Kürten in alten Ansichten

Kürten in alten Ansichten

Auteur
:   Stephan Nuding
Gemeente
:  
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6565-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kürten in alten Ansichten'

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59 Um Mittel für die Ausschmückung der Kirche in Kürten -Offermannsheide zu bekommen, gründete Rektor Ioseph Brudermanns den Ioseph- und Mariensverein. Mit den dadurch gesammelten Geldern konnte er das Gotteshaus 1897 durch den Kunstmaler Heider aus Overath für 1800 Reichsmark ausmalen lassen. 1898 wurden die Kornmunionbank und die Seitenaltäre übergoldet und polychromiert. Der von der Gräfin Mettemich zu Alsbach, verwitwete Baronin von Fürstenberg, im Iahr

1 893 geschenkte Altar unter der Orgelbühue wurde im Winter 1901/02

in seinem oberen Teil urngebaut und mit einem Marienbild versehen. Das Bild wurde am 2. Februar 1902 geweiht. (Bild um 1900.)

60 Unter dem Motto 'Zurück zur Natur' gründete der Lehrer Richard Schirrmann im Iahr 1909 die 'Deutsche Iugendbewegung' und richtete auf der Burg Altena in Westfalen die erste deutsche Iugendherberge ein. 1 919 wurde der Reichsverband für deutsche Jugendherbergen gegründet, dem 1933 bereits 2 100 Herbergen unterstanden. 1937 existierten im damaligen Rheinisch-Bergischen Kreis Jugendherbergen in Altenberg, Engelskirchen, Kappellensüng, Köttingen, Wipperfürth und Kürten. Die links im Bild erkennbare Kürtener Jugendherberge, die im Iahr 1928 ge-

gründet wurde, verfügte seiner Zeit über 56 Betten und 38 Lager. (Bild um 1935.)

61 Anläßlich des silbernen Priesterjubiläums von Rektor Hoffmann gaben einige Angehörige der Rektoratsgemeinde Offermannsheide drei Glocken im Gewicht von 22, 16,5 und 1 1 ,5 Zentnern bei der Glockengießerei F. Otto in Bremen-Hemlingen in Auftrag. Diese wurden dem Jubilar am 1. Oktober

1930 im Rahmen eines Festaktes übergeben. Schon kurze Zeit nach der Aufhängung der Geläute stellte sich heraus, daß das Läuten der Glocken den Turm derart erschütterte, daß der Einsturz drohte. Banpoli zeilicherseits wurde daher das Läuten verboten und dem Kirchenvorstand die

Sicherung des Turms aufgegeben. Im Dezember

1 932 mußte die Kirche wegen der Einsturzgefahr des Turmes sogar geschlossen werden. Erst nach umfangreichen Sicherungsar-

beiten konnte das Gotteshaus am 1. April 1934 wieder eröffnet werden. (Bild van 1930.)

62 Diakon RudolfRöhrig aus Pütz wurde am 19. April 1898 geboren. Nachdem er die Volksschule absolviert harte, besuchte er zunächst das Gymnasium in Wipperfürth um dann im Ersten Weltkrieg an der Westfront teilzunehmen. Noch während des Krieges, wahrscheinlich 1 91 7, machte er in Belgien das sogenannte Kriegsabitur. Ab 1918 besuchte er die Bonner Universität. 1921 übersiedelte er in das Priesterseminar nach Köln. Er hatte bereits die Weihe zum Diakon erhalten, als er sechs Wochen vor der Priesterweihe einer ungewöhnlichen Hitzewelle zum Opfer fiel an deren

Folgen er am é.Tanuar 1923 verstarb. (Bild um 1922.)

63 Aus der katholischen Pfarrgemeinde St. Nikolaus zu Dürscheid gingen in diesem Jahrhundert rnehrere Priester und Orderisleute hervor. So beispielsweise der am 18. Ianuar 1898 in Unterblissenbach, Gemeinde Kûrten, geborene Wilhelm Meuthen. Er legte 1920 in Neuß das Abitur ab um dann in Knechtsteden Theologie und Philosophie zu studieren.Am 19.Aprill925 wurde er zum Priester geweiht. Seine Primiz feierte er am 26. April 1925 in Dürscheid. Seit 1926 war er als Dozent für Funda-

men tal theolog ie in Knechtsteden tätig. (Bild um 1950.)

64 Ein Bliek aus der Richtung Offermannsheider Straße auf Biesfeld. Der heute dicht bebaute Ortskern ist auf dieser Aufnahme noch von Äckern und Feldern durchzogen. Die Durchgangsstraße ist noch nicht gepflastert oder geteert. Wie die zahlreichen Strommasten beweisen, ist Biesfeld aber schon an das öffentliche Elektrizitätsnetz angeschlossen. Biesfeld besaß zu dieser Zeit drei Schulklassen mit zweihundert Schülern. Diese wurden von lediglich einern Lehrer und einer Lehrerin betreut. Die nächste Poststelle befand sich in Dûrscheid und der nächste Eisenbahnanschluß im 10

Kilometer entfernten Bergisch Gladbach. Egalob Erwachsener, oder Kind, die meisten Wege wurden zu Fuß erledigt. (Bild um 1900.)

65 Auch Biesfeld nahm nach dem Zweiten Weltkrieg einen enormen Aufschwung und hatte Teil am sogenannten Deutschen Wirtschaftswunder. Vergleicht man das vorliegende Bild mit dem vorherigen, so erkennt man, daß die Straße inzwischen asphaltiert wurde und zahlreiche Gebäude neu hinzugekommen sind. Gerade in dieser Zeit nahm auch die Zahl der Dienstleistungsbetriebe zu. Die vielen neu nach Biesfeld zugezogenen Menschen fanden aber nicht alle Arbeit am Ort.

So gab und gibt es täglich viele Berufspendler insbesondere nach Bergisch

Gladbach,Leverkusen, Köln und Wipperfürth. (Bild um 1950.)

66 Die geschmückten Autos stehen vor dem Haus der Familie Hembach in Bechen. Heute stehen die Bäume rechts im Bild nicht mehr und auch das Fachwerkhaus im Hintergrund wurde völlig modernisiert. Zunächst konnten sich im Bergischen Land nur wenige Menschen einAuto leisten. Noch gegen Ende der fünfziger Iahre galt ein Automobil als Luxus und als Statussymbol des gehobenen Mittelstandes. Zum Fahrzeug für jedermann wurde es erst viel später. Das vorliegende Bild entstand anläßlich eines Autokorsos bei einem Fest des Radsportvereins Alpenrose Weiden. (Bild um 1950.)

67 Schon im 13. Iahrhundert soll in Offermannsheide eine Kapelle gestanden haben. Die im Bildmittelpunkt erkennbare neuromanische Pfarrkirche

St. Peter und Paul wurde in denjahren 1882/83 errichtet. Die Offermanrishei der pfarrchronik berichtet in diesem Zusammenhang die folgende Anekdote: 'Eine schillernde Gestalt im Gemeindeleben soll ein Sülztaler Bauer gewesen sein. Er wird in den Protokollbüchern immer als Mann derTat geschildert, wenn es etwas zu regeln galt. Als das Gotteshaus derVollendung entgegen schritt, hatte er Sorge, daß die Kirche zu klein

sein würde. Deshalb fragte er den Pastor: 'Herr Pastor, wie groß ist unsere Gemeinde eigentlich? Reicht der Platz auch aus?' 'Ach,' meinte der Pfarrer, 'unsere Gemeinde besteht aus 650

Seelen,' Aber, Herr Pastor,' entgegnete der Bauer, 'hier geht es doch nicht um die Seelen, hier geht es um die Leiber,' (Bild um 1900.)

68 Das pfarrhaus in Offermannsheide war einst die Heimat des bergischen Helden joharm Peter Ommerborn. Er entstammte einem alten bergischen Bauerngeschlecht und wurde am 1. Ianuar 1762 geboren. 1772 besuchte er das Franziskaner Gymnasium in Wipperfürth. Er studierte in Köln katholische Theologie. Um 1792 wurde er Seelsorger in Offermannsheide. Als die französischen Revolutionstruppen im Herbst 1794 gegen das Bergische Land vorrückten, gründete Vikar Ommerborn gemeinsam mit Ferdinand Stücker den

Landsturm, der die Heimat gegen die Übergriffe der marodierenden Franzosen schützen sollte. Eine allgerneine Erhebung wurde durch Verrat vereitelt und Ommerborn mußte flie-

hen. Eine zeitlang war er Feldprediger bei den kaiserlichen Truppen um dann Pfarrer von Frielingsdorf bei Wipperfürth zu werden. Als pfarrer von Bergisch Gladbach-Sand

verstarb er 1837. Sein Grab ist erhalten. (Bild um 1950.)

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