Kösching in alten Ansichten Band 1

Kösching in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Rudolf Winterstein
Gemeente
:   Kösching
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3098-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kösching in alten Ansichten Band 1'

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29. Siegfried-Festspiele. In Zusammenarbeit zwischen dem Arbeiter-Gesang-Verein und dem Köschinger Turnverein wurden vom 14. bis 18. August 1924 die Siegfried-Festspiele veranstaltet. Autor des volkstümlichen Schauspiels und Spielleiter war der Lehrer Franz loser Schnurer. Die technische Leitung hatte der Vorsitzende des Sängervereins, Thomas Ferstl, übernommen, Geschäftsleiter war Hans Dittes, Vorsitzender des Turnvereins. Die Hauptrollen spielten H. Mayerhofer als Siegfried, Frau Schnurer als Kriemhilde, H. Dittes als König Gunther, Fräulein Hierdegen als Brunhilde, Frau SchalIer als Königinmutter Ute und H. Meier als Hagen von Tronje. Der Erlös aus den Spielen wurde den Arbeitslosen unter den Mitwirkenden zugesprochen.

30. Spengler- oder Rechenmacherhaus. Spenglerhaus nennen es die einen, Rechenmacherhaus die anderen. Recht haben alle, man könnte sogar Schlagenhauferhaus hinzufügen. Bis 1906 war hier die Metzgerei von Martin Schlagenhaufer. Dann richtete sich hier der Spengler A10is Schmid ein. Im kleinen Laden verkaufte er auch Haus- und Küchengeräte, Spielsachen, Kohlen und Petroleum. Das Bild zeigt 1912 Alois Schmid mit Frau Maria. Das Kind am Arm ist die Tochter Maria Werle. Neben den Kindern Anni, Luis und Jakob steht ein Lehrling. Als in den ersten zwanziger Jahren der Spengler seinen Laden am Marktplatz eröffnete, übernahm dieses Haus der Rechenmacher Josef Amann.

31. Umgebung der Kirche 1907. Im GuisIhaus (links) amtierte zu dieser Zeit bis 1912 die Post. Im angrenzenden kIeinen Gebäude, vor seinem Abbruch diente es jahrzehntelang als Remise, wohnte damals der Postbote Baptist Würzburger. Rechts erkennt man einen Teil des alten Rathauses. So sah es also vor dem Brand im Jahr 1910 aus. Es war in Privatbesitz und beherbergte eine Gastwirtschaft. An der Ecke des Hauses hängt eine Laterne der damaligen Gasbeleuchtung. Es gab noch keine Begrenzungsmauer um den Kirchhof. Wenige Jahre vcrher standen um die Kirche noch alte Stadel. Der Bauwagen vor der Kirche gehört sicher den Bauleuten, die 1907/08 das Mädchenschulhaus südlich der Kirche bauten,

32. Metzgerhaus 1915. Das Metzgerhaus an der Unteren Marktstraße war das Ausnahmhaus des Metzgers Josef Licklederer. Während des Ersten Weltkrieges war hier die Kanzlei des Ersatzbataillons des 13. Infanterie-Regiments untergebracht. Zahlmeister dieser Einheit war der Köschinger Oberförster Blasius Bauer, der auch als Zivilist von 1909 bis 1917 mit Familie in diesem Haus wohnte. Er führt im Bild seine Tochter Maria an der Hand. Bei den Soldaten stehen auch seine Frau Klara mit Sohn Josef, Theres Alzinger und die Metzgeroma Lickledeter. Nach der Resignation von Pfarrer Kandler kaufte 1928 die Kirche dieses Haus als Wohnhaus für Priester im Ruhestand. So blieb es bis 1956. Dann entstand hier das Modehaus Pogoretschnik.

33. Vor der Einberufung. Von Begeisterung steht wenig in den Gesichtern dieser jungen Männer. Darüber kann auch das Spiel der Musikanten nicht hinwegtäuschen. Die Angehörigen der Jahrgänge 1896 bis 1898 werden Soldaten des Ersten Weltkrieges. Die drei Musikanten sind, von links: Florian Paulus, Thomas Hafner und Jakob Leichtl, In der Runde stehen, von links: Albert Sailer, Hans Hilber, Johann Paulus, unbekannt, Max IgI, Karl Staimer und Rudi Euringer.

34. Angerlkeller am Fortberg. In den Kellern unter den Gebäulichkeiten im Markt lagerten die Brauereien nur das Winter- oder Hausbier, das laufend verkauft wurde. Die Fässer mit Sommerbier ebenfalls im Winter unter Mithilfe arbeitsloser Maurer gebraut - wurden in großen Bierkellern eingeeist. Drei davon gab es am Fortberg: Angerl-, Amberger- und Bachbräukeller, Die letzte Fuhre ging 1928 in dem Ambergerkeller. Kühlmaschinen übernahmen dann die Aufgaben der Bierkeller. Das Bild zeigt 1916 den Angerlkeller knapp unterhalb des Forts V a. Die Soldaten gehörten zur Wachmannschaft. Im Zweiten Weltkrieg mietete die Reichsbahn die Keller zur Lagerung von Kartoffeln, Gemüse und Ersatzteilen.

Grü~e aus Kösching

Ansicht von Köschlng u. Gefangene R<Jssen u. Franzosen

35. Kriegsgefangene in Kösching. Noch 1914 trafen in Kösching die ersten Kriegsgefangenen ein, Es waren Franzosen, die im Fort Va interniert wurden. Später kamen auch gefangene Russen dazu. Sie waren zu Feldarbeiten eingesetzt, reinigten die Straßen des Marktes, erneuerten außerhalb des Ortes die Straßengräben und bauten die Straße vom Siechhaus zum Fort neu aus. Die Gefangenen im Bild marschieren auf dieser Straße zum Fort V a, das zwischen 1879 und 1883 gebaut und 1945 gesprengt wurde, Der östliche Ortsausgang sah damals noch ganz anders aus, Der Gartenzaun an der Straßenbiegung rechts gehört zum Grundstück des Siechhauses (jetzt Ried}.

36. Jahrgang 1900. Im Jahr 1917 wurden die jungen Männer des Jahrgangs 1900 gemustert, als tauglich erklärt und waren dann noch Soldaten des Ersten Weltkrieges. Von oben links sind das: Karl Schuderer, Gustav Hage, Martin Burghart, Kaspar Schmid, Josef Maier, Anton Igl, Josef Lick1ederer (? ), Adam Greis, Sepp Appel, Alois Ziegler, Karl Festner, Anton Seidenschwarz, Alois Geisenfelder, Sebastian Amann, Josef Gröber, Jakob Schmid und Ludwig Dirnperl.

37. Glockenmetall für den Krieg. Bis 1926 gehörte der östliche Teil von Hepberg zur Pfarrei Kösching. Darum sind wohl auch die Glocken von Kösching und Hepberg, die 1917 für Kriegszwecke enteignet wurden, auf einem Bild zu sehen. Daß die Köschinger Glocke kleiner ist als die der Filialkirche Hepberg, hat einen besonderen Grund. Die Akademie für Tonkunst in München hatte die Glocken der Pfarrkirche als 'herrliches, unersetzliches Kunstgeläut' bezeichnet. Sie mußten deshalb nicht abgeliefert werden. Als Ersatz mußte die Glocke der Gottesackerkapelle herhalten. Die Kapelle erhielt dafür eine Glocke aus dem Peterskirchlein. Im Zweiten Weltkrieg gingen jedoch drei der vier Glocken der Pfarrkirche verloren.

38. Jungbräu 1925. Vorsicht! Die Aufschrift 'Gasthaus von Max Heidl' kann zum Irrtum verleiten. Sie galt hier nur von 1925 bis 1928. Es handelt sich um das Jungbräu-Anwesen an der Unteren Marktstraße. Bis 1912 wurde hier eine Brauerei in kleinerem Maßstab betrieben, die Ökonomie war die Hauptsache. Als 1912 hier Anton Müller aus der Hallertau einheiratete, wurde die Brauerei aufgehoben, der Bierschank fortgesetzt. Vom alten Jungbräu Kaspar Licklederer (gestorben 1889), er war auch Kommandant der Köschinger Bürgerwehr, weiß die Chronik allerlei Originelles zu erzählen. Wenn er als Wirt festgestellt hatte, daß das Bierfaß nur noch zehn Maß enthielt, schickte er seine Gäste zum Kastlwirt mit der Bemerkung: 'Die paar Maß trink ich selber. '

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