Kösching in alten Ansichten Band 1

Kösching in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Rudolf Winterstein
Gemeente
:   Kösching
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3098-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kösching in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Wenn an den Stammtischen die ältere Generation zusammensitzt, spricht sie gern über die Vergangenheit, über Veränderungen im Ortsbild , über Persönlichkeiten, die eine Rolle spielten, über das Vereinsleben in einer Zeit ohne moderne Massenmedien. Das Büchlein 'Kösching in alten Ansichten' will diese Erinnerungen anschaulich machen, im Bild aufzeigen und kurz erläutern. Es will der älteren Generation Gelegenheit geben, den Kindern und Enkeln den Markt Kösching so vorzustellen, wie er früher war. Mancher wird darin seine Vorfahren wiederfinden. Den Heimatvertriebenen und Zugezogenen bietet es Informationen über die Vergangenheit der neuen Heimat. Für alle Köschinger, die irgendwo in der Welt wohnen, wird das Büchlein wieder engere Bindung an die Heimat schaffen.

Die Bilder und Ansichtskarten greifen zurück auf die

Zeit vor der Jahrhundertwende bis etwa zum Zweiten Weltkrieg. Sie entstammen keinem Archiv, sondern wurden dem Sammler von vielen Familien leihweise zur Verfügung gestellt. Die beigefügten Texte stützen sich auf Angaben alter Bürger und Hinweise in der Ottschen Chronik. Allen, die die Herausgabe dieses Büchleins ermöglicht haben, sei damit herzlich gedankt.

Der Markt Kösching, seit 1972 eine Gemeinde des Landkreises Eichstätt in Oberbayern, liegt 10 km nordöstlich von Ingolstadt(Donau. Viele Autofahrer kennen den Namen des Ortes durch die AutobahnRaststätte 'Köschinger Forst'. In Hamburg und Berlin, in Köln und München singt man das Lied 'Von der Frösching zu Kösching': Bei Ingolstadt ganz in der Nähe hüpft ein Frosch wohl in die Höhe - und eine Frösching - geborn zu Kàsching - quakldequak ... fängt die Weise an und dauert viele Strophen. Wer die Köschinger neeken will, spricht einfach von den 'Mantelflickern'. Die ganze Umgebung weiß, wer damit gemeint ist. Man will an die sparsamen Köschinger Räte erinnern, die es nicht übers Herz

brachten, einen alten Rauchmantel ihres Pfarrers wegzuwerfen. Sie kauften einen neuen Mantel und schnitten die nötigen Teile heraus, um damit den alten zu flicken.

Wer den Köschingern schmeicheln will, sagt dagegen ein Sprüchlein auf: 'Kösching is a Römerstadt...' (die Fortsetzung sei zur Erhaltung guter Beziehungen zu den Nachbarorten verschwiegen).

Auf dem Boden des heutigen Marktes bauten die Römer im Jahre 80 nach Christus das Kastell Gerrnanicum. Zahlreiche Funde sind Zeuge dieser römischen Vergangenheit. Das Jahr 242 gilt als Ende dieses Kastells. Die Neugründung des Ortes geht auf die Zeit der bajuwarischen Landnahme im 6. Jahrhundert zurück. 942 ist der Ort Sitz einer Pfarrei. 1021 erfolgt die erste Nennung als Cheskingen. Ab 1293 gehört Kösching den Wittelsbachern. 1366 erhebt Herzog Stephan Il. Köschingzum Markt. Die Urkunde sagt auf das Wesentliche zusammengefaßt: Wir, Stephan der Ältere und seine Söhne Stephan, Friedrich und Johannes, von Gottes Gnaden Pfalzgrafen bei Rhein, Herzëge in Bayern, Grafen zu Tirol und Görz, be-

stätigen hiermit, nachdem wir die große Not und die vielen Beschwerden der Bürger zu Kösching erkannt haben, daß sie von nun an alle Rechte und guten Gewohnheiten, die sie von ihren Vorfahren bis auf uns gebracht haben, ewig im Besitz haben sollen, wie sie auch andere Bannstädte und Bannmärkte jenseits der Donau haben. Darum gebieten wir auch allen unseren Amtsleuten, daß sie euch beschirmen. 1420 wird Kösching unter Ludwig dem Bärtigen mit Wall und Graben umgeben. 1717 bauen die Köschinger ihre herrliche Barockkirche. Schwere Zeiten erlebt der Ort im 30jährigen Krieg und in den Napoleonischen Kriegen. 1818 wird eine Magistratsverfassung eingeführt .

Eine große Ausweitung erfährt der Ort nach dem Zweiten Weltkrieg. 1971 wurde die Gemeinde Kasing, 1972 die Gemeinde Bettbrunn mit einer bekannten Wallfahrtskirche eingemeindet. Am Beginn des Jahres 1985 hat die Marktgemeinde Kösching 5800 Einwohner.

Rudolf Winterstein

1. Diese Zeichnung aus dem Jahre 1909 stimmt - was die Straßen anbelangt - mit den tatsächlichen Größenverhältnissen zwar nicht überein, läßt jedoch alle Gebäulichkeiten des Ortsmittelpunktes in erstaunlicher Detailtreue erkennen: links das Metzger- und Rehmhaus, die Brauerei Amberger, das Guislhaus, die 1906 erbaute Mädchenschule mit Kloster, im Mittelpunkt das Schlagenhauferanwesen, rechts den Straßenzug vom Postbräu bis zur alten Knabenschule sowie rechts unten das Frongeranwesen, die Bäckerei Weiß und den Beginn der damaligen Regengasse.

2. Oberes Tor. Am Westausgang des Marktes stand bis 1877 das Obere Tor. Das Knabenschulhaus rechts im Bild entsprach nicht mehr den Anforderungen. Es gab lange Diskussionen um einen Platz für ein neues Schulhaus, 1877 entschloß man sich, das Obere Tor, das nach einem Gutachten weder architektonischen noch historischen Wert hatte, aber verkehrsstörend angesehen wurde, abzubrechen. Die Gemeinde erwarb noch ein angrenzendes Grundstück und ließ hier das Knabenschulhaus bauen, das bis 1960 als solches genützt wurde. Das kleine Haus links im Bild war das Schießhaus der Köschinger Bürgerwehr, die 1869 aufgelöst wurde.

3. Kriegerverein Kösching. Am 14. September 1884 wurde der Kriegerverein von 49 Köschinger Bürgern gegründet, 'urn das Band der Kameradschaft, das irn aktiven Dienst geknüpft wurde, auch auf den Zivilstand zu übertragen und bedürftigen Vereinskameraden nötige Hilfe zu gewähren'. 1885 hielt dieser Verein Fahnenweihe. 1923 vereinigten sich die 'Krieger' mit den Veteranen, die sich schon 1866 zu einem Verein zusammengeschlossen hatten, aber erst 1872 richtig aktiv wurden und auch Fahnenweihe feierten. Auf Betreiben des Krieger- und Veteranenvereins wurde 1926 in Zusammenarbeit mit der Marktgemeinde das Kriegerdenkmal im Kirchhof errichtet.

Stra6enpartle mit Pfarrhof u. Forsthaus

Grül3e aus Kösching

4. Aus dem Jahre 1916 stammt die Ansichtskarte von einer Straßenpartie an der Oberen Marktstraße. Im 'Felberhaus' (links), das 1966 abgebrochen wurde, unterhielt Lorenz Liepold bis 1929 eine Bäckerei und Warenhandlung. Das kleine Haus hinter dem über 300 Jahre alten Pfarrhof ist das ehernalige Schießhaus der Bürgerwehr, das die Gemeinde 1813 wegen Geldnot verkaufen mußte. Es stand bis 1960, ehe es als Verkehrshindernis am Westeingang weichen mußte. In die Mauer vor dem Pfarrhof war die Gemeindewaage eingebaut, geschützt durch ein kleines Dach, Im Hintergrund erkennt man das Forstarnt.

Gruß aus Köscning b. Ingolstadt

Marktst~a6e

5. Untere Marktstraße 1916. Als 'Gruß aus Kösching' gingen solche Ansichtskarten im Ersten Weltkrieg an die Front. Diese Karte zeigt die Untere Marktstraße, beginnend von der Bäckerei Weiß bis zum Ammerbauern auf der linken Seite. Rechts stehen das Rehmhaus, das Metzgerhaus und - mit zwei Türmen versehen - das Rablbauernhaus, ein ehemaliger Edelsitz, Auffallend sind mehrere Soldaten vor den Häusern. Kösching war bestimmt zum Sammelplatz und Standquartier des 1. Bataillons des 13. Reserve-Infantene-Regiments. Fast in jedem Haus wohnten Soldaten.

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6. Altes Benefiziatenhaus, Besitzer des Hauses war die Benefiziumsstiftung, die Gemeinde hatte aber seit 1762 die Baulast für das Haus. Das brachte immer wieder Streit, und dabei kam das Haus stark herab. Wiederholt sollte es abgerissen werden. 1903 lag dafür schon ein Kostenvoranschlag vor. Das Landbauamt lehnte aber ab, da es sich um ein besenders schutzwürdiges Objekt handle. Durch den Eselsrückensturz des Eingangs und die Pilasterädikula am Giebel sei es als ein Bau aus dem 16. Jahrhundert gekennzeichnet. 1957 wurde doch die Abbruchgenehmigung erteilt. Die Gemeinde konnte ihre Baulast durch einen Zuschuß zum Neubau, der dem alten Haus sehr ähnelt, ablösen, Er trägt auch wieder die Statue des heiligen Johann von Nepomuk,

7. Altes Schulkloster. Nur die Köschinger Mädchen, die vor 1900 geboren sind, gingen noch in diesem Haus zur Schule. Dieses alte Schulkloster hinter der Kirche wurde nämlich 1906 abgebrochen und durch einen großen Schul- und Klosterbau ersetzt. Entstanden war das klösterliche Heim mit zwei Schulsälen im Jahre 1849. Seit 1. Mai 1850 wirkten hier die Armen Schulschwestern, die für die Mädchenbildung im Markt zuständig waren. 1881 mußte das Kloster nach Osten zu (links im Bild) vergrößert werden. 1m Mai 1900 konnte die Klosterfiliale Kösching das 50jährige Jubiläum feiern. Aus diesem Anlaß ist das Haus geschmückt, und Mädchen präsentieren sich im Festgewand. 1984 wurden die letzten Schulschwestern wegen Nachwuchsmangel beim Orden abgezogen.

8. Altes Schulhaus und Kanzlei. Vor der Neuregelung der Straßenbezeichnung im Jahre 1956 hatte dieses Haus die Nummer 1. Es wurde 1816 angebaut und war dann 34 Jahre Schulhaus für alle Kinder. Nach dem Klosterbau 1850 gingen hier noch die Buben bis 1877 zur Schule. Bis 1957 war das Haus dann Sitz der Gemeindeverwaltung, ehe das Rathaus am Marktplatz, das 1813 verkauft wurde, wieder Rathaus wurde. Den Namen 'Rathaus' nahm dieses Gebäude bescheidenerweise nie in Anspruch, wie das kleine Schild 'Marktgemeinde Kösching' beweist. Die Köschinger gingen hier zur 'Kanzlei',

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