Kunstdenkmäler des Siegtales in alten Ansichten

Kunstdenkmäler des Siegtales in alten Ansichten

Auteur
:   Thomas Leginger
Gemeente
:   Siegtales, Kunstdenkmäler des
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1913-9
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kunstdenkmäler des Siegtales in alten Ansichten'

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24. Vorzüglich aber mußte sie dem Grafen von Berg ein Dorn im Auge sein, in dessen Gebiete sie mitten gelegen war. Schon 1230 sehen wir ihn in Fehde mit dem Erzbischof von Köln, doch wurden die Rechte des mächtigen Grafen erst 1420 nicht mehr bestritten. Indes fehlte es nicht an fortwährenden Reibereien und Prozessen zwischen diesem und dem stolzen Abt, bis die Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges endlich die Macht des letzteren untergruben und die Abtei schließlich 1676 unter die Landeshoheit der bergischen Regenten brachte. Das Erzstift hatte den Verlust schon viel früher keineswegs leicht verschmerzen können.

Erzbischof Siegfried von Westerburg, ein streitsüchtiger, ränkevoller und grausamer Mann, schlug sich in der Limburger Fehde auf dessen Seite und fiel 1287, mitten im Winter, sengend und brennend ins Bergische ein. Es war ein gräßlicher Verheerungszug, bis dahin ohne Beispiel zu der Jahreszeit, die sonst Frieden gebot und traf wegen der grimmigen Kälte und der Menge gefallenen Schnees das arme Land umso härter. An Widerstand war nicht zu denken, da niemand den Feind vermutet hatte, und so wütete der Würger und Zerstörer das bergische Rheintal hindurch. Die für den Winter gesammelten Vorräte der Landleute wurden geraubt oder vernichtet. Obdachlose, halbnackte Flüchtlinge sah man scharenweise den Gebirgen zueilen. Viele, die das gierige Schwert verschonte, kamen im Frost und Schnee um. Rache schwor das Landvolk dem grausamen Verwüster und 1288 zitterte das bischöfliche Heer vor dem Schlachtrufe 'Ruhmreiche Berge', mit welchem das Landvolk, geführt von einem Priester Walther, der Dodde genannt, die feindlichen Reihen vor sich niederschmetterte,

Im Laufe der Jahrhunderte waren die Rheinlande auch nicht selten von der Pest heimgesucht worden, so 990 und 1033, wo ganze Klöster - wie das zu Königsdorf - ausstarben. In den Jahren 1348/1349 eilte der Schwarze Tod auch durch Siegburg, dasselbe Elend suchte die Stadt 1434 und 1499 wieder heim und zuletzt noch 1578.

25. Zum sogenannten Truchsessischen Kriege, der von 1583 bis 1588 das Erzstift verwüstete, kam es, weil der 1577 zum Erzbischofe von Köln gewählte Graf Gebhard II., Truchseß von Waldburg (1577-1583), sich für die neue Lehre erklärte, und, nachdem er den Protestanten freie Religionsausübung im Erzstift bewilligt, sein Herz an die Gräfin Agnes von Mansfeld verlor und sich mit dieser auch vermählte, ohne seiner erzbischöflichen und Kurwürde entsagen zu wollen. Papst Gregor XIII. entsetzte durch Bulle von 1583 den Abtrünnigen seiner Würde und sprach den Bann über ihn aus. Das Äußerste bot Gebhard auf, einen Heerhaufen von sechshundert Mann aufzubringen, mit dem er Anfang 1582 in Siegburg erschien, um seinem Bruder Karl in Bonn zu Hilfe zu kommen. Er gelangte auch dorthin, mußte aber, als Herzog Ferdinand von Bayern mit einer großen Streitmacht heranzog, sein Heil in der Flucht suchen und starb, nachdem er fast zwanzig Jahre ein heimatloses Leben geführt, im Jahre 1601 in Straßburg.

Als Bonn der Übergabe nahe war, erscholl die Kunde, Gebhards Anhänger Heinrich von Braunschweig und Adolph von Neuenar wären mit fünfhundert Mann aus Westfalen über Schönstein im Anzuge. Der Herzog, verstärkt durch Bürger Siegburgs und einen Haufen Landvolk, legt sich im Erlen- und Weidengebüsch an der Agger in einen Hinterhalt. Nichts Arges ahnend ziehen die Heerhaufen heran und sind schon teilweise über die Aggerbrücke, da ertönt Herzog Ferdinands Befehl zum Angriffe. So rasch ist der Uberfall, daß die Mehrzahl der Anrückenden bald niedergehauen, mit der zusammenbrechenden Brücke in die Agger stürzen oder verfolgt in der Sieg ertrinken.

Im Triumphe kehrt Herzog Ferdinand mit vierundftinfzig Wagen voller Heergeräte und Proviant in sein Lager nach Bonn zurück, das auch zu Anfang 1584 kapituliert. Nachdem der Abt 1614 eine kleine spanische Besatzung in die Festung aufgenommen, versuchte der brandenburgische Hauptmann von Hatzfeldt mit einigen tausend Soldaten und Bauern Siegburg einzunehmen. Allein diese hielt der Belagerung stand, bis einige spanische Kompagnien zum Entsatz heranrückten,

26. Nachdem die vergeblichen Belagerer die umliegenden Klostergüter geplündert und verwüstet hatten, zogen sie im März 1615 ab, aber die Last der Bürger, allnächtlich die Abtei und den Berg in Kompagnien und Rotten zu bewachen, hörte nicht auf. Erst 1656 wurde dieser Nachtwachtdienst gegen eine monatliche Rekognition von zehn Thalern an den Abt aufgehoben. Den Bürgern war ursprünglich die Verteidigung der Stadt anvertraut, welche nach Rang und Stand mit Harnisch, Helm, Speer, Hellebarden, Knebelstäben, Schlagschwertern, Morgensternen. Hackenbüchsen bewaffnet, in Quartiere geteilt war. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges war eine stehende Miliz eingeführt, die im Jahre 1667 noch dreiunddreißig Soldaten, dreißig Weiher und dreiundsechzig Kinder zählte. Nach dem Vorbilde des französischen Sonnenkönigs nahm um diese Zeit die Soldatenspielerei bei den Dynasten Deutschlands ihren Anfang, die im folgenden Jahrhundert bei Manchem zur Manie ausartete, Am Vorabende von Simon und Juda 1632 nahm der schwedische General Bandissin die Stadt im Sturm und hielt sie drei Jahre besetzt. Alle Gräuel der schwedischen Soldateska brachen über Siegburg herein und den zügellosen Soldaten gingen ihre Führer mit den empörendsten Beispielen aller Art Mißhandlungen und Erpressungen voran. Das Kriegshandwerk war ihr Geschaft und der Säckel mußte mit allen nur erdenklichen Mitteln gefruit werden. Auch Kommandant Loyson huldigte diesem Grundsatze und lebte mit seinern Stabe auf der Abtei in Saus und Braus, nicht selten maskiert mit den reichen Chorgewändem, die sie in der Kirche entdeckt hatten, und aus den heiligen Gefäßen, aus Kelchen und Ziborien schwelgend.

Bandissin hatte auch Blankenberg und Windeck besetzt und wandte sich nun gegen Deutz, was er indes wohl befestigt fand und wieder abziehen mußte. Sein Nachtrab von einigen hundert Mann wurde aufgegriffen und in der St-Urbanus-Kirche eingesperrt. Einer der Gefangenen, ein Engländer oder Schotte, zündete, ob mit Vorbedacht ist natürlich nicht zu ermitteln, eine Pulvertonne an und sprengte so die Kirche mitsamt den darin befindlichen Gefangenen und einige umliegende Häuser in die Luft.

Im Bild das Johannistürmchen.

27. Ohne Erfolg hatte der Abt den Kommandanten zu besteehen versucht. Was die List vergeblich angestrebt, sollte der Gewalt gelingen. Nachdem er einen Haufen von fünfhundert Mann zusammengebracht, zu dem sich noch eine dreihundert Mann starke Leibkompagnie des Kurfürsten gesellte, drang er in der Nacht zum 17. Juni 1633 bis zu den Gräben vor, mußte jedoch einsehen, daß ohne förmliche Belagerung nichts auszurichten sei. Nachdem am 5. September 1635 in Worms ein Traktat zwischen Schweden, den konföderierten Ständen und dem Pfalzgrafen abgeschlossen, wurde die Stadt endlich 1635 an Pfalz-Neuburg übergeben. Die Ruhe währte indes nicht lange. 1640 überlistete der kaiserliche Oberst Mauter die neuburgsche Besatzung, indem er einige Soldaten in Bauernkleider steckte und als Heu- und Strohverkäufer in die Festung praktizierte.

Die nun folgende Wirtschaft verschweigt der Chronist. Nach den Segnungen eines fünfzigjährigen Friedens zog ein neues Ungewitter in Gestalt Kardinal Franz Egon von Fürstenberg, Bischof zu Straßburg, herauf. Mit zweitausend französischen Mordbrennern okkupierte er vom Dezember 1688 bis März 1689 die Stadt. Eine ausführliche Schilderung der Greueltaten wird man uns erlassen, wenn wir erwähnen, daß diese, in Europa den feinen Ton angebenden, zivilisierten Kannibalen, die Weiber und Mädchen nackend zusammentrieben, schändeten und mißhandelten. In der kurzen Zeit vertilgten der Kommandant nebst vierzehn Offizieren und zwanzig Bedienten, welche auf der Abtei hausten, nicht weniger als 272 Anker Wein. Der kleine Rest an Kraften ging in den notwendigen Requisitionen der unter dem Kurfürsten von Brandenburg nachrückenden Alliierten verloren, doch legten sie bei ihrem Abzuge noch den größten Teil der Auelgasse in Asche.

Mit dem Fall der Festung Bonn am 19. Mai 1703 verlor diese Gegend ihre strategische Bedeutung und hatte während des Siebenjährigen Krieges unter mancherlei Unbilden, Marodirungen und Kontributionen zu leiden, und das Fischer'sche Freikorps, das eine zeitlang hier hauste, überbot an Roheit und Raubsucht selbst die Kroaten, Panduren und Rotrnäntel,

28. Nachdem die Schweden abgezogen waren, wurde die Gemeinde in den wirren Jahren 1636 bis 1638 auch von der blutigen Geißel der Hexenprozesse heimgesucht. Der wilde Kriegssturm hatte die Gemüter nur um so empfänglicher für die schreckliche Verblendung dieses mehr als düst

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