Lahntal in alten Ansichten

Lahntal in alten Ansichten

Auteur
:   Reinhard Richstein
Gemeente
:   Lahntal
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2255-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lahntal in alten Ansichten'

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69. Auf unserem Bild hat die Hauptstraße in Sarnau noch ein ganz anderes Gesicht und viele werden sie als diese gar nicht mehr erkennen. Den Kleinbauer Johannes Dietrich, der hier mit seiner Kuh unterwegs ist, werden indessen noch manche ältere Sarnauer in Erinnerung haben. Jedenfalls hat ihn ein Bildermacher auf dem Weg veranlaßt, sich und seiner Begleiterin eine kleine Ruhepause zu gönnen. Im Hintergrund in der Mitte ist das alte Spritzenhaus zu erkennen, in dem die Feuerwehrgeräte aufbewahrt wurden. Die Aufnahme dürfte um das Jahr 1925 entstanden sein.

70. Im winterlichen Kleid zeigt sich hier der Bahnhof Sarnau. In der Ausfahrt begriffen ist gerade der 'Express' in Richtung Biedenkopf und wie man sieht, mit Volldampf. Im Vordergrund links das Stellwerk und ganz rechts das Bahnhofsgebäude. An diesen Baulichkeiten hat sich seit dem Entstehen dieser Aufnahme äußerlich kaum etwas verändert, nur sind im Fahrbetrieb die Dampfrösser auch auf dieser Strecke um 1960 endgültig verschwunden und durch Dieselloks ersetzt worden.

71. Eine schöne Erinnerung an ein Sportfest im Jahr 1930, das der Fußballverein Sarnau veranstaltete, stellt dieses Foto dar. Die Geschichte des FV Sarnau, der später mit Goßfelden zu SG Lahnfels zusammerlfand, wurde in der Einleitung kurz erwähnt. Hier auf dem Bild ist noch das alte Gemeindehaus zu sehen, das inzwischen der Spitzhacke zum Opfer gefallen ist. Da das Ende der Fahnenstange vor dem Haus nicht sichtbar ist, läßt sich nur vermuten, daß hier die Vereinsfahne gehißt war, die so leider nicht zu sehen ist, Darm kommt aber gerade ein Kutschwagen ins Bild (vermutlich mit den Ehrengästen), der von einer prächtig geschmückten Kuh gezogen wird.

72. Der Eisgang auf der Lahn im Jahr 1930 wurde auch hier in Sarnau in einem eindrucksvollen Foto festgehalten. Die Aufnahme entstand unterhalb der alten Brücke, die inzwischen einem neuen, verkehrsgerechten übergang über die Lahn weichen mußte, welches in der Einleitung bereits Erwähnung fand. Da sich ein solches Naturschauspiel nicht allzu oft ereignet, verdient es an dieser Stelle festgehalten zu werden.

73. Die historische Sandsteinbrücke über die Wetschaft in Göttingen wurde hier kurz vor dem Abbruch im Jahre 1972 im Bild festgehalten. Sie mußte dem Moloch Verkehr weichen, dem sie zwar Jahrhunderte gedient hatte, jetzt aber wegen ihres Standortes und der geringen Breite nicht mehr gerecht werden konnte. Das Flußbett der Wetschaft mußte durch den Ausbau der Bundesstraße 62 verlegt werden. Es ist sehr bedauerlich daß dieses Jahrhunderte alte Bauwerk nicht auch, wie die alte Lahnbrücke in Goßfelden, erhalten werden konnte.

74. Ein Familienbild von besonderem Reiz haben wir hier von der Familie Rübeling in Göttingen. Der Zeitpunkt der Aufnahme ist nicht genau zu ermitteln, er dürfte vor 1910 liegen. Vor der Haustür in Possitur Obstbautechniker und Landwirt Johann-Jakob Rübeling mit seiner Ehefrau, eine geborene Schulz aus Wehrda. Die beiden Töchter im Sonntagsstaat mit Blumenstrauß. Von den Söhnen einer als Soldat in Heimaturlaub. Das Haus ist durch An- und Umbauten gänzlich verändert worden, und wird jetzt von der Familie Noll bewohnt. Sehr schön die Sandsteintreppe mit dem schmiedeeisernen Geländer und die historisch und künstlerisch wertvolle Pumpe auf dem Brunnen. Diese Schätze aus der Vergangenheit sind wohl allesamt verschwunden, wie auch die Menschen auf dem Bild,

75. Der Ortsteil Göttingen mit einer früheren Einwohnerzahl um die 200 hatte seit 1902 ein eigenes Schulhaus, in dem einklassiger Unterricht stattfand. Eine sogenannte Zwergschule hatte auch Kernbach. Auf dem Bild, das in 1927 entstand, sehen wir die gesamten Göttinger Schüler mit ihrem Lehrer Grebing vor dem Schulhaus. Herr Grebing war seit dem Bau des Schulhauses etwa 30 Jahre lang Lehrer in Göttingen. Das Schulgebäude wurde in den siebziger Jahren an Privat verkauft und dient seit dieser Zeit nur noch als Wohnhaus.

76. Alte Wassermühlen verbreiten zumeist einen Hauch von Romantik. Aber die Göttinger Mühle von Fritz Seidel war zur Zeit der Aufnahme in 1923 schon so modernisiert, daß dieser Eindruck schon damals nicht mehr entstehen konnte. Der Ursprung der Göttinger Mühle geht in das 14. Jahrhundert zurück, jedenfalls ist belegt, daß das Mühlrecht etwa 600 Jahre alt ist. Der Vater des letzten Mühlenbesitzers Wilhelm Seidel hat die Mühle um 1900 gekauft und zu dieser Zeit auch das Wohnhaus gebaut. In 1910 hat er die Mühle dann vollständig neu erbaut in der Weise, wie sie das Bild zeigt. Unter seinem Sohn Fritz Seidel erfolgte dann in 1937 nochmal eine Aufstockung und Erweiterung des Mühlengebäudes, sowie auch eine bauliche Veränderung des Wohnhauses. Als dann in den sechziger Jahren hierzulande das große Mühlensterben einsetzte, wurde auch die Göttinger Mühle stillgelegt. Rechts im Bild Mühlenbesitzer Fritz Seidel mit einem Müllergehilfen.

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