Kösching in alten Ansichten Band 1

Kösching in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Rudolf Winterstein
Gemeente
:   Kösching
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3098-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kösching in alten Ansichten Band 1'

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19. Erste Köschinger Ehrenbürgerin Maria Groß. Maria Groß ist zwar erst 1982 gestorben. Trotzdem gehört sie als Sonderfall ins Buch 'Kösching in alten Ansichten'. Die 'Hausermaria' erreichte das biblische Alter von 104 Jahren. Als Seelennonne oder Leichenfrau stand sie bis zu ihrem 102. Geburtstag im Dienst der Gemeinde. In 70 Jahren erwies sie rund 5 000 Köschingern den letzten Dienst. Bei ihrem 100. Geburtstag wurde sie zur ersten Ehrenbürgerin des Marktes ernannt. Bis zu ihrem Tod lebte Maria Groß sehr bescheiden im Köschinger Leichenhaus.

20. Beim Fronger-Schäffler. Vor dem Haus des 'Spitzbauern und Frongers' an der Unteren Marktstraße Nr. 78 fertigen der Schäfflermeister Sebastian Braun und sein Sohn Georg um die Jahrhundertwende ein großes Faß für eine der sechs Brauereien des Marktes. Werkstatt und Hoftor waren für solche Gefäße zu klein. Auch Krautzuber und Jauchefässer wurden beim 'Fronger' hergestellt. Die gesamte Freizeit stellte Georg Braun in den Dienst der Feuerwehr, der er über 60 Jahre aktivangehörte. Sein Eintrittsdatum bei der Wehr, den 28. Mai 1905, nannte er stets als zweiten Geburtstag. Die Buben nebenan sind Martin Huber und Max Heidl. Wer erkennt sie?

21. Ostseite Bahnhofstraße. Nördlich der Einmündung der Kugelstraße sind auf der Ostseite der Bahnhofstraße nach und nach alle alten Häuser verschwunden. Dazu zählt auch das frühere Anwesen des Zimmerers Josef Kast! (Rasch), das er 1926 an den Sattlermeister Josef Koch verkaufte. Dieser übte vorher sein Handwerk in der Klosterstraße aus, Er fertigte Pferde- und Ochsengeschirre, Matratzen und Kanapees. Der Sattlermeister, ein sehr guter Turner, und seine Frau Gertraud haben Pferdegeschirr entgegengenommen, das Braumeister Josef Reitzer und der Brauergehilfe Lorenz von der Brauerei Amberger zur Reparatur brachten. Im neuen Haus arbeitet jetzt schon die dritte Generation der Familie Koch.

22. Kastlbauer- und Herzoghaus. Nur Bilder können diesen Teil der Oberen Marktstraße noch vorstellen. Die beiden mit reichen Giebeln ausgestatteten Häuser, die durch die Verbindungsmauer als bauliche Einheit erscheinen, waren das Kastlbaueranwesen und das Haus des approbierten Baders und Friseurmeisters Kilian Herzog. 'Gestorben' ist auch das rechts angrenzende Ausnahmhaus des Gramischbauern, und völlig verändert wurde der im Bild sichtbare Teil des Hauses links. Das ländliche Idyll wich einem Fotogeschäft, einer Apotheke, einem Uhrengeschäft, einer Arztpraxis und einem Verbrauchermarkt. Der Kastlbauer Jakob Lindermayer baute einen Aussiedierhof an der Ingolstädter Straße.

23. Vom Anger!- zum Hierdegenhaus. 'Zum Anger!' war der Name dieses Anwesens bis 1913. Hier betrieben Joseph Licklederer um 1865, später Karrer und Maier eine Brauerei mit Gastwirtschaft. Baumeister Alois Hierdegen kaufte 1913 das Anwesen, hob Brauerei und Wirtschaft auf und errichtete eine Gemischtwarenhandlung, ein Baugeschäft mit Verkauf von Baumaterialien und am Bahnhof ein Dampfsägewerk. Auch eine Landwirtschaft gehörte zu diesem Haus. Das kleine Gebäude rechts war das Ausnahmhäusl vom Angerlbräu, Daneben erkennt man noch einen Teil der Gastwirtschaft der Brauerei Burgmaier. Links steht das Ausnahmhäusl des Gramischbauern.

24. Ammerbauernhof. Bis zur Säkularisation gehörte das Anwesen des Ammerbauern an der Unteren Marktstraße zum St-Anna-Kloster in Riedenburg. 1907 brannte der Hof ab, wurde aber im gleichen Jahr wieder aufgebaut. Das Foto zeigt im Jahr 1914 vor dem Haus das Ehepaar Martin und Maria Mayer, die Töchter Balbina, Maria und Walburga. Das Pferd führt Sohn Max, der nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise 2. Bürgermeister war. Links stehen zwei Dienstboten. Ammerbauer Martin Mayer kaufte 1906 das angrenzende Glattküferanwesen von Andreas Dimperl. Es diente als Ausnahmhäusl, bis es 1960 abgerissen wurde.

25. Regengasse hieß diese Straße, die vom Marktplatz nach Norden führt, bis etwa 1910. Dann bürgerte sich allmählich der Name 'Bahnhofstraße' ein, nachdem 1904 Kösching Bahnstation an der Linie Ingolstadt-Riedenburg wurde. Die flachgeneigten Giebelhäuser, deren Dächer mit Kalkplatten bedeekt sind, bilden hier mit den hohen Mauern zwischen den Gebäuden eine geschlossene Strafsenfront. Alle Häuser dieses Straßenteils sind abgebrochen und durch Neubauten ersetzt. Eigentümer sind weiterhin die Familien Würmser, Koch und Liepold/Weiß. Dem ersten Haus gegenüber war von 1910 bis 1953 das Köschinger Postamt untergebracht.

26. Karl Pichler und 81 Buben. Als Lehrer Karl Pichler 1895 nach Kösching kam, hatte die Werktagsschule 119 Buben, die in Unter- und Oberstufe aufgeteilt waren. Karl Pichler, dessen Auftreten in der Chronik als 'stramm' bezeichnet wurde, war gleichzeitig Organist. Das Bild diirfte im letzten Dienstjahr Pichlers in Kösching, also 1903, entstanden sein und zeigt die 81 Buben der Jahrgänge 1891, 1892 und 1893. Der Bub rechts hinter dem Lehrer ist Anton Licklederer. In der ersten Reihe sitzend erkennt man als sechsten und siebten von rechts Hans Schmid (Humpe) und Martin Liepold (Rillschreiner).

27. Köschinger Gratulanten. Aus Anlaß des 70. Geburtstages Seiner Kgl. Hoheit, des Prinzregenten Luitpold, fand 1891 in München ein großer Festzug statt, dessen Teilnehmer die Landestrachten von 1810 bis 1820 anlegten, In der Residenz defilierten sie vor Seiner Kgl, Hoheit. Unter den Gratulanten befand sich auch eine Abordnung aus Kösching. Dazu gehörten, von links: Frau Burghart (Mesnbeck), Herr Trini, Bürgermeister Josef Heidl mit Amtskette (Hausname Beckerhansl), Quirin Wittmann (Schmilzerbauer), seine Tochter Maria, verheiratete Kolb, in Köschinger Tracht für junge Frauen, Herr Burghart in ganz alter Köschinger Tracht und die Frau des Baders Asin.

28. Mit neuer Fahne beim Deutschen Turnfest. Das Gauturnfest am 28./29. Juni 1903 in Kösching war verbunden mit der Weihe der Fahne des Turnvereins. Nur wenige Wochen später präsentierten sich die Köschinger Turner mit ihrer neuen Fahne beim Deutschen Turnfest 1903 in Nürnberg. Neben dem Fahnenträger Ludwig Sailer sind das Ferdinand Ostermeier und Alois Sailer. Sailer gehörte zu den 20 turnbegeisterten Köschinger Bürgern, die am 1. Juni 1897 im Bachbräukeller (jetzt Ambergerkeller) den Turnverein Kösching gründeten. Turnwarte waren zu dieser Zeit Baptist Würzburger und Josef Amann. Ludwig Sailer war von 1909 bis 1914 Vorsitzender des Turnvereins.

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