Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Kronberg im Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Wilhelm Jung
Gemeente
:   Kronberg im Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3079-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kronberg im Taunus in alten Ansichten'

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Cronberç t. T.

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69. Diese Neujahrs-Glückwunschkarte wurde vielleicht Ende 1909 verschickt und ist von den Gärten der Bahnhofstraße aus aufgenommen. Rechts sehen wir ein Stück der Bleichstraße, deren Fortsetzung nach links oben sich an der Lichtmastenreihe verfolgen läßt. An der Bildrandmitte links das nicht mehr bestehende Werkstattgebäude der Schreinerei Weidmann. Den Besitzer nannte man wegen seiner übergroßen Genauigkeit 'den Millimeter'. Auf diesem Platz steht jetzt ein modernes Geschäftshaus. Ganz rechts die Malervilla Schrödl. Beim Einzug 1889 sagte der musische Erbauer zu seiner Frau: 'Des Menschen Villa ist sein Himmelreich'.

70. Die Mitglieder des Gärtnervereins 'Wellingtonia' hatten sich etwa 1909 zu dieser Aufnahme gruppiert. Viele von ihnen waren sogenannte Herrschaftsgärtner bei den begüterten Villenbesitzern. Der Verein nannte sich nach einer bestimmten Sequoie , dem kalifornische Mammutbaum. Dieser nimmt unter den etwa 120 hier wachsenden Koniferenarten eine besondere Stellung ein. Seine von weitem sichtbare riesige Silhouette ist eine dendrologische Kronberger Eigentümlichkeit. 'Die 90jährige Wellingtonia' war von jeher vielseitig, hat Unterhaltungsabende mit Theatereinlagen, Kränzchen, mancherlei Ausstellungen und so weiter durchgeführt und veranstaltet noch alljährlich den beliebten, dekorativen Gärtnerball.

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71. Hier sehen wir eine Aufnahme von 1909/1910 des alten Hauses Zubrod im Distrikt Bellersheim an der Wilhelm-Bonn-Straße. Die Hausinschrift 'Bernh.Zubrod Nachf.Fuhrunternehmer' besagt, daß der ursprüngliche Inhaber nicht mehr den Betrieb hatte. Seine verwitwete Frau Marie und zwei Söhne führten diesen. Wenn die ausgespannten Pferde nach getaner Arbeit zum Stall trotteten und die alte Frau am linken Zimmerfenster erschien, kamen sie erst zu ihr, um sich den Feierabend mit einem Stückchen Zucker versüßen zu lassen. Nach dem Abriß des Hauses steht nun auf dem großen Gelände das katholische Gemeindehaus mit Kindergarten,

72. Am 50-jährigen Jubiläum des Gesangverein I (jetzt Männergesangverein 1860) erschien diese Festpostkarte mit dem schönen, oft gemalten Bliek auf Kronberg von den Helbigshainer Wiesen aus. Im Eichenkranz links verkündet ein Spruch: 'Es mahnt das Lied in Ernst und Scherz: Frei sei der Sinn und treu das Herz!' Historienmaler Emil Rumpf schuf diese Postkarte 1910.

73. Sein Bruder, Kunstgärtner Anton Rumpf, an der Tür seines Hauses im Schönberger Teil der heutigen Ludwig-Sauer-Straße im Jahre 1905. Das Gelände kam später in den Besitz von Gärtner Saage. Dieser Rumpf wurde 1897 'in der zweiten Abteilung' in den Schönberger Gemeindevorstand gewählt und hat viele Gartenanlagen gestaltet. Er trug zumeist eine schwarze runde, schirmlose Mütze und entbot jedem ein freundliches: Grüß Gott!

74. Eine Aufnahme aus dem Jahre 1910 mit Ehrenmitgliedern, Chor und dem Dirigenten, Musikdirektor W. Koch, Frankfurt, des Gesangvereins I, welcher sich seit 1925 Männergesangverein 1860 nennt. Es ist ein Erinnerungsfoto an das goldene Vereinsjubiläum. Mit dieser großen Veranstaltung am 4., 5. und 6. Juni 1910 war ein Gesangswettstreit verbunden, an dem 29 auswärtige Vereine mit rund 1 100 Sänger teilnahmen. Die Preisverteilung, bei der insgesarnt 1 950 Goldmark zur Verteilung kamen, fand auf dem Festplatz an der Frankfurter Straße statt. Links im Bild am kleinen Tisch der Ehrenmitglieder sitzt Hauptlehrer Fehler, der 20 Jahre bis 1899 Vereinsdirigent gewesen ist.

75. Diese am 1. Oktober 1911 und sicher noch mehr verschickte Postkarte machte das Krill' sche Haus in der Pferdstraße auch auswärts bekannt. Es soll in Oberhessen abgebrochen und hier wiederaufgebaut worden sein. Gegenüber von ihm am Durchgangswinkel zur Grabenstraße sieht man noch das Haus des damals bereits verstorbenen Schuhmachers Reinhard Hirsch. Wie sein berühmter Zunftgenosse Hans Sachs, schwang er sich als beliebter Lokalpoet öfter verseschmiedend auf den Pegasus.

76. So sah das Haus Hauptstraße 23, Ecke Schim, bis 1918 aus, in dem sich jetzt eine Bankfiliale befindet. Über dem Ladeneingang steht Carl Gerstner, Hoflieferant und auf dem Holzgesims als Markierungszeichen die vergoldete Wappenplastik der Kaiserin. Das Geschäft belieferte die Hofküche und die der Villen mit Lebensmitteln, Kolonialwaren und Delikatessen. Ganz links der Lieferwagen mit dem Fahrer Heinrich Hahn, der 1914 im Westen fiel. Das anschließende Nachbargeschäft Liedemann ist noch oder schon geschmückt, vielleicht zum 50-jährigen Jubiläum des Männerturnvereins 1862. Das ist anzunehmen, weil die Aufnahme 1912 entstanden sein muß.

77. Die 'offizielle Ansichtskarte der Burg Cronberg i.T.', herausgegeben von der Burgverwaltung, wohl erstmals 1912, weil erst von diesem Jahre an die alten Gebäude allgemein zugänglich waren. Ein so schönes Bild bot die Burgkapelle einmal im Innern, Alles brennbare ging durch Fliegerbomben in einer Oktobernacht 1943 in Flammen auf. Nur der Chor mit den alten Rittergrabmälern wurde später wieder instandgesetzt. Die Kapelle kann nicht mehr von Besuchern besichtigt werden.

78. Unter dem Protektorat der Landgräfin Margarethe von Hessen wurde in dem vom Krankenhausverein geführten Krankenhaus im Ersten Weltkrieg ein Lazarett eingerichtet. Darin fanden vor allem Soldaten aus Kronberg Aufnahme. Auf diesem dort im Garten aufgenommenen Foto sind einige noch bekannte Männer zu sehen. Vorne auf der Tafel steht: 'Vereinslazarett Cronberg 6.7.15'. Auch im Kronthaler Kurhaus befand sich ab 1915 ein Speziallazarett. Man hätte damals in Abwandlung eines Lustspieltitels sagen können: Ehen werden nicht im Himmel, sondern im KronthaI geschlossenl Denn manche Kronbergerin lernte dort ihren Lebensgefährten kennen.

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