Kutenholz in alten Ansichten

Kutenholz in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Hauschild
Gemeente
:   Kutenholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5618-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kutenholz in alten Ansichten'

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16. Am 11. August lYUI stellte sicn oer Kriegerverein für Kutenholz und Umgebung vor dem Vereinslokal Peter Braasch für ein Fotoaufnahme auf.

Nach den Satzungen ist der Kriegerverein Kutenholz am 13. März 1904 gegründet. Mitglied konnte jeder werden, der im stehenden Heer oder bei der Marine gedient hatte, und sich im Besitz der bürgerlichen Ehrenrechte befand, eine unverbrüchliche Treue gegen König und Vaterland hoch hielt, einen achtbaren Lebenswandel führte und seinen Wohnsitz in Kutenholz und Umgebung hatte.

Zweck des Vereins war 1904: a) die Liebe und Treue für Kaiser und Reich, Landesfürst und Vaterland bei seinen Mitgliedern zu pflegen, zu betätigen und zu stärken, sowie die Anhänglichkeit an die Kriegs- und Soldatenzeit im Sinne kameradschaftlicher Treue und nationaler Gesinnung aufrecht zu erhalten; b) die Leichen verstorbener Kameraden mit den üblichen militärischen Gebräuchen zu Grabe zu geleiten; c) Gewahrung einer Beihülfe zu den Kosten der Beerdigung an die Hinterbliebenen, sowie eine Unterstützung der Kameraden bei unvermuteter Unglücksfällen.

Der monatlicher Beitrag betrug 25 Pfg. Kl. Lemmermann führte den Verein von 1904 bis 1925. Danach übernahm Joh. Ropers den Vorsitz. Joh. Peters diente dem Verein von 1919 bis 1932 als 2. Vorsitzender. Peter Tiet jen fungierte von 1919 bis 1933 als Schriftführer.

Neben dem Schießsport pflegte man auch die Geselligkeit im Verein. Zweimal im Jahr stand entweder ein Tanzvergnügen oder ein gemütlicher Abend mit Theateraufführung auf dem Programm.

Im Jahre 1928ließ der Gastwirt Peter Braasch in seinem Apfelhof einen Kleinkaliberschießstand bauen. Als Vergütung erhielt er vom Verein pro Schuß einen Pfennig. Ab 1934 griff die nationalsozialistische Führung auch in das Vereinswesen ein. Ernennungen ersetzten freie Wahlen. Die Mitglieder gehörten automatisch der SA RIl an. Hakenkreuzbinden und Bundesnadeln mußten getragen werden.

Im Laufe der Kriegsjahre verschwand der Kriegerverein bei uns aus dem Dorfleben.

17. Die neu uniformierte Freiwillige Feuerwehr ist vor dem Spritzenhaus angetreten.

In der vorderen Reihe stehen, von links nach rechts: Kl. Meyer, Wilh. Lütjen, Heim. Borstelmann, Franz Dieckmann, Kl. Tribcke und Diedr. Fitschen.

Im zweiten Glied stehen, von links nach rechts: Johs. Steffens, Cord Fitschen, Joh. Hinck, Walt er Witte, Martin Holst und Peter Kors.

Am 20. Mai 1933 gründeten zwanzig Kameraden die Freiwillige Feuerwehr Kutenholz. In den Jahren 1936-1938 erhielten sie neue Uniformen. Die Uniform war Eigentum der Gemeinde.

Während des Zweiten Weltkrieges waren Klaus Meyer und Wilhelm Lütjen Brandmeister bezw. stellvertretender Brandmeister. Nur ihre Dienstgradbezeichnung änderte sich. Aus Brandmeister und stellvertretender Brandmeister wurden fortan Hauptwachtmeister bezw. Wachtmeister. Die Oberfeuerwehrmänner Diedr. Schlichting, Peter Bösch, Klaus Tribcke, Friedr. van Bargen, Hinr. Lütjen, Peter Kors, Hinr. Lührs und Heim. Nagel wurden zu Rottwachtmeistern ernannt. Schon aus dieser Benennung geht hervor, daß die Feuerwehr mehr und mehr den Charakter einer Hilfspolizeitruppe hatte. Fußdienst gehörte zu jeder Übung.

Nach einem Erlaß des Oberpräsidenten in Hannover vom August 1945 schied die Feuerwehr aus der 'Polizeitruppe' wieder aus. Das Feuerlöschwesen wurde wieder zur Selbstverwaltungsaufgabe der Gemeinden. Heute umfaßt die Ortswehr Kutenholz 39 aktive und 33 fördernde Mitglieder, sowie 20 Mitglieder aus der Altersabteilung und 16 Jungen und Mädchen aus der Jugendfeuerwehr. Ortsbrandmeister ist zur Zeit Klaus Gerken, Fredenbecker Straße 2.

18. Turner und Vorstand des MTV stellten sich im Sommer 1923 vor dem Haus von Johann Detjen für ein Erinnerungsfoto auf.

In der hinteren Reihe stehen, von links nach rechts: H. Fitschen, H. Burfeind, J. Brandt, H. Lütjen, H. Blank, D. Viebrock und Kl. Ehlers.

In der mittleren Reihe stehen: J. Mießner, J. Martens, C. Fitschen, H. Mießner, J. Brünnig, Kl. Lemmermann und P. Kors.

Vorne sitzen: Kl. Brünjes, H. Fitschen, J. Poppe, D. Fitschen, H. Wedemeyer (1.Vorsitzender) J. Detjen, W. Lütjen, H. Poppe und L. Brandt.

Am 1.0ktober 1906 wurde der MTV gegründet. 14 Tage vor Kriegsausbruch am 19. Juli 1914 wurde mit großem Spektakel die Fahnenweihe gefeiert. Der Verein zählte zu der Zeit 34 aktive Turner, 12 Zöglinge und 24 passive Mitglieder. Während der Kriegsjahre schlief der Turnbetrieb ein. Aber nach dem Krieg wachte das Vereinsleben wieder auf. Fast alle jungen Männer aus Kutenholz - Gesellen und Knechte turnten wie früher am Mittwoch und Sonnabend abends bei Lütjen auf dem Saal. Eiserne Disziplin herrschte in den drei Riegen Beseelt zu höherer Leistung waren alle. Alle sieben Turner der ersten Riege beherrschten die Riesenfelge am Reek. Aus diesem Grunde mußte bei Lütjen auf dem Saal die große Bodenluke geschaffen werden.

Gute Beziehungen wurden zu den Turnvereinen in der Nachbarschaft gepflegt. Neben dem Geräteturnen übte man sich in den Disziplinen der Leichtathletik. Von den Ballspielen waren Schlagball und Faustball sehr beliebt. Mitte der zwanziger Jahre bekamen auch die Frauen und Mädchen Gelegenheit sich aktiv mit Turnen und Gymnastikübungen am Vereinsleben zu beteiligen.

Heute gehören dem Vfl Kutenholz 580 Mitglieder an. Ihr Votsitzender ist Alfred Keuchel, Königsberger Ring 7.

19. Ist es nicht gar lieblich anzuschauen, wie die drei Geschwister Siems gegenseitig händehaltend in die Kamera blinzeln?

Die Aufnahme dürfte 1926 gemacht worden sein. Das alte reetgedeckte Fachwerkhaus im Hintergrund war ihr Elternhaus. Der Halbhof gehört zweifellos mit zu den ältesten Höfen im Dorf. Das Meierrecht über diesen Hof übte die Kirche zu Mulsum aus.

Im Jahre 1747 nahm Jacob Ahrens aus Gr. Fredenbeck diese Hofstätte als Kirchenmeyer an. Aus unbekannten Gründen geriet sein Sohn gegen Ende des 18. Jahrhunderts in Geldschwierigkeiten. Mit Genehmigung der Kirchenjuraten verkaufte er im Mai 1787 das Häuslingshaus in der Langenstraße 5 und 1 Tagwerk Wiesenwachs bei den' Alten Kuhlen'. Aber zu einer gesicherten Sanierung reichte es anscheinend noch nicht, denn 1827 kam es zu einer Zwangsversteigerung des Halben Hofes und des zerfallenen Altenteilerhauses (Hauptstraße 5).

Dieses Geschick war somit die Geburtstunde der Hofstelle von Paul Gerken, heute Klaus Gerken, Fredenbecker Straße 2. Der Resthof kam 1843 als Viertelhof in den Besitz von Hinrich Tiedemann. Durch Einheirat ging das Anwesen 1878 in das Eigentum der Familie Siems über.

Als das alte Fachwerkhaus - siehe unser Bild - baufällig wurde, ein Neubau auf der beengten Hofstätte aber wenig Sinn hatte, siedelte Johann Siems 1938 mit dem Betrieb in die Fredenbecker Straße 4 aus. Wo damals die Hofstätte des alten Halbhofs lag, befindet sich heute die Praxis von Frau Hollmann.

20. So sah die Straßenansicht des Halbhofes von Hinr. Poppe, Hauptstraße 10, um 1930 aus.

Das massiverrichtete Hinterhaus wurde kurz vor 1900 fertiggestellt. Das weichgedeckte Vorderhaus dürfte gut hundert Jahre älter sein. Im Schatten des großen Kastanienbaumes stehen der Kutsch- und der Milchwagen.

Schon vor 1700 ackerte ein Claus Meybohm auf diesem Halbhof. Im Jahre 1730 war er allerdings in einem 'dürftigen Zustand'. Der Name Meybohm verschwand aber erst aus der Hofkartei, als Hinrich Poppe aus Griemshorst Adelheid Meybohm im Jahre 1867 ehelichte.

Hinrich Poppe war ein äußerst aktiver Mann. Neben seiner Landwirtschaft betrieb er nachweislich einen schwungvollen Handel mit Kunstdünger. Dabei kam ihm der Bau der Eisenbahnstrecken von Bremervörde nach Stade und von Bremervörde nach Buchholz sehr entgegen. Von den Stationen Mulsum-Essel, Fredenbeck, Brest-Aspe und Kutenholz bediente er die Bauern der ganzen Umgebung, von Mulsum bis Grafel mit dem neuaufkommenden Kunstdünger. Später übernahmen seine Söhne Peter und Diedrich den Handel.

Hinr. Poppe saß auch im Kreistag, war 1893 Mitbegründer der Meiereigenossenschaft in Kutenholz und deren langjähriger Vorsitzender. Trotzdem hatte er noch Zeit, seiner Passion als Waidmann zu frönen. Weil der Betrieb an der Hauptstraße all zu eingeengt war und sich keine Chance bot, sich räumlich zu erweitern, verkaufte sein Enkel das Grundstück mit Gebäuden im Jahre 1951 an den KFZ-Schlossermeister Hinrich Höper und siedelte nach der Fredenbecker Straße 6 aus.

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