Kösching in alten Ansichten Band 1

Kösching in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Rudolf Winterstein
Gemeente
:   Kösching
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3098-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kösching in alten Ansichten Band 1'

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39. Gemeinschaftsarbeit. Die Marktstraße war bis vor dem Zweiten Weltkrieg in einern äußerst schlechten Zustand. Die Gemeinde erließ 1938 einen Aufruf an die Bevölkerung, die Straße in Gemeinschaftsarbeit auszubauen. Jeder Haushalt übernahm eine bestimmte Zahl von Arbeitsstunden. Wer keine Zeit hatte, konnte seine Leistung auch in Geld erbringen. Die Bauern leisteten mit ihren Fuhrwerken Handund Spanndienste. Von der Knabenschule bis zum Gasthaus Seel wurde eine Asphaltdecke aufgetragen, Das Bild zeigt die Helfer in der Unteren Marktstraße zwischen Bachbräu und Ammerbauer links und Eiser und Batz rechts. Die Bürgersteige konnten wegen des Kriegsausbruchs nicht mehr ausgebaut werden.

40. Fronleichnam 1927. Die Fronleichnarnsprozession zieht aus dem Kirchhof über den Marktplatz. Vor dem Gasthaus Amberger, das damals noch anders aussah, stehen Bäuerinnen in ihren Trachten. Das Allerheiligste trägt Dekan Franz Xaver Kandler, Köschinger Pfarrer von 1898 bis 1928. Dem Kirchenchor unter Leitung des Lehrers Karl Jörg gehören unter anderen an die Sopransängerinnen:

Minna Betz, Paula Simon, Marie Werle, Rosa SchalIer und Maria Ho1zner; die Altsängerinnen: Kathi Hunner, Anni Weininger und Fanni Paintner, Bei den Männerstimmen erkennt man Franz Saller und Alois Hierdegen.

41. Erstkornmunion 1927. Die Mode ändert sich. Hüte gehörten im Jahre 1927 zur festlichen Kleidung bei der Erstkommunion. Die sechs Buben mit Kaplan Wilhelm Neufeld sind, von links: Michael Wild, Pickl (? ), Anton Weigl, Georg Kienzl, Seeberger und Otto Probst. Sie stehen beirn Eingang zur Grotte. So schwach wie im Bild war freilich der Köschinger Kriegsjahrgang 1917 nicht. Wie Georg Kienzl erklärte, liefen die übrigen Buben dem Fotografen davon, sie wollten das Geld für ein Bild sparen.

42. Köschinger Geschirrrnacher. Schon immer bekamen Köschinger Handwerker ihre Aufträge nicht nur aus dem Markt, sondern auch aus der gesamten Umgebung. Das galt besonders auch für die drei Sattler Werle, Staimer und Koch. Zu den Hauptarbeiten zählte noch in den zwanziger Jahren die Anfertigung von Pferdegeschirren. Das Bild zeigt 1922 den Sattlermeister Michael Werle mit seinem Sohn Ludwig. Auf dem Geschirrbock hangen zwei Pferdegeschirre für den Bauern Dimperl/Paintner vorn Ziegelsgrund. Sie müssen nur noch lackiert und poliert werden. Viel Arbeit brachte auch das Auspolstern von Ochsenbögen für die Zugtiere.

43. Köschinger Pferdezucht. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war Kösching ein bekanntes Pferdezuchtgebiet für Oberländer Pferde. 1907 wurde hier eine Fohlenzuchtgenossenschaft gegründet, die zunächst die 'Küchelwiese' bei der Marktmühle und später den Südhang am Ostausgang des Marktes in Richtung Großmehring als Weide benützte. In den zwanziger Jahren verzeichnete das Stutbuch 106 Stuten. Die drei Stuten des Bauers Johann Ampferl an der Oberen Marktstraße hatten gleichzeitig Nachwuchs. Mit den Fohlen präsentieren sich die drei Söhne Max (rechts), Hans (Mitte) und Martin (links).

44. Jahrgänge 1906/07. Wer erkennt sie? Verraten sei nur, daß es sich um die Geburtsjahrgänge 1906/07 handelt, deren Schulzeit großteils in die Kriegsjahre des Ersten Weltkrieges fiel. Mit Fräulein Kling stellten sich die Buben 1913 vor dem Osteingang des Klosters dem Fotografen. Das Knabenschulhaus war zu dieser Zeit wieder zu klein geworden, der erste und zweite Jahrgang wurde darum in der damals neuen Mädchenschule unterrichtet. Bei Kriegsausbrnch wurde jedoch ihr Schulzimmer von den Soldaten beansprucht,es gab Schichtunterricht im Knabenschulhaus an der Oberen Marktstraße.

45. Jahrgang 1921. Sicher hat sich in rund 60 Jahren vieles an diesen Mädchen geändert. Wer aber genau hinschaut, wird die 'Damen' des Jahrgangs 1921 an ihrem 'Gschau' wiedererkennen: Kathi Geitner, Anna Hollacher, Anna Preß, Anni Deisinger, Lina Fahmüller, Zilli Hörmann, Josefine Blüml, Krapf, Kathi Maier, Anna Burzler, Zenta Müller, Kathi Mayerhofer, Viktoria Seckler, Walburga Maier, Viktoria Steinmaier, Maria Lindner, Hedwig Schmid, Maria Gaul (1923), Lina Gaul, Maria Härtl, Maria Licklederer, Irrngard Heisler, Resi Ebenhöch, Hedwig Deindl, Hanni SchmailzI, Walli Würrnser, Viktoria Schuderer, Rosa Scherübl und Anna Stark.

46. Köschinger Fotzenpeter. Ein Original, mit dessen Namen die Köschinger noch heute oft geneekt werden, war Peter Stangl, genannt der 'Fotzenpeter', seines Zeichens ehrsamer Pfannenflicker und Hafenbinder. Er lebte noch in den siebziger Jahren des 19. Jahrhunderts, war wortkarg und mürrisch. Seinen Kosenamen erhielt er wegen seiner abnormen Unterlippe, welche weit gegen die Nase zu hervortrat. Er zog in der ganzen Gegend umher, und auch in Ingolstadt übte er sein Handwerk auf offener Straße aus, Sein Lieblingsplatz war vor dem 'Fellermeierhaus'. Im 'Köschinger Waldhaus' wurde diese Karte 1904 verkauft.

47. Katholischer Burschenverein. 1921 wurde der Katholische Burschenverein gegründet. 43 Burschen, unter ihnen sechs Salitersöhne, traten als ordentliche, 22 Personen als außerordentliche Mitglieder bei. Noch im gleichen Jahr fand Fahnenweihe statt. Festjungfrauen waren, von links: Babett Alzinger, Walli Ampferl, Hanni Maier, Zenta Amberger, Klara Kastl, Maria Mösl und Viktoria Zimmermann. Fahnenjunker (mit Hut) ist Hans Samrnüller. In der Mitte steht Pfarrer Kandler, links neben ihm Präses Brombierstäudl, Zweiter von rechts vorne ist Anton Lindl, der 1919 zum Bürgerrneister gewählt wurde. Die Mitgliedsnummer 1 hatte der spätere Bürgermeister und Ehrenbürger Simon Diepold.

48. Reit- und Fahrverein. 1928 wurde in Kösching ein Reit- und Fahrverein gegründet. Eine Lanze mit Wimpel, die bei allen Ausritten vorangetragen wurde, ist noch vorhanden. Der Wimpel trägt das Köschinger Wappen und die Aufschrift: 'Reit- und Fahrverein Kösching und Umgebung.' Die Reit- und Fahrkurse fanden auf dem Feuerwehrplatz statt. Zu den Teilnehmern des Kurses im Jahre 1931 zählten, van links: Andreas Seel, Xaver Leitner, Johann Kastl, Andreas Dimperl, Otto Dimperl, Josef Bachhuber, Hans Kürzinger aus Kasing und Josef Ilmberger. Rechts steht Reitlehrer Würrer.

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