Kürten in alten Ansichten

Kürten in alten Ansichten

Auteur
:   Stephan Nuding
Gemeente
:  
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6565-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kürten in alten Ansichten'

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49 Kurz vor dem Ersten Weltkrieg ließen sich die Mitglieder des Musikvereins 'Einigkeit Olpe' vor dem Haus Haasbach in Olpe fotografieren. Stehend von links nach rechts sind zu erkennen: Iosef Ar-

nold, Iosef Ommer, Wilhelm Hamm, ]osef Bosbach und Albert Becker. Von links sitzen vorne: Robert Förster, Robert Kaiser, der Dirigent Hermann Kaiser, JosefDreiner, julius Schmitz und Wilhelm Ar-

nold. Der Erste Weltkrieg schlug dem Verein tiefe Wunden. Am Ende des Weltenbrandes hatte 'Einigkeit Olpe' nur noch fünf aktive Mitglieder. Diesen ist es zu verdanken, daß der Verein nicht unter-

ging und schon 1920 konnte anläßlich der Olpener Herbstkirmes wieder ein Konzert veranstaltet werden. (Bild von 1 9 1 3 .)

50 Wie so oft in seiner tausendjährigen Geschichte, so war das Bergische Land während des Zweiten Weltkrieges Durchmarsch -, Quartier-, Rückzugs- und Kampfgebiet der europäischen Heere. Vorliegendes Hochzeitsbild, das im Kriegsjahr 1942 vor dem Haus von Willi Schmitz in Kürten entstand, zeigt neben dem Brautpaar zwei Soldaten der Deutschen Wehrmacht (entweder Heimaturlauber oder Einquartierte). Rechts im Bild erkennt mein zwei Kürtener Bürger mit Zylinder, eine Dame mit Pelzkragen, die ein Kind an der Hand hält, und ganz rechts im Bild einen katholischen

Geistlichen mit Römerkragen. Bei diesem handelt es sich vielleicht urn den damaligen Kürtener Ortsgeistlichen Peter Hüsch oder den Kaplan Lorry. (Bild von 1942.)

5 1 Schon vor dem Ersten Weltkrieg war der Kirchenchor 'Caecilia' Offermarinsheide über die Gemeindegrenzen hinaus bekannt. Auf der vorliegenden Fotografie sind zu identiflzieren: ? Burgmer aus aus Welzen, ? ,Habernickel aus Ebbinghausen, Georg Rot aus Unterbörsch, Rudolf Breidenbach aus Unterbörsch, JosefMüller aus Linde, Rektor August Nave aus Offermannsheide, Karl Röhrig aus Pütz, Iohann Müller aus Unterbörsch, JosefBosbach ausWallerscheid und Paul Röhrig aus Pütz. Wahrscheinlich wurde die Aufnahme anläßlich des 25. Gründungsjubiläums des Kirchencho-

res aufgenommen, das festlich begangen wurde und mit der Weihe einer neuen Vereinsfahne verbunden war. (Bild von 1911.)

52 Wie überall im Deutschen Reich, so versuchte die Regierung auch in Kürten die Masse der Arbeitslosen zuAnfang der dreißiger Iahre durch die Einrichtung des sogenannten freiwilligen Arbeitsdienstes zumindest teilweise einer sinnvollen Tätigkeit zuzuführen. Die Mitglieder des Arbeitsdienstes erhielten

50 Pfennig Lohn pro Tag, freie Kost und waren meist bei Bauern oder in Barackenlagern untergebracht. Sie mußten harte körperliche Arbeit verrichten. Das vorliegende Bild zeigt Arbeitsdienstmänner, die in Kürten beim Stra-

ßenbau beschäftigt waren, mit (von rechts nach links) Anna Meyer, Anna Kraus und Thekla Förster. Das Bild entstand im Garten des Prinzipals Mayer. Die Bäume und die Wiese im

Hintergrund sind inzwischen Gebäuden gewichen. (Bild um 1930.)

53 Mitglieder des 'freiwilligen' Arbeitsdienstes waren in Kürten auch in der Forstwirtschaft tätig. Hier posieren die Männer mit der Dorfjugend anläßlieh der jährlichen Kirmes. Das irn Hintergrund aufgeschichtete Holz war vom Arbeitsdienst geschlagen worden und wurde später verbilligt an die notleidende Bevölkerung verkauft. Die damaligen Kirmesfestivitäten waren viel bescheiden er, als es heute der Fall ist. Im Festzelt oder im Saal des Dorfwirtshauses fand abends anläßlich des Festes eine Tanzveranstaltung

statt. Aufspielen tat die Dorfkapelle bewehrt mit Schalmei, Flöte, Geige, Baß

und Hackbrett. Ein bellebter Kirmestanz der damaligen Zeit war 'de Drickes'. Beliebte Festgetränke der Männer waren Wacholderbranntwein, Schlehenwein und Apfelmost. Die Frauen

bevorzugten Anisbranntwein. (Bild von 193 1.)

54 Eng verbunden waren schon in den dreißiger [ahren der Musikverein 'Einigkeit Olpe' und die ortsansässige Schützenbruderschaft. Im Bildhintergrund erkennt man ein Festzelt. Dieses hatte der Musikverein anfangs der zwanziger jahre käuflich erworben. Zu Pfingsten 1 92 2 wurde das Zelt samt der vom Musikverein 'Einigkeit Olpe' ausgeführten Musik zum Jubiläumsfest des Kurtener Kirchenchors vermietet. Fortan zog der Verein an den Wochenenden häufig durch die Städte und Dörfer des Bergischen Landes, um in der schweren Zeit der Inflation und Weltwirtschaftskrise durch Musik-

vorträge und Zeltverleih Geld zu verdienen. Diese Vereinsaktivitäten dauerten bis weit in die dreißiger Iahre hinein. (Bild von 1932.)

ss Zu den wenigen kleinindustriellen Betrieben, die es zu Ende des 19. jahrhunderts in der Gemeinde Kürten gab, gehörten vier Feilenhauereien. Bei der abgebildeten Belegschaft handelt es sich vermutlich um diejenige der Feilenhauer Corts. Gemäß der Auffassung des Bürgermeisters Kerp nahm die Industrie in diesen Iahren in Kürten keinen Aufschwung, weil es 'an einer Eisenbahn fehlt'. Schließlich, nach einer fast fünfzigjährigen Auseinandersetzung um den Bau der Bahnstrecke Bergisch Gladbach-Wipperfürth, wurde der Bau im Mai 1911 ge-

nehmigt. Die Bahritrasse sollte entlang der heutigen Wipperfürther Straße gelegt werden. Bahnhöfe waren auf Kürtener Gemeindegebiet an der Ahlenbachermühle und an

der [unkerrnûhle vorgesehen. Im Mai 1914 bewilligte Berlin für den Bau

11 ,5 Millionen Reichsmark. Aber dann brach der Erste Weltkrieg aus und alle schönen Träume von

einem 'Hauptbahnhof Iunkermühle' zerbrachen. (Bild um 1900.)

56 Vor dem Ersten Weltkrieg besuchte der aus Westfalen stammende Kunstmaler und Heimatdichter Max Kronefeld (rechts im Bild) des öfteren Kürten. Vorliegende Fotografie wurde anlàßlich der Aufführung eines Kurtener Laientheaters gemacht, das ein bayerisches Bühnenstück aufführte. Kronefeld, der sehr volkstümlich war, ließ es sich damals nicht nehmen eine Nebenrolle zu übernehmen. Kronefeld soll auf seinen Wanderungen in der Kürtener Gegend auch zahlreiche bergische Motive skizziert und gemalt haben. Auch soll er Gedichte und Geschichten

verfaßt haben, die Kürten beschreiben. Was hiervon auf die Gegenwart überkommen ist, ist nicht bekannt. (Bild urn 1 91 0.)

57 Es ist wenig verwunderlich, daß aus derVergangenheit viele Postkarten auf die Gegenwart überkommen sind, die selbst kleinere GemeindeteHe, wie hier den Kürten-Dürscheider Ortsteil Steeg, zum Inhalt hatten. Der Grund hierfür liegt vielmehr darin, daB schon in den zwanziger / dreißiger Iahren der Landesverkehrsverband Rheinland e.V sich bemühte, den Fremdenverkehr in das landschaftlich reizvolle Bergische Land, vor der Haustüre der rheinischen und der Großstädte des Ruhrgebietes gelegen, zu beleben. Da

damals die wenigsten Menschen schon einen eigenen PKW besaßen, waren es insbesondere die Omnibusse der Kraftverkehrsgesellschaft WupperSieg, die Ausflügler und

Sommerfrischler schon damals nach Kürten brachten. (Bild um 1 93 5 . )

58 Wie in vielen Teilen des katholisch geprägten Teiles des Bergischen Landes taten sich während der sogenannten Kampfzeit, vor der Machtergreifung, die Nationalsozialisten auch in Kürten schwer Fuß zu fassen. Die Heimatchronik des Rheinisch-Bergischen Kreises schreibt diesbezüglich über eine 'starke seelische Widerstandskraft und tiefverwurzelte Passivität gegenüber der sogenannten NS-Bewegung. . .' Es war vielfach, wie hier in Kürten, notwendig, während der zahlreichen Wahlkämpfe zu Ende der Weimarer Republik, Kräfte von auswärts hinzuzuziehen. Die Aufnahme zeigt eine

Gruppe von Bochumer SSMännern in den weißen 'Verbotshemden' anläßlich einer Wahlkampfkund gebung in Kürten im Iahr 1932. (Bild von 1932.)

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