärts zwischen Eichen- und Doppesstraße. Zuvor irn gleichen Beruf die Usinger Strecke fahrend, brachte F1esch sein meisterliches Spiel auf dem Posthorn 1903 die mit 14 Mark monatlich besser bezahlte Dienststelle in Kronberg ein. Die Kaiserin schenkte ihm ein versilbertes Posthorn. Die Großherzogin von Luxemburg ließ den Postillon bei einern Gartenfest in Königstein blasen. Am dargebotenen Glas Wein nippte er erst nur bescheiden. Da meinte sie ermunternd: 'Wer so blasen kann, der kann auch trinken!' Und das ließ er sich nicht zweimal sagen.

61. Dieses Gruppenbild ist 1908 vom Hof aus gesehen auf dem linken Treppenaufgang des Volksschulgebäudes aufgenommen worden. In diesem Hausteil befanden sich vier Klassen der Höheren Schule, aus welcher das Altkönig-Gymnasium hervorging. Hier handelt es sich um die Schüler der Sexta und Quinta. Beide Klassen wurden in einem Raume unterrichtet. Seniorlehrer Albert Plag, erster von links, betreute die drei Vorschulklassen. In Bildmitte seine Kollegen Georg Strauch (von den Schülern 'Geo' genannt) und mit Spitzbart Rektor Heinrich Schilgen. Rechts Mittelschullehrer Philipp Kern.

62. Der letzte deutsche Kaiser Wilhelm IJ. im Gespräch mit dem seit 1891 in Kronberg praktizierenden und im ganzen Umkreis sehr bekannt gewesenen Arzt, Sanitätsrat DI. Friedrich Spielhagen, ehemaliger Leibarzt seiner Mutter, der Kaiserin Friedrich. Diese Begegnung fand am 20. August 1909 statt bei der Eröffnung des Offiziersheimes Taunus (jetzt Taunusklinik) in Falkenstein.

63. Hofapotheker DI. Julius Neubronner und sein fahrbarer Taubenschlag aus dem Jahre 1909. Er erfand einen 40 Gramm schweren Fotoapparat mit selbsttätiger Auslösung, den fliegende Brieftauben wie einen Rucksack auf der Brust tragen konnten. Mit diesem patentierten Apparat gelangen hervorragende Luftaufnahmen. Sein fahrbarer Brieftaubenschlag für militärische Zwecke, angefertigt von Wagenbauer J. Kunz, erregte 1909 Aufsehnen. Er hat sich mit Tauben als Meldefliegerinnen im Ersten Weltkrieg bewährt. Der vielseitige Erfinder erhielt die Ehrenplakette des Deutschen Museums. Mit seinem Namen verbunden ist die von ihm 1905 gegründete weitbekannte Fabrik trocken- und feuchtklebender Papiere.

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Rodelheil ! C"onberger Rodetbahn i. Taunua

64. Man konnte Kronberg früher ein Rodelparadies nennen. Hervorragende Bahnen standen zur Verfügung, Besonders beliebt war die Viktoria-Bahn, benannt nach der Straße gleichen Namens, die sogar für die Abendrodler mit farbigen Birnenketten elektrisch illuminiert war. Man sang damals auf eine bestimmte Schlagermelodie: 'Nimm mich rnit, nimm mich mit auf die Rodelbahn!' An manchen Sonntagen kamen mit der Bahn zigtausend Besucher in unser Rodelzentrum. Eine Aufnahme von der Kurve in der Viktoria-Bahn, dicht umsäumt von Zuschauern, aus dem Jahre 1909. Sie sahen auch hier die erwarteten Stürze.

RODELHEIL.

Le be n und Tre.ben an der Oarébude der Cronberger Rodelbat'ln J. T e unu s

65. Aufwärts gehende Rodlerinnen vor der Cafébude der Viktoria-Bahn. Sie wurde von einem Kronberger betrieben, der natürlich auch massenweise Kräppeln verkaufte. Flugs erhielt er den Spitznamen 'Kreppel', der sich auf seine sämtlichen Nachkommen übertragen hat.

66. Mit dem Rodeln verbunden bleibt der Name Johann Kunz. Dem begabten Gründer der im In- und Ausland bekannten Maschinenfabrik Johann Kunz Söhne gelang 1907 mit dem 'Taunus-Rodel' seine populärste Konstruktion. Ihn zeigt die Aufnahme mit dem geschulterten leichten und so elegant aussehenden Rodel, dessen zusätzliche Brems- und Lenkvorrichtung für Spezialausführung patentiert wurde. Die Verbreitung des Taunus-Rodels war sehr groß. Der 'feinfühlig regulierbare' Schmiedehammer 'Parx' war die bedeutendste Erfindung von Johann Kunz. Dieser Federhammer eroberte sich den in- und ausländischen Markt.

67. Der 1906 gegründete Rodelklub Taunus gab dem volkstümlichen Rodeln die sportliche Note. Im Sommer 1907 stellte dieser Verein die rechts vom Forsthaus in den Wald hinaufführende etwa 1 100 Meter lange steile Schwarzeweg-Bahn her, auf der zahlreiche Rennen ausgetragen wurden. Beim großen Sprung dort gab es manchen Rodelbruch und auch oft Verletzte. Die später angelegte Rothehangbahn konnte sie nicht ersetzen. Bei einem Rennen, das dort am 27. Dezember 1926 stattfand, entstand diese Aufnahme an der holzgezimmerten Startbahn.

68. Der langjährige Stadtgärtner Heinrich Josef Müller (rechts) erklärt seinem Auftraggeber Hochstrasser , wie er sich die Bepflanzung dessen weitläufigen Geländes zwischen Schönberger Feld und Kaiser-Friedrich-Park vorstellt. Da die Villa Hochstrasser (jetzt Roth) 1906 noch nicht existierte und Müller 1907 starb, muß die Aufnahme etwa 1905 geknipst worden sein. Die von ihrn gepflanzte, vor der Villa am Nonnenpfad stehende schöne große Zeder wird viel bewundert.

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