Kösching in alten Ansichten Band 1

Kösching in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Rudolf Winterstein
Gemeente
:   Kösching
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3098-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kösching in alten Ansichten Band 1'

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59. Mindestens 300 Jahre soll die Blaumühle am Köschinger Bach gestanden haben, ehe die Gebäulichkeiten 1970 abgebrochen wurden. Die Giebelseite des Hauses war mit 13,5 Metern wesentlich breiter als seine Tiefe mit rund sieben Metern, Nach Nordwesten angebaut waren die Räume für die Mühle. Der Pferdestall war links vom Eingang im Wohnhaus untergebracht. Die Giebelseite zierten Bilder des heiligen Florian (rechts) und der Unbefleckten Empfängnis Mariens, Erhalten sind das alte Mühlrad und in seiner Nähe ein Fischteich. Der Mahlbetrieb wurde offiziell 1928 eingestellt, für den eigenen Bedarf aber erst 1968.

60. Ein völlig anderes Gesicht hatte zu Großvaters Zeiten der Pfaffenbuckl, jetzt die Töpferstraße. Dort standen unter anderem der Saliterhof und das Hutererhaus. Der Saliterhof (links) hat seinen Namen in der Zeit der Napoleonischen Kriege erhalten. In diesem Hof wurde der in den Häusern gesammelte Salpeter zum Zwecke der Pulverbereitung gekocht. Im Volksmund sagte man zu Salpeter Saliter. Das Hutmacher-Steiner-Haus (hinter dem Torbogen) gehörte zu den ältesten Bauernhäusern Köschings, Davor stand noch zu Beginn unseres Jahrhunderts der letzte Radbrunnen. Der kinderlose Hutmacher verkaufte das Anwesen an Xaver Liepold aus dem Saliterhof, Der Hausname 'Huaderer' blieb erhalten.

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61. Die Dieken gegen die Dünnen. Originelle Ideen entwiekelten die Köschinger schon immer, besonders in der Faschingszeit. Große Begeisterung bei vielen Zuschauern löste etwa 1930 ein Fußballspiel der Bachbräuschützen aus. Es spielten die Dieken gegen die Dünnen. Die meisten waren schon in 'reiferern Alter'. Das tat der Sache keinen Abbruch. Zu den Akteuren zählten: Ludwig Sailer, Franz Maier, Anton Kastl, Max Kastl, Anton Müller, Ludwig Mackle, Anton Licklederer, Ludwig Hafner, Anton Maier, Xaver Schmid, Josef Koch, Xaver Lindner, Josef Licklederer, Xaver Licklederer, Thomas Ott, Magnus Kastl, Josef Vogl, Hans Dittes, Josef Burghart, Max Amberger, Josef Lang, Albert Kratzer, Bart! Hafner, Michael Rottenkolber und Karl Stairner.

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62. Bergrnaierhaus. Eine frühere Leidenschaft war das Häuserhandeln. Dieses Haus gehörte bis zum Ersten Weltkrieg dem Melbergirgl. Er handelte sich ein Gebäude in der Nachbarschaft ein und verkaufte sein eigenes an den Dachdecker Bergmaier, der als Spezialist für das Decken von Juradächern galt. Seine Adoptivtochter Lina heiratete Josef Gaul aus Neuenhinzenhausen, der in diesem Hof die Landwirtschaft ausübte. Hinter Kopftuch, Bluse und langem Leibroek - wie damals üblich - verbirgt sich eine junge Frau mit 30 Jahren. Neben ihr stehen im Jahre 1924 Tochter Lina (jetzt Liepold) und Tochter Maria (jetzt Schmid). Das Haus wurde 1956 durch einen Neubau ersetzt.

63. Wanderlehrer bei den Turnern. 1932 besuchte ein Wanderlehrer des Bayerischen Sportverbandes die Schüler-Turnabteilung des TSY Kösching. In einem einwöchigen Lehrgang wurde gezeigt, daß es wichtig Ist, neben dem Geräteturnen auch verschiedene Spiele zu pflegen. Turnwarte waren zu dieser Zeit Ludwig Hafner (links) und Kaspar Yogi (rechts). Auch Hauptlehrer Franzjosef Schnurer (mit Brille) interessierte sich für diesen Lehrgang. Die teilnehmenden Buben sind Angehörige der Jahrgänge 1919 bis 1924. Im Zweiten Weltkrieg haben sich ihre Reihen gelichtet.

64. Veteranenfest 1924. Auf dem Marktplatz feierte 1924 der Veteranenverein Kösching sein 50jähriges Stiftungsfest. Die Aufschrift 'Gasthaus und Metzgerei Martin Schlagenhaufer' weist deutlich auf die Zweckentfremdung des Hauses seit 1813 hin. 1924 war hier auch das Bankhaus Heinrich Eckert, Filiale Ingolstadt, Zahlstelle Kösching untergebracht. Auf der Südseite des Hauses (links im Bild) ist auch der kleine Schreibwarenladen von Maria Dittes zu erkennen. Auf den Stufen des Geschäftes schrieben die Mädchen vor der Schule oft ihre Aufgaben. Der ganze Ort hat offensichtlich Schmuck angelegt, wie rechts im Bild das Bader-Herzog-Haus und das Ausnahmhaus des Gramischbauern zeigen.

65. Geburtsjahrgänge 1919/20. Im Schuljahr 1926/27 hatte die Knabenschule 161 Schüler. Schulleiter war Ludwig Jörg (1924-1927). Er führte die Klassen 5 mit 7 mit insgesamt 61 Schülern. Lehrer der Mittelklassen 3 und 4 mit 39 Buben war Anton Falter. Die Unterklasse im Bild mit Lehrer Albert Spiegel hatte 61 Schüler der Jahrgänge 1919/20. Besonders die 1. Klasse mit 38 Buben wies für das damalige Kösching eine beachtliche Stärke auf. Die Unterklasse der Buben war im Erdgeschoß der Mädchenschule urnergebracht. Ludwig Bayer, Michael Koch und Hans Schmid sind leicht zu finden. Wer kennt die anderen?

66. Mädchenturnriege 1921. Verspottet und ausgelacht wurden noch 1921 diese Mädchen der Jahrgänge 1906 bis 1909, wenn sie in Bundhosen und weißen Matrosenblusen mit ihrem Turnwart Michael Gößl bei Turnfesten auftraten. Frauen spuckten aus und riefen 'schämt euch!' Auch in der Schule wurde das Mädchenturnen beim Verein nicht gern gesehen. Zur Riege gehörten, von links: Fanni Krenig, Maria Burghart, Anna Burghart, Klara Hofbauer, Anna Amann, Walli Schweller, Anna Weinzierl, Therese Burghart, Anna Freisinger, Anni Schmid und Anni Sailer.

67. Heuernte 1925. Trotz langer und schwerer Arbeit kannte man vor der Motorisierung in der Landwirtschaft nicht den Streß unserer Tage, Man unterschied Kuh- und Ochsenbauern, Zwiespänner, Vierroß- und Sechsroßbauern. Wer bis etwa 12 Tagwerk besaß, benutzte die Kühe auch für die Bearbeitung der Felder. Ochsenbauern hatten bis etwa 30, Zwiespänner bis 40, Vierroßbauern bis 60 Tagwerk. Wer noch mehr bearbeitete, brauchte sechs Pferde, Das Bild zeigt, von links: Franziska Ullinger, Resi Ullinger, Katharina Ullinger, Walburga Schuiler und Johann Ullinger, am Wagen Josef Ullinger.

68. Köschinger Hopfenzupfer. Um die Jahrhundertwende gab es in Kösching viele Hopfengärten. Ab 1911 wurde der meiste Hopfen gerodet, bis der Anbau in den zwanziger Jahren wieder zum Teil auflebte, Seit 1961 gibt es in Kösching keinen Hopfengarten rnehr. Viele Köschinger fuhren zum Hopfenzupfen in die Hallertau. Da auch die Kinder mithalfen, wurde der Schuljahresbeginn im Herbst in der Regel um eine Woche hinausgeschoben. Zur Gruppe der Köschinger Hopfenzupfer in Rottenegg bei Geisenfeld zählen 1930, von links: Thomas Ampferl, Magdalena Sterzl, Maria Maier, Anna Wittmann, Kathi Ampferl und Joharm Schlamp.

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