Kutenholz in alten Ansichten

Kutenholz in alten Ansichten

Auteur
:   Heinz Hauschild
Gemeente
:   Kutenholz
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5618-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Kutenholz in alten Ansichten'

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31. Familie Martin Fitschen und sein Gesinde ließen sich vor ihrem Haus, Lange Straße 13, fotografieren. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1910. Der kleine Junge vorne in der Gruppe ist Martin Holst, der den älteren Kutenholzern als Kohlen- und Düngerhändler gut bekannt sein dürfte. Die beiden erwachsenen Personen links in der Gruppe sind seine Großeltern, der Zimmermeister Martin Fitschen und seine Frau Anna.

Das neue Haus mit dem Säuleneingang ist kurz nach 1900 gebaut. Der heutige Bezitzer Hermann Vollmers hat die Ansicht des Gebäudes etwas verändert. Das alte strohgedeckte Fachwerkhaus links neben dem Neubau schufen Anno 1826 der Anbauer und Schneider Martin Fitschen und dessen Ehefrau Catharina geborene Burfeind.

Im Jahre 1962 wurde es wegen Baufälligkeit abgerissen.

32. Zwischen dem Hof von Klaus Hinrich Mießner, Lange Straße 25, und dem Haus von Heinrich Heins lag früher das Anwesen des Anbauern und Maurers Johann Peters.

Dieses niederdeutsche reetgedeckte Kübbungshaus mit heruntergezogenem Walmdach wurde in den ersten Jahrzehnten des vorigen Jahrhunderts gebaut. Die beiden letzten Generationen, die diesen Hof bewirtschafteten, betrieben neben ihrer kleinen Landwirtschaft das Maurerhandwerk.

Im Jahre 1928 wurde das Gehöft durch Schornsteinbrand eingeäschert. Nur das Backhaus blieb unversehrt. Bei diesem Feuer wurde die kleine Handdruckspritze aus Sadersdorf zum letzten Mal aktiv eingesetzt. Mit diesem Brand verlor auch die Pächterfamilie Brehm all ihr Hab und Gut und zog von Kutenholz fort. Das Haus wurde nicht wieder aufgebaut.

Schutthaufen und darüberwucherndes Gestrüpp kündigten noch mehrere Jahre von dem unheilvollen Ereignis.

33. So sah das Haus von Paul Marzog, Lange Straße 32, Anfang der dreißiger Jahre aus.

Nachdem das Haus kurz nach 1900 abbrannte, ließ der Anbauer Jacob Tomforde, der Schwiegervater von Paul Marzog, dieses Haus wiedererrichten. Typisch für die Bauweise jener Zeit ist der hohe, massive Sokkel auf dem das Fachwerk aufgesetzt wurde. Lange Zeit wohnten in diesem Haus zwei Familien.

In der Verkoppelungszeit wohnte auf dieser Hofstätte der Anbauer Jobst Meybohm. Danach lebte hier Hinr. Höft mit seiner Familie. Hinrich Höft, der kleine, schwarzhaarige Händler, ist durch die Erzählungen des Heimatdichters Hinr. Braasch als 'Stuten-Höft' bekannt.

Heute wohnen der Sattler H. Hermann Meyer und seine Familie in dem total umgebauten und renovierten Haus.

34. Gespannt schauen Johann Fitschen und seine Mitarbeiter, die sich vor der Fabrik aufgestellt haben, in die Kamera.

Schon im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts baute der zweite Sohn des Viertelhöfners Hinrich Fitschen in der Binnenweide 8 die Norddeutsche Lenkstangenfabrik. Bis zu elf Mitarbeiter waren in der Fabrik beschäftigt. Nicht nur Fahrräder und Motorräder wurden in solider Handwerksarbeit gebaut. Selbst einige kleine dreirräderige Kleinlaster wurden damals zusammengebastelt. Schweißen und Verchromen geschah in der eigenen Fabrik.

Leider konnte Johann Fitschen mit der industrieellen Fertigung der Automobile nicht Schritt halten. So mußte im Laufe der Zeit die Herstellung der motorangetriebenen Fahrzeuge eingestellt werden, später auch der Bau von Fahrrädern. Johann Fitschens Verkaufsmotto hieß: 'Führ'n Fitschen-Rad, denn he ss Du wat!'

Im Jahre 1924 verkaufte er das Grundstück samt Fabrikgebäude an Hinrich Viebrock und siedelte nach dem Bahnhof (Am Bahnhof 6) aus. Dort betrieb er mit seiner Frau jahrelang eine Fahrradhandlung und Reparaturwerkstatt. Dieses Geschäft führte sein Sohn bis in die achtziger Jahre weiter.

35. Mit einem einfachen aber flotten Wagen 'brausten' hier im März 1926 Johannes Fitschen und sein Freund Rudi Braasch die Straße 'Am Bahnhof' entlang.

Zu der Zeit war es wahrscheinlich auch noch eine Seltenheit, wenn spielende Kinder auf der Straße einem Automobil Platz machen mußten.

Die ersten Autos im Ort leisteten sich der Pferdehändler J. Braasch, der Schmied Hinr. Lührs, der Landwirt und Kuhschrothändler H. Hanschen, der Kaufmann Kl. Lührs und selbstverständlich der Fabrikant Joh. Fitschen.

Manche lustige Anekdote wissen ältere Mitbürger aus jener Zeit von den motorisierten Fortbewegungsmodellen zu berichten. So sollte Kl. Tribcke damals einem Kunden im Nachbarort ein Auto vorführen. 'De Trüchorsgang hokt an un aff son beten, sett man leeber nich trüch', informierte ihn sein Auftraggeber bei der Abfahrt. 'aha,' dachte Klaus, 'wenn dat man good geiht! Muß jo jummer sehn, dat Du vörwarts führs. Wenn dat man blots nich to ing ward bi't Dreihn op de schmale Stroot!' Klaus hatte Glück. Vor dem Haus des Kunden lag ein geräumiger Platz auf dem er ohne den Rückwärtsgang einlegen zu müssen, gut wenden konnte.

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