Kutenholz in alten Ansichten

Kutenholz in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Hauschild
Gemeente
:   Kutenholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5618-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kutenholz in alten Ansichten'

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21. Im Vordergrund haben sich Anna Fitschen, ihre Mutter Rebecka Fitschen geborene Kors und die Nichten Rebecka, Trinchen und Anna Martens dem Fotografen gestellt. Die Aufnahme dürfte aus dem Jahre 1910 stammen.

Im Hintergrund sehen wir das Haus des Halbhöfners Diedrich Martens, Hauptstraße 10. Das neue Hinterhaus (Wohnteil) mit dem zu der Zeit typischen Säuleneingang ist kurz nach 1900 gebaut. Das um etwa hundert Jahre ältere Vorderhaus ließ der Interimswirt Johann Mehrkens Anno 1808 errichten, nachdem das damalige alte Niedersachsenhaus im April 1808 ein Raub der Flammen geworden war. Seine Frau Anna war dem Heu mit der offenen Flamme ihres Trankrüsels all zu nahe gekommen.

Heute wird dieser Hof von Hans Dieter Meyer und Familie bewirtschaftet.

22. Am Pfingstmorgen 1935 stellte sich die Familie Johann Gerken vor ihrem Haus, Neue Straße 2 dem Fotografen.

Die Eltern von Johann Gerken hatten das baufällige Häuslingshaus im Jahre 1903 vom Vollhöfner Claus Blank gekauft. Nach und nach haben sie das alte Fachwerkhaus dann erneuert. Heute wohnt die Familie agora in dem Haus. Statt einer kleinen Landwirtschaft bringt heute eine Gärtnerei das nötige Einkommen.

Auf dem Bild schmückt frisches Maigrün das Haus. Maibusch und Birkenbäume galten als Symbole des Frühlings. Der Pfingstbrauch, die Häuser mit Birkengrün zu schmücken, ist heute fast ausgestorben. Üblich ist aber noch, daß die jungen Burschen des Ortes am Abend oder in der Nacht vor Pfingsten bei den Mädchen junge Birkenbäume pflanzen.

Geschäftsleute und vor allen Dingen die Wirtsleute bekommen einen größeren Baum, meistens Spitztannen, an dessen Enden kleine Birkenbäumchen angenagelt sind. Am Pfingstsonntag begießen die nächtlichen Pflanzer die eingepflanzten Bäume und kassieren den fälligen Obulus.

23. Zur Amtszeit des Pastor Stakemann wachte der Mulsumer Posaunenchor wieder aus seinem Dornröschenschlaf auf.

Vor der ehrwürdigen St.-Petri-Kirche stellte sich der Posaunenchor für ein Erinnerungsfoto auf. Wir sehen, von links nach rechts: Hinr. Mißling, Hinr. Lemmermann, Joh. Bösch, H. Hildebrandt, H. Henn, Hinr. Borstelmann, Pastor Schneider, Herrn. Mißling, Klaus Hadderich, Joh. Möhlmann, Joh. Bardenhagen, Klaus Borchers, Hinr. Mießner und Peter Henn.

Im Jahre 1907 wurde der Mulsumer Posaunenchor gegründet. Im Sommer 1912 war er Ausrichter und Mitwirkender des Kreisposaunenfestes in Kutenholz. Leider brachte der Erste Weltkrieg - wie fast überall - auch in Mulsum den Chor zum Erliegen. Seit der Chor 1932 wieder zum Leben erwachte, hat er manches Kirchen- und auch wohl privates Jubiläumsfest mit seinen Klängen verschönert.

Heute gehören dem Chor sieben Bläser und zwölf Bläserinnen an. Ein seltenes Jubiläum war dabei Klaus Hadderich vergönnt, der den Chor fünfzig Jahre leitete, und auch heute noch mit achtzig Lenzen aktiv mitspielt. Gegenwärtig dirigiert Paul agora den Posaunenchor.

Die St.-Petri-Kirche in Mulsurn, einst umgeben von dem ehemaligen Kirchspielfriedhof, ist 1803/04 gebaut worden. Wahrscheinlich wurde sie nach dem Vorbild der Bremervörder Stadtkirche errichtet. Der schon 1782 geschaffene Turm hat den Charakter eines massiven Wehrturms mit Mauerschlitzen und kleinen Schallöffnungen.

24. Große Eichbäume umgeben dieses Haus vom Nebenerwerbslandwirt und Molkereiarbeiter Johann Hinck.

Seine Eltern Thees und Maria Hinck kauften dieses Grundstück im Jahre 1902 vom Bauern Klaus Blank und errichteten hier ein hartgedecktes Fachwerkhaus. In den sechziger Jahren umklinkerte Walter Hinck das Haus und versah es mit einem seitlichen Seitenvorbau. Heute wohnen Käthe und Rainer Hinck im Haus Fredenbecker Straße 18.

Um 1903 gab es in der Fredenbecker Straße von der Schulstraße angefangen bis zur Neuen Straße nur zwei Häuser, nämlich Hinrich Poppes alte Haus und Hincks Haus. Der Begriff 'Fredenbecker Straße' war bis 1974 unbekannt. Man ging, wenn mann zu Hinck wollte 'Asterüm'; es war auch nur ein Sandweg.

Die beiden Schwestern Marie und Anna Hinck wanderten in den zwanziger Jahren nach den USA aus. Das gibt dem Verfasser Veranlassung, einige Sätze über das Geschehen zu berichten.

Nachdem mehrere Familien in der Zeit von 1862 bis 1880 nach Nordamerika auswanderten, erfaßte in den zwanziger Jahren unseres Jahrhunderts erneut viele junge Leute ein Sog nach drüben. Aus einigen Familien im Dorf wie zum Beispiel bei Hinck, Meier, Lührs, Mießner, Bremer und Schomacker , schipperten gleich zwei Geschwister über den großen Teich; bei Familie Tomfarde taten es mit Helmut, Hans und Fritz gleich drei Brüder. Familie Johann Brandt zog schließlich mit Kind und Kegel ins 'gelobte Land'. Insgesamt verließen in der Zeit 32 junge Leute unser Dorf.

Verwandte und Bekannte ließen sie rüberkommen. Oft waren die 'Greehorn' auch willkommene und billige Arbeitskräfte. Während die Auswanderer im vorigen Jahrhundert gewöhnlich ins Innere des Landes (Minnesota) zogen, blieben die Auswanderer unseres Jahrhunderts meistens in den Städten der Ostküste van Nordamerika hängen.

25. Mit der Restaurierung dieses alten Niederdeutschen Zweiständerhauses in jüngster Zeit ist auf dem Hof Bullenholz ein zweites Kleinod in dieser Form entstanden.

Der Holmspruch über der Grootdör sagt aus, daß Hein und Catharina Wülpern dieses reetgedeckte Fachwerkhaus Anno 1747 vom Zimmermeister Peter Wiebusch (PWB) bauen ließen. Wahrscheinlich sollte es damals als Altenteilerhaus dienen. Normalerweise wohnten hier die Häuslinge des Hofes Bullenholz. Schon im Schatzregister von 1596 wird der Hof Bullingesholte erwähnt. Der Vollhof wurde zu der Zeit von Hinrich Buerfiend bewirtschaftet. Grundherr war auch noch während der Verkoppelungszeit (1854) die Herrschaft des Gutes Schwinge.

Seit Hein Wülpern vom Hemelingbostel im Jahre 1717 Trine Brümmer auf Bullenholz ehelichte, ist stets ein 'Wölpern' Besitzer des Hofes. Heute bewirtschaften Jan Wölpern und Frau bereits in 9. Generation den Hof.

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