Kösching in alten Ansichten Band 2

Kösching in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Rudolf Winterstein
Gemeente
:   Kösching
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3368-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kösching in alten Ansichten Band 2'

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69. Schuhplattlergruppen hatten bisher in Kösching keine lange Lebensdauer. In den dreißiger Jahren gab es zwar einen Verein, bei Kriegsbeginn fiel er jedoch auseinander. 1955 wurde ein neuer Versuch gestartet, das Schuhplattein in Kösching zu pflegen, diesmal im Rahmen des Volksvereins 'Alpenrose', der seinen Namen in 'Volks- und Trachtenverein' ausweitete. Anton Bergheimer (Mitte, untere Reihe) stellte sich als Vorplattler zur Verfügung. Es entstand auch eine Jugendgruppe . 1956 traten die Trachtler mit großem Erfolg an die Öffentlichkeit. Schon 1960 war jedoch die Begeisterung wieder vorbei. Der Verein stellte seine Tätigkeit ein, einige Köschinger Plattierfreunde, unter anderen Adolf SchießI, wurden Mitglieder des Lentinger Vereins.

70. Koch- und Schlachtkurs 1934. 'Weibliche Reize allein sind auf Dauer für das Glück unserer Männer zu wenig,' sagten sich die Köschinger Frauen und besuchten einen Koch- und Schlachtkurs. Liebe geht schließlich durch den Magen! Eingeladen hatte Ortsbauernführer Kastl, Die Kursleiterin wurde von den Hausmetzgern Heidl und Leitner unterstützt. Der Fichtner Franzi läuft noch nach mehr als fünfzig Jahren das Wasser im Munde zusammen, wenn sie an die Kartoffeltorte denkt, die ihre Mutter nun bei allen Festlichkeiten zubereitete. Modem wurde zu dieser Zeit auch das Eindosen. Daher lernten die Frauen auch, wie man ein Wammerl richtig für die Dose rollt. Jüngste Teilnehmerin war die Zieglmeier Anni, zu den älteren zählte die Schmilzerbäuerin.

71. Außerschulischer Ndhkurs 1936/37. Verständnis für kleine Freuden in der Faschingszeit zeigte eine Klosterschwester bei einem privaten Nähkurs mit Mädchen der Geburtsjahrgänge 1921-1926. Zu den Teilnehmerinnen gehörten Ella Brickl, Dora Müller, Erna Weiß, Annelies Sitzmann, Erna SchalIer, Dora Hecker, Berta Lindner, Friedl Heiß, Walli Dimperl, Anni Hunner, Betti Zinner, Hildegard Kastl, Fanni Schlupf, Rosa Daller, Anni Rauscher, Emma IgI, Irmgard Amberger, Rosa Würmser, Walli Leichtl, Rosa Staimer, Dora Maier, Resi und Maria Brickl, Else Licklederer, Resi und Liesl AIzinger, Klara Dimperi, Hanni Hafner, Fanni Ampferl und Josefa Geitner.

72. Hochwasser bereitete Sorgen. Überschwemmungen in den niedriggelegenen Ortsteilen waren bis zum Beginn der fünfziger Jahre nicht selten. Wenn der Boden noch fest gefroren war und plötzlich Tauwetter einsetzte, strömten hauptsächlich von Hellmannsberg und von der Waldhausstraße her große Wassermassen und überschwemmten die gesamte Bahnhofstraße bis zum Jagerbauer, die Hofwiese, den östlichen Ortsausgang bei Seel und die Kleingärten am Bach. 1948 stand das Wasser kniehoch im Gastzimmer bei Seel. Bauern beförderten mit ihren Fahrzeugen Kinder und Erwachsene durch die überschwemmten Ortsteile zur Schule oder zum Bahnhof. Erst die Kanalisation schuf Abhilfe.

73. Gänsebad am Stegbach. Zum Tagesgeschäft vieler Kinder zählte noch bis in die ersten Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg das Hüten der Gänse und Enten. Nicht nur die Bauern, auch viele Güt!er hielten dieses Federvieh zur Bereicherung des feiertäglichen Speisezettels und zur Gewinnung von Bettfedern. Bevorzugte Plätze, an denen sich Gänse und Enten im Wasser tummeln durften, waren verschiedene Stellen am Köschinger Bach. Besonders beliebt war das ausgeweitete Bachbett vor dem wackeligen Übergang, der nördlich des Friedhofs über den Bach zum Bahnhof führte. Der Volksmund sprach vom 'Stegbach' (siehe Bild). Andere Badeplätze für das Federvieh waren bei Seel und beim 'Nachermüller',

74. Altes Sedlbauernhaus an der Unteren Marktstraße. Nach Quartan Pfaller (um 1830), Paulus Pfaller (um 1870), Jakob Pfaller (um 1905) wurde 1950 Josef Pfaller Besitzer dieses Hofes. Unter Quartan soll das Haus durch Aufstocken erst so wie im Bild entstanden sein. Roßstall und Kuhstall mit 'böhmischem Gewölbe' befanden sich unten rechts im Haus. Unter einem sehr massiven Dachstuhl war ein großer Getreideboden, der sich auch im Stadel fortsetzte. Für die Denkmalschützer galt das Haus als eines der erhaltenswertesten im Markt. Die, die darin wohnten, hatten andere Ansichten. Nach fünfjährigern Kampf zwischen Besitzer und Denkmalpflegern durfte das Gebäude 1980 abgebrochen und durch einen Neubau ersetzt werden.

75. Es war einmal ... Mit dieser Ortstafel verbindet die ältere Generation Erinnerungen an eine Zeit, in der Kösching vielfach 'heimliche Hauptstadt des Landkreises Ingolstadt' genannt wurde. Eine herausragende Stellung hatte der Markt schon innerhalb des Königlichen Bezirksamts Ingolstadt. Bis 1867 hieß es in Bekanntmachungen stets 'An den Marktmagistrat Kösching und sämtliche Markt- und Gemeindeverwaltungen des Amtsbezirks', und in Einladungsschreiben an die Gemeindevorsteher wurde der Bürgermeister von Kösching besonders erwähnt. Bei der Gebietsreform 1972 wurde Kösching dem Landkreis Eichstätt zugeteilt. Die Tafel im Bild wurde zunächst vergessen. Sie stand bis 1978 am Brunnhauptenweg und erinnerte an vergangene Zeiten.

76. Widmung. Die letzte Seite des Buches widmet der Autor seiner 1975 verstorbenen Frau Marianne (1. Reihe Mitte). Sie war ihm immer vielseitige Helferin, hatte guten Kontakt zu allen Bevölkerungskreisen und war allseits sehr beliebt. Das Bild stellt gleichzeitig ein Dokument dafür dar, daß die tausend Heimatvertriebenen, die 1946 in Kösching eine neue Heimat fanden. sich schnell integrierten. Sie arbeiteten auch bald in den Köschinger Vereinen mit, Von den fünf Frauen, die als Mitglieder des Roten Kreuzes beim 80. Gründungsfest der Feuerwehr im Festzug mitmarschieren, sind (von links) neben Anna Bergmüller und Fanni Ampferl drei Heirnatvertriebene: Grete Werner (halb verdeckt), Marianne Winterstem und Gret! Mejstrik.

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