Kösching in alten Ansichten Band 1

Kösching in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Rudolf Winterstein
Gemeente
:   Kösching
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3098-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kösching in alten Ansichten Band 1'

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9. Bürgermeister Joseph Maier (Zachäs) war von 1894 bis Ende 1918 Bürgermeister des Marktes Kösching. Seine Amtsgeschäfte übte er meist in seinem Haus in der Klosterstraße aus. Am 6. Dezember 1918 wurde ihm durch einstimrnigen Beschluß des Gemeindeausschusses und der Gemeindeversammlung in Anerkennung seiner 25jährigen treuen, uneigennützigen und aufopfernden Amtsführung das Ehrenbürgerrecht verliehen. Seine Frau Johanna gebar 19 Kinder, davon starben zwölf im Kindesalter. Das Bild aus dem Jahr 1897 zeigt die Familie mit den Kindern Josef, Viktoria, Johanna, Lorenz, Anton und Sebastian.

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I 10. Ehemaliges Polizeigebäude. Ende der sechziger Jahre des 19. Jahrhunderts wurde in Kösching eine Königliche Gendarmeriestation errichtet, der auch die Orte Appertshofen, Demling, Großmehring, Kasing, Lenting und Stammham zugeteilt wurden. Untergebracht war diese Station im Gemeindehaus an der Oberen Marktstraße, im jetzt total umgebauten Haus des Elektromeisters Rudolf Kastl, Bis 1957 blieben die Diensträume der Landpolizei in diesem Gebäude, Im Foto ist zu erkennen, daß die Fenster des Erdgeschoßes aus Sicherheitsgründen mit Gittern versehen sind. Als die Gemeinde 1957 das Rathaus am Marktplatz zurückkaufte, zog dorthin auch die Landpolizei um, Am 1. April 1960 wurde die Station Kösching wegen Zentralisierung der Polizei in Ingolstadt aufgelöst.

11. 'Polizeidiener' Rupert Hollacher. Neben der Bäckerei Schneider in der Kugelstraße wohnte bis 1923 die Familie Rupert und Ottilie Hollacher zusammen mit den Großeltern, dem 'Borrerhans' und seiner Frau Anna. Rupert Hollacher war 'Polizeidiener', ging mit Helm und Säbel durch den Ort, beaufsichtigte bei Prozessionen die Kinder, war Ausläuter und Gasmeister. Seine Frau Ottilie, geborene Bachhuber vom Dürrnhof, gebar 17 Kinder. Im Jahr 1919 entstand dieses Bild, Bis dahin hatte die Familie sechs Kinder, nämlich (von rechts): Anna, Thea, Rupert, hinter ihm Andreas, Josef und Ottilie. Später wohnte die Familie im jetzigen Haus Rammelmayer am Hohlweg.

12. Gemeindeverwaltung 1927. In sehr bescheidenen Verhältnissen arbeitete die Gemeindeverwaltung im Gemeindehaus gegenüber dem Pfarrhof. Wer den Bürgermeister sprechen wollte, wurde in ein kleines Kämmerlein neben der Kanzlei geführt. Die personelle Besetzung war sehr klein. 1927 zählten dazu (von links) Bürgermeister Simon Diepold, der am 25. Juni 1926 die Amtsgeschäfte von Anton Lindl übernommen hatte, Obersekretär Jakob Fischer als Chef der Verwaltung, der Polizei- und Gemeindediener Sebastian Schuller und die Kanzleigehilfin Apollonia Nursch.

13. Sitzungssaal in der 'Kanzlei'. Schwere Probleme erhitzten die Gemüter des Gemeinderats im bescheidenen Sitzungssaal der 'Kanzlei', in dem tagsüber die Gemeindeverwaltung arbeitete. Bürgermeister Simon Diepold leitete hier die Sitzungen von 1926 bis 1933, 1945 und ab 1948, bis das eigentliche Rathaus am Marktplatz 1957 wieder Rathaus wurde. In der Runde sitzen, von rechts:

Richard Scheringer, Max Angler, Sebastian Maier, Leonhard Liepold, Hans Hilber, Max Heidl, Verwaltungsleiter Hans Maier, Bürgermeister Simon Diepold, Josef Maier, Thomas Ferstl, Melchior Mayerhofer, Thomas Wittmann, Herrnann Kellermeier, Franz Mathe und Franz Beek. Nicht im Bild sind die restlichen Gemeinderäte Anton Hunner, RudolfWinterstein und Johann Brüll.

Gesamtansicht.

14. Gesamtansicht etwa 1905. Dampfziegelei und Bahnhof verdienen um 1900 besondere Erwälmung. Um 1890 baute Sebastian Lidl nördlich des Marktes ein modernes Dampfziegelwerk. Einen großen Aufschwung nahm dieses Werk durch den Eisenbahnbau Ingolstadt-Riedenburg im Jahre 1904. Von der Ziegelei führte eine Rollbahn direkt zum Bahnhof. In der Ziegelei arbeiteten Italiener beiderlei Geschlechts. Nach dem Tod von Lidl (1911) begannen Schwierigkeiten. Schon 1914 stand die Ziegelei still, 1918 wurde der Kamin gesprengt und das Werk abgetragen. Das Bahnhofsgebäude war 1982 baufällig und wurde abgebrochen.

15. Haus des Ehrenbürgers Maier. In diesem Haus an der Kastellstraße errichtete der Maurer Josef Maier, Jahrgang 1881, mit Römerfunden aus der Zeit des Kastells Germanicum auf Köschinger Boden ein kleines Heirnatmuseum. Wegen seiner Verdienste um die Heimatforschung wurde Maier 1955 zum Ehrenbürger ernannt. 1956, ein Jahr vor seinem Tod, übergab er seine Sammlung der Gemeinde. Sie hat einen würdigen Platz in der neuen Schule gefunden. Im Bild aus dem Jahr 1910 steht Maier mit seiner Tochter Maria (Klosterschwester Desiderata) an der Hoftüre seines Hauses neben einigen Nachbarn.

Gruss aus Kösching.

16. Die zwei kleinen Bilder 'Schulhaus' und 'Marktplatz' lassen erkennen, daß dieser 'Gruß aus Kösching' wohl aus dem Jahre 1909 stammt; denn das Mädchenschulhaus wurde 1908 fertiggestellt, und das zentrale Haus am Marktplatz hat noch die Giebelform wie vor dem Brand im Jahre 1910. Im Hauptbild fällt die große Breite der Unteren Marktstraße auf, die sogar für eine Baumreihe Raum läßt. Eine bedeutende Veränderung erfuhr die Häuserfront links durch ein zweistöckiges Gebäude, das 1962 an Stelle des Glattküferanwesens (fünftes Haus links) errichtet wurde, in dem die Post untergebracht ist.

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17. Vierlbeck am Marktplatz. 1905 hatte Bäckermeister Jakob Weiß von seinem Schwiegervater Johann Bauer die Bäckerei arn Marktplatz übernommen. Hinter der Haustüre war rechts ein kleiner Brotladen mit Ziehglocke. Ein zweites Geschaft betrieb in diesem Haus der Uhrmacher Ludwig Bayer. Er steht vor seinem Laden. Das Gebäude wurde mehrfach etwas verändert, 1955 völlig abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt, Die ältesten Köschinger kennen nicht nur den Vierlbeck (Weiß) und den Hannebeck (Schneider), sondern auch den Verlbeck, Schermbeck, Lorenzbeck, Wandlbeck, Mesenbeck und Melberbeck. Für ihren Lebensunterhalt betrieben alle auch eine Landwirtschaft.

18. Der Ausläuter. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg gewöhnten sich die Köschinger allmählich an das Lesen der 'Amtlichen Bekanntmachungen' an den Anschlagtafeln. Bis dahin war der alte Brauch des Ausläutens im Markt noch lebendig. 25 Jahre versah dieses Amt zuletzt Sebastian Schuiler. Wenn seine Glocke ertönte, flogen die Fenster auf, die Kinder schwiegen in der Schule. Dann konnte man die kräftige Stimme des SchulJervaters hören: 'Beeeekanntmachung - heute um 20 Uhr ist wichtige Gemeindeversammlung. Deeer Bürgermeister.' 54 mal mußte er an den nach alter Tradition bestimmten Plätzen seine Bekanntmachung wiederholen. Jetzt steht die Glocke zur Erinnerung an einen alten Brauch im Köschinger Heimatmuseum.

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