Kutenholz in alten Ansichten

Kutenholz in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Hauschild
Gemeente
:   Kutenholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5618-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kutenholz in alten Ansichten'

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26. Dieses weichgedeckte Fachwerkhaus stand bis 1973 im Tannenkamp 7.

Anbauer Hans Bockelmann und seine Frau Anna Maria geborene Bammann, die Urgroßeltern von dem heutigen Besitzer, ließen es 1870 bauen, nachdem ihr Haus abgebrannt war. Ein Zeitzeuge berichtet, daß das Bockelmannsche Haus bei einem nächtlichen Gewitter von einem Blitz getroffen wurde, und daß es sofort in hellen Flammen gestanden habe. Seitdem habe er volles Verständnis für die Leute, die nachts beim Gewitter aufstünden. Gar zu gefährlich sei es, wenn der Blitz in ein Strohdachhaus schlüge, das dann innerhalb von Minuten lichterloh brenne. Das Strohdach, das eingelagerte Heu und Korn böten dem Feuer gar reichlich Nahrung.

Die Straße 'Tannenkamp' hieß Mitte des vorigen Jahrhunderts 'Mulsumer Heuweg'.

In der napoleonischen Zeit siedelte Johann Bockelmann sich hier weit außerhalb der Ortschaft an der Esseier Gemarkungsgrenze an. Das Meierrecht über diesen Hof übte damals die Herrschaft des Gutes Schwinge aus.

Die heutigen Hofbesitzer Hans und Tine Bockelmann ließen das abgebildete Haus 1973 abreißen und bauten sich ein neues, massives Wohnhaus und neue, geräumige, moderne Stallungen.

27. Ruheausstrahlend ist der Bliek in die Lange Straße um 1921.

Das geräumige Haus, Lange Straße 3, in der Bildmitte ließen die beiden Brüder Hermann und Martin Wichern 1910 bauen, die vorher bei ihrem Halbbruder Wilhelm Lütjen, Lange Straße 1, auf dem Hof lebten. Hermann war Schuster. Er kehrte nicht zurück aus dem Ersten Weltkrieg.

Martin verdiente sein Einkommen als Bahnbediensteter. Nebenbei betrieb er eine kleine Landwirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg wohnte der Betonwerker und Terrazzoverleger Johannes Osse mit seiner Frau bei ihm. Vor einigen Jahren kaufte der Bäckermeister Siegfried Stephanski Haus und Garten.

Vor dem Garten an der Gabelung des Birkenweges/Lange Straße war 1920 bis 1972 die Gedenkstätte für die Gefallenen beider Weltkriege.

An der rechten Straßenseite drängen der Stall vom Anbauern und Schlachter Johannes Jührs, Lange Straße 8 (heute Lührs), und das Haus vom Landwirt, Kaufmann und Eierhändler Lütje Oerding, Lange Straße 10, ins Bild.

Ein halbes Dutzend Telegrafenpfähle zeigen an, daß Kutenholz in Kürze an das Leitungsnetz des Elektroverbandes Stade angeschlossen werden kann. Am 21. Dezember brannten dann zum ersten Mal im Dorf die elektrischen Lampen auf. Im Jahre 1924 bekam die Lange Straße Straßenbeleuchtung. Interessant aus heutiger Sicht ist vielleicht, daß der Gemeinderat 1924 erwog, die Lange Straße für den Lastkraftwagenverkehr zu sperren.

28. Im Mai 1989 fiel dieses alte Niederdeutsche Hallenhaus, Birkenweg 2, der Spitzhacke zum Opfer, nachdem der Besitzer Johann Vollmer verstorben war und das Grundstück verkauft wurde.

Johann Vollmer war einer von den fünf Kutenholzer Bauern, die noch nach dem Zweiten Weltkrieg mit dem Ochsengespann fuhren. Sein Schwiegervater Hinrich Meyer war Lange Zeit der "Totengräber', in Kutenholz. Während der Verkoppelungszeit (1854-1862) bewirtschaftete der Anbauer Martin Höft diesen Hof.

Bauherr dieses alten Strohdachhauses war der Anbauer und Schmied Claus Wiebusch. Seine Schmiede soll in der ehemaligen Sandkuhle (heute Garten von S. Stephanski, Lange Straße 3) gestanden haben. Eine mündliche überlieferte Anekdote berichtet von der außerordentlicher großen Kraft des Schmieds: 'Einst hatten Bauern nahe des Dorfes auf Dirk Hauschilds Feld einen Getreide-Diemen als Zehntabgabe zusammengefahren. Der Schmied prahlte: "Den Haufen ziehen mein Pony, mein Geselle und ich alleine vom Feld." "Wenn dem so ist, kannst Du das Korn für Dich behalten. Dann ersetze ich das von meinem Hof," wettete der Vollhöfner Claus Blank. Nun, Wiebusch und sein Geselle holten den größten Wagen im Dorf herbei, luden den ganzen Haufen darauf und spannten das Pony davor. Dann ergriff der Schmied mit seinen groben Fäusten den Schwengel an der Deichsel, der Geselle packte in die Speichen und mit Hüh und Hauruck und unter Anfeuerung der Herumstehenden bewegte sich der Wagen Fußbreit für Fußbreit von der Stelle. Claus Blank hatte das Nachsehen. Der starke Schmied hatte gewonnen!'

29. Einen malerischen Eindruck vermittelt dieses Bild von der Langen Straße, aufgenommen in Richtung Dorfzentrum.

Große Laubbäume an der Straßenseite des Hauses vom Anbauern Klaus Tomforde, Lange Straße 5, beschirmten um 1930 das ältere Vorderhaus und das 1914 gebaute Hinterhaus. Eine lebende Hecke umgab Haus und Garten.

Mit Einwilligung des Pastors und den Kirchenjuraten in Mulsum kaufte der Häusling und Junggeselle Hinrich thom Fohr im Mai 1787 vom Kirchenmeyer und Halbhöfner Johann Ahrens - heute Hof Siems das vier Fach große Häuslingshaus in der Langen Straße für 84 Reichsthaler. Es war in der Zeit das letzte Haus in der Langen Straße in Richtung Sadersdorf.

Da der neugebackene Anbauer seine Familie nicht alleine von der eigenen Scholle ernähren konnte, übte Hinrich thom Fohr neben seiner anfangs sehr kleinen Landwirtschaft noch den Beruf eines Rademachers aus.

Acht Generationen der Familie Tomforde leben und wirken seit der Zeit auf dem Hof. Aus dem kleinen Häuslingshaus mit Hausgarten entwickelte sich in den gut zweihundert Jahren ein mittlerer moderner landwirtschaftlicher Betrieb.

30. Ein herrliches Bild, eine freudvolle Erinnerung an den Hochzeitstag am 5. August 1926 für Johann Fitschen und Metta Sophia Lütjen.

Stolz präsentiert sich Hinrich Lütjen mit seinem Schimmelgespann vor dem Brautwagen. Auf dem Rücksitz haben die Brautleute - Metta ganz in weiß und Johann in Gehrock und Zylinder-Platz genommen. Vorne sitzen Hinrich Lütjen, der Nachbar und Gespannführer sowie 'Brut- und Brögamsfohr' Angelus Meyer und Gustav Baumgarten.

Im Hintergrund sehen wir eine Ecke von dem Gasthaus Lütjen. Es ist das Elternhaus von der Braut. Noch ein Wort zu den Kutschwagen. Sie kamen erst kurz vor 1900 in unserer Region in Mode. Die ersten Wagen mit 'Springfedern' besaßen die Pastoren in Mulsum und Bargstedt, der Müller in Deinste sowie sein Berufskollege in Kakerbeck. Die Bauern hatten um 1870 nur Ackerwagen, auf die sie von beiden Seiten ein Korbgeflecht oder buntbemalte Bretter legten, wenn sie zur Kirche oder in die Stadt fuhren.

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