Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Josef Roth
Gemeente
:   Lahntal und Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2247-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lahntal und Taunus in alten Ansichten'

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9. Der Krieg ging fast spurlos an Weilburg vorüber. Wer von der Lahn zum Schloß blickt, möchte schon meinen, hier sei die Zeit stehen geblieben. Aber wer von den umgebenden Höhen auf die Stadt sieht, bemerkt den Ring von Neubauten, der sich seit 1924, als diese Ansicht aufgenommen wurde, allmählich um den Stadtkern gelegt hat.

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10. Auch Runkei sollte man, ähnlich wie Weilburg, nicht nur von der Lahnseite mit seinem Bilderbuchmotiv her betrachten und beurteilen. Allein der namengebende Stadtteil zählt heute etwa 1 800 Einwohner. Der Stadtbering ist seit Entstehen dieser Ansicht (1925) ansehnlich gewachsen. Rege Bautätigkeit hat auch die eingemeindeten Stadtteile und hier gerade auf der gegenüberliegenden Lahnseite den Ort Schadeck beträchtlich anwachsen lassen.

11. Unterhalb von Schadeck mündet der vom Westerwald herabfließende Kerkerbach in die Lahn. Zur Versorgung der Industriebetriebe in Steeden und Dehrn wurde Anfang der dreißiger Jahre eine Stichlinie der Lahntaleisenbahn abgezweigt. Der Vorstand der Kerkerbachbahn-Actien-Gesellschaft ließ diese Aufnahme dabei anfertigen. Der auffallend kleingewachsene Herr mit Sonnenbrille und weißem Jackett (ziemlich in der Mitte) ist der damalige Landeshauptmann Lutsch. Als Fünfter von rechts (mit Hut) steht der Abgeordnete des nassauischen Kommunal- und hessen-nassauischen Provinziallandtages und des Preußischen Staatsrates Heinrich Roth aus Montabaur (1889-1955).

12. Hinter Steeden hatte der Tiefenbach in dem Kalkgestein eine Schlucht, die 'Steedener Leer', ausgewaschen, an deren hohen Felswänden zwei Höhlen, Wildscheuer und Wildhaus, off'enstanden. Das Foto zeigt den spitzbogigen Eingang zur Wildscheuer, die 18 Meter tief und je 6 Meter breit und hoch war. Hier hatte man 1820 Überreste eiszeitlicher Tiere und von menschlichen Wohnlagern aus derselben Zeit gefunden, so daß die Höhlen wissenschaftlich von allerhöchstem Rang waren. Wildhaus mußte bereits in den zwanziger Jahren der Industrie weichen. Die Wildscheuer wurde 1953 endgültig dem Kalkabbau geopfert.

Dehrn L.

13. Nur das Schloß von Dehrn mit seinem markanten Bergfried bietet noch heute das gewohnte Bild wie in den dreißiger Jahren, als diese Ansicht entstand. Der Ort zu Füßen des Burgberges ist seither auf etwa 2 000 Einwohner angewachsen, bekam viele neue Wohn- und Industriebauten und wurde im Zuge der Verwaltungsreform nach Runkei eingemeindet. Im Schloß befindet sich jetzt die einzige Sprachheilklinik Hessens.

+

14. Die uralte Missionsstation Dietkirchen war im Mittelalter ein bedeutender kirchlicher Mittelpunkt. Davon zeugt die bis zum 13. Jahrhundert fertiggestellte ehemalige Stiftskirche St. Lubentius. Dank ihrer Lage auf hochragendem Felsen gehört sie zu den bekarmtesten Bilderbuchmotiven an der Lahn. Doch wie in Weilburg oder Runkel sollte anhand der alten Ansicht der Bliek einmal zu den 'Hinterhöfen' gelenkt werden. Diese 'Karte der Stiftung für Heimatschutz' (Verwaltungssitz Meiningen) zeigt im Vergleich zu heute manche Veränderung im Ortsbild an.

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Dom.

15. Als 1905 diese Ansicht entstand, verkehrten kleine Boote mit Dampfmaschinen auf der Lahn bei Limburg und fuhren Ausflügler an die besten Aussichtspunkte. Geblieben ist das großartige Panorama, wenngleich der Dom mittlerweile in bunter Farbenpracht prangt, während seine Mauern früher geradezu aus dem Felsen zu wachsen schienen. Gewandelt hat sich das Treiben auf dem Fluß. Was einst als exquisites Vergnügen galt und steif absolviert wurde, ist inzwischen banales Vergnügen des Massensports und des Tourismus.

16. Seit jeher ist Limburg Brückenstadt. Die nach 1315 erbaute Stadtbrücke hat längst ihren einstigen Rang eingebüßt und an die moderne Autobahnbrücke flußaufwärts, sowie an die 1968 fertiggestellte neue Stadtbrücke für die B 54 und andere einmündende Straßen abgegeben. Damit wurde auch das Bild der Brückenvorstand stärker verändert, als es zunächst den Anschein haben mag, wenn der Bliek auf dem noch stehenden Gemäuer ruht.

Verlag Auton Hötte, Limb_tlrg.

17. Die Limburger Altstadt hat weitgehend ihren Charakter bewahrt, wenngleich zwischen den alten Mauern modernes Leben quirlt. Märkte spielten im Wirtschaftsleben der Stadt früher eine ausschlaggebende Rolle. Der Neumarkt zwischen Grabenstraße und Bahnhof bot 1904, als Anton Hötte diese Karte verlegte, noch ein beschauliches Bild, das nur an Markttagen durch emsiges Treiben belebt wurde. Heute bildet der Platz eines der Einkaufsmittelpunkte der betriebsamen Stadt.

18. Zwei Ortsbereiche konnte man 1904 unterscheiden, wenn man entsprechend dieser alten Ansicht auf Diez blickte: Die von winkligen Gäßchen durchzogene Altstadt um den Schloßberg und die großzügig angelegte barocke Neustadt um den Marktplatz. Seither haben zahllose Neubauten die Hänge und Höhen erklommen. Diese Neubaugebiete legen sich wie ein weiter Gürtel um die alte Grafen- und spätere Residenzstadt. Sie bringen ungeachtet nostalgischer Wehmut,die uns beim Betrachten der Karte beschleichen mag die ungebrochene Dynamik der alten und zugleich neuen Stadt zum Ausdruck.

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