Kösching in alten Ansichten Band 2

Kösching in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Rudolf Winterstein
Gemeente
:   Kösching
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3368-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kösching in alten Ansichten Band 2'

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39. Neue Turnbegeisterung. ] 930 erlebte das Turnen bei der Jugend einen neuen Aufschwung. Mit Karl Staimer (links) und Ludwig Hafner (rechts) hatte man zwei hervorragende Turnwarte. Erfreut über die neue Turnbegeistemng zeigte sich die 'alte Garde' des Vereins im Hintergmnd. Von links sind das Barthl Hafner, J osef Licklederer, Thomas Ou (TSV -Vorsitzender 1920-1924 und 1927-1929), Michael Dimperl, Matthias Götz, Kaspar Vogl, Martin und Hans Amann, Anton Kastl, Alois Sailer (Gründungsmitglied), Ludwig Sailer (Vorsitzender 1909-1914) und Michael Wolfschaffner. Die Buben gehören den Jahrgängen 1919 bis 1924 an. Geturnt wurde in einer sehr bescheidenen Halle beim jetzigen Ambergerkeller , im Sommer im Freien.

40. Die Tigelbauernbuam und die Fliegerei. Hobbies sind keine Erfindung unserer Zeit. Drei Söhne des Tigelbauern aus Desching, von links Martin, Jakob und Ludwig, waren begeisterte Segelflieger, Martin sogar geprüfter Segelfluglehrer. 1931/32 bauten sie im Stadel ihres Hofes ein Schwingenflugzeug mit acht Meter Spannweite. Das Sperrholz (Foto) umspannten sie mit imprägnierter Leinwand. Sie schnallten das Fluggerät am Körper fest, und durch Bewegung der Arme beim Lauf hofften sie, wie ein Vogel fliegen zu können. Trotz immer neuer Konstruktionen gelang das nicht. Sie waren überzeugt: Es fehlte nur das richtige Holz. Auch das Gelände war ungeeignet. Jakob starb im Zweiten Weltkrieg den Fliegertod.

41. Volksverein 'Alpenrose'. Wer über erfolgreiche Vereine des Marktes in der Vergangenheit spricht, darf den Volksverein 'Alpenrose' nicht übersehen. Das Ziel des 1905 gegründeten Vereins war es, durch Theaterabende das kulturelle Leben in der Gemeinde zu bereichern. Jeden Monat fand eine Aufführung statt. Eng verbunden mit den Erfolgen auch nach dem Zweiten Weltkrieg sind unter anderen (von rechts) E. Weiß, G. Braun, M. Müller, L. Wede, E. Andert, J. Paintner, L. Schönberger, B. Lechner, L. Hettenkofer, M. Werle, W. Müller und S. Weiß. Sitzend: M. Wede, K. Wolfschaffner und H. Plank, hier beim Spiel 'Der letzte Schönbrunn' 1954. Die Flaute, verursacht durch zwei Kinos (1949), konnte der Verein überwinden, wegen Nachwuchsmangel mußte er aber 1960 seine Tätigkeit einstellen.

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42. Köschinger Zimmerer 1927. Vor 1914 wirkten hier Joseph Kestler und Alois Hierdegen als Bauhandwerker. Nach dem Ersten Weltkrieg errichteten zunächst Johann Reek und Joseph Hunner, 1923 der Maurer Johann Amann Baugeschäfte. 1927 gliederte Amann eine eigene Zimmerei an. Zu den ersten Zimmerern gehörten von links Anton Braun, Ludwig Amann und Hans Rußwurm. Bund- und Handsäge , Winkel, Beil und Stemmeisen waren zu dieser Zeit die Hauptwerkzeuge. Die Balken wurden allerdings schon vom Sägewerk bezogen, während die Zimmerergeneration vorher die Rundhölzer noch mit dem Beil behauen mußte. Die Firma entwickelte sich besonders nach dem Zweiten Weltkrieg und hatte in den fünfziger Jahren 225 Beschäftigte im Baugewerbe und im Steinbruch.

43. Kaminkehrer vor dem Weiningerhaus 1934. Den großen Köschinger Kehrbezirk, der bis nach Pförring reichte, betreute schon vor 1900 der Kaminkehrermeister Johann Weininger. Ihm folgte in der Leitung des Bezirks sein Sohn Maximilian (Bildmitte). Seine beiden Gehilfen, Otto Steidl (rechts) und Josef Baumhauer, kehrten wegen der Größe des Kehrbezirks oft tagelang nicht nach Hause zurück. Ungewaschen übernachteten sie in den Roßställen. Die Leitern brauchten sie in alten Jurahäusern beim Kehren der sehr weiten Kamine, die zum Räuchern benutzt wurden. Weininger wohnte an der Oberen MarktstraBe neben dem Heidlschen Biergarten (Treppenaufgang im Bild). 1971 kaufte die Gemeinde das Weiningerhaus um 40 000 DM und ließ es abbrechen.

44. Alte Scheune des Abdeckeranwesens 1934. Der eisenbereifte Schlepper mit angehängtem Bindemäher war eine der ersten Erntemaschinen auf dem Hof südlich des Waldrandes, den Familie Scheringer 1929 erworben hatte. Wassernot in den Jahren 1929-1934 hatte den neuen Namen 'Dürrnhof entstehen lassen. In alten Urkunden heißt er 'Schinderhof, 'Abdeckerei' oder 'Wasenmeisterei'. Bis 1929 stand nämlich nördlich des bäuerlichen Anwesens die Schinderhütte. Die verendeten Tiere aus Kösching und Umgebung wurden hier zum Teil verwertet und die Reste am Waldrand vergraben. Die letzten Wasenmeisterwaren Schiller, Bachhuber und Weidenhiller. 1953 wurde der 'Dürrnhof autgeteilt. Heimatvertriebene konnten hier wieder Bauer werden.

45. Brotzeit bei der Ernte 1934. Als Feldnachbarn an der Holzstraße halfen einander der 'Schießer' (Rottenkolber) und der Maier Toni, damals Rehmstraße. Schon als Fortschritt galt es, mit einer Grasmähmaschine auch Getreide zu ernten. An der Seite der Maschine war ein Ableger angebaut, der von einem zweiten Mann bedient werden mußte, Pferd und Ochse zogen gemeinsam die Maschine. Zur Brotzeit haben sich versammelt von rechts: Anton Maier, Theresia, Franziska, Xaver und Kaspar Rottenkolber, Hanni Hamberger und ihre Mutter Hanni, Betti Maier, Hans Seitz und Jakob Hamberger (Tigelbauernsohn). Die Stoppeln lassen erkennen, daß das Getreide noch spärlich wuchs. Im Hintergrund erkennt man die Bäume von der 'Hausen' und Hellmannsberg.

46. Handel und Handwerk an der Unteren Marktstraße. Im Haus links betrieb in mehreren Generationen die Familie Ernhofer eine Schlosserei. Anton Müller übte im rechten Anwesen, dem ehemaligen Ausnahmhaus des Jungbräu, einen Getreide- und später auch Holzhandel aus, nachdem er die Gastwirtschaft 'Jungbräu' 1917 verkauft hatte. Sattlermeister Kar! Staimer erwarb das mittlere Gebäude 1930 und richtete hier seine Sattlerwerkstatt mit Ladengeschäft ein. Nach Aussage von Bauleuten erhielt das Haus erst 1928 diese Giebelform. Es steht aber unter Denkmalschutz. Das Denkmalamt spricht von einem Steilgiebelbau aus dem 18. Jahrhundert mit neugotischem Fingergiebel Ende 19. Jahrhundert. Durch verschiedene Umbauten hat sich die Gesamtansicht verändert.

47. Jahrgänge 1917/18, Kinder einer schweren Zeit. Im Hungerjahr 1917 und im letzten Kriegsjahr 1918 wurden sie geboren; auf dem Höhepunkt der Inflation oder kurz nachher traten sie in die Schule ein. Gar nicht ungewöhnlich war es damals, barfuß zur Schule zu gehen. Wer kennt die Mädchen? Dabei sind unter anderen Maria Igl, Anni Amann, Hanni Hafner, Frieda Heckner, Maria Krapf, Resi Schottenbauer, Rosa Dillinger, Beppi Schmid, Maria Weigl, Kathi Heindl, Maria Kastl, Maria Würmser, Zenta Graf, Anni Kastl, Vevi Holzner, Walli Rupp, Hanni Rußwurm, Maria Wolfschaffner, Berta Hörmann, Walli Heindl, Maria Hollacher, Maria Rauscher, Dora Bauer, Rosa Steidl, Anni Maier, Walli Betz, Zenta Reek, Maria Kastl, Liepold, Maria Braun, Walli Schaller, Ella Amberger, Betti Burgmaier und Hollacher.

48. 'Ludwigsschule' am Südring: Jahrgänge 1935136. Als 'Helfer in der Not' mußte dieses kleine Gebäude immer wieder herhalten. Bis 1935 war es eine Scheune des Lorenz Mayerhofer. Die Gemeinde kaufte sie für 1 900 Mark, die Nationalsozialisten richteten ein Heim für die Hitlerjugend ein. Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnten hier Flüchtlinge, bis 1947, in einer Zeit größter Schulraumnot, eine Schulklasse einzog, bis 1961 das neue Schulhaus gebaut war. Kösching hatte 1947630 Schulkinder, aber insgesamt nur sieben Schulräume. Die Lehrer Bergmüller und Stöhr unterrichteten hier große Schulklassen mit mehr als fünfzig Schülern. Das Gebäude erhielt seinerzeit den Namen 'LudwigsschuIe'. Das Haus wurde mehrfach umgestaltet und restauriert, seit 1969 ist es Gewerkschaftsheim.

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