Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Josef Roth
Gemeente
:   Lahntal und Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2247-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lahntal und Taunus in alten Ansichten'

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19. Unterhalb Diez verengt sich bei Balduinstein das Lahntal. In einer Flußkrümmung baute der Trierer Erzbischof Balduin eine Burg gegen die Schaumburg (vergleiche Nr. 20). Die sich dabei entwickelnde Siedlung erhielt zwar Stadtrechte, konnte sich aber in der Talenge nie so richtig entfalten. Lange besorgte der 'Fährmann an der Lahn' den Übergang über den Fluß, bis dann die im Bild erkennbare Brücke gebaut wurde. Gegen Kriegsende sprengte man sie um des 'Endsieges' willen. 1953 wurde an ihrer Stelle die erste deutsche Spannbetonbrücke über die Lahn geschlagen.

20. Eigentlich mußte die Schaumburg 'Schauenburg' heißen, weil es von den Zinnen des Schlosses eine lohnende Rundschau gibt. Auch dürfte man nicht von Burg sprechen dieselbe ist längst verschwunden - sondern vom Schau-Schloß. Erzherzog Stephan von Österreich hatte nach der l848er-Revolution seine ungarische Heimat gegen die alte Burg vertauscht. Im Stile englischer Neugotik baute er 1850 das jetzige Schloß Schaumburg. Die alte Ansicht dürfte etwa 1896 entstanden sein.

21. Die Kulisse der bewaldeten Steilhänge ist auf diesem Streckenabschnitt noch dieselbe wie auf dem alten Foto. Noch immer blickt in der Ferne die Kirchenruine des untergegangenen Klosters Brunnenburg über die Baumwipfel. Aber kurz zuvor steigt die Lahntalstraße (B 417), die bei Diez das Lahntal verläßt, wieder ins Tal hinab und schleust regen Autoverkehr an das früher sehr viel stillere Flußufer. Trotz des seither erfolgten Ausbaus der Straße hindern die vielen Kurven die Kraftfahrer erfreulicherweise an allzu forschern Daherrasen.

Im tennter, Blick auf die Brunnenburg

Foto-Hein!

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22. Obernhof war und ist die einzige Weinbaugemeinde an der Lahn. Schon 1904 ging es da hoch her, denn auch der Kartenschreiber sendet seiner geliebten Hella in Wiesbaden 'prosit und herzl. Gruß', die sein Freund und Zechkumpan um 'Riesengrüße' ergänzt. Seit etwa 1919 wallen auch die Frommen scharenweise hierher. Die Kirche der 1802 aufgehobenen Prämonstratenserabtei Arnstein wurde von einer religiösen Genossenschaft im Geist des 19. und 20. Jahrhunderts zu einer Wallfahrtsstätte zum Heiligsten Herz Jesu ausgebaut und erfolgreich gemanagt.

23. Als dieses Aufnahme gemacht wurde, gammelte sozusagen die Burg Langenau unterhalb Obernhof - einzige Tal- und Wasserburg an der Lahn - still vor sich hin. Die damals noch nicht asphaltierte Landstraße ist heute fast rollbahngleich ausgebaut und leitet als stolze B 417 den Massentourismus hierher. Die Burg hat man historisch getreu restauriert. Sie mag befremdet auf das Treiben der Wassersportier, Camper und Ausflügler herabblieken, die sich am geschichtsträchtigen Ort an Miniatureisenbahn, Märchenbildern oder bei Weinproben ergötzen.

24. Nassau ist Stammsitz jener Grafen und Herzöge, mit deren Namen die Geschichte von Lahntal und Taunus unlösbar verknüpft ist. Seit 1630 ist die Burg Ruine, blieb aber Wahrzeichen der Stadt, das neuerdings wieder auf- und ausgebaut worden ist. Seit der Mitte des 18. Jahrhunderts verstand man es, die Bedürfnisse neu entstandener Industrie und des sich belebenden Fremdenverkehrs aufeinander abzustimmen. So wich die alte Elisenhütte (1867-1934) weniger lärmintensiven Betrieben. Umgekehrt wurden an der Lahn zahlreiche Sport- und Freizeitanlagen geschaffen.

BAD NASSAU-LAHN

AM RATHAUS

25. Noch im letzten Kriegsjahr wurde Nassau zu fast zweidrittel durch Luftangriffe zerstört. Erhalten blieb der sogenannte Adelsheimer Hof, der seit 1912 als Rathaus dient. Die Ansicht aus dem Jahr 1930 zeigt das prachtvolle Gebäude vor denspäteren Renovierungen. Sie läßt zugleich ahnen, wie sich seither die Umgebung des Rathauses verändert hat, ganz abgesehen von der geradezu beschaulichen Ruhe, die das alte Foto ausstrahlt.

26. Im Weltbad Ems kurten einst die gekrönten Häupter Europas, vom deutschen Kaiser bis zum russischen Zaren. Denen mußte man etwas bieten. So wurde 1887 die zweitälteste und steilste Zahnradbahn Deutschlands in Betrieb genommen, die heute leider vor sich hin rostet. Auf einer Strecke von 520 Metern wurde ein Höhenunterschied von 280 Metern überwunden, wobei eine maximale Steigung von 54 Prozent erreicht wurde. Die Attraktionen auf dem Gipfel des Malberges entsprachen ganz dem Empfinden der damaligen Zeit (hier 1901).

27. Zwischen Allerheiligenberg (rechts) und Burg Lahneck (links) zwängt sich wie seit Urzeiten die Lahn zum Rheintal hindurch. Vor dem Zweiten Weltkrieg, als dieses Foto entstand, gab es das Gemeinwesen Lahnstein noch nicht, zu dem 1971 Nieder- und Oberlahnstein vereinigt wurden. Ebensowenig hatte das moderne Straßengewirr seine Asphaltbänder und Betonstützen zwischen den beiden Bergen ausgespannt. Aber Schleuse und Eisenbahnbrücke stehen als Zeugen des Industriezeitalters. Übrigens ist auch die Allerheiligenkapelle neuzeitlich: sie wurde 1900 erbaut.

28. Bei der altehrwiirdigen Johanniskirche in (Nieder-)Lahnstein mündet die Lahn in den Rhein. Damals trug die Kirche noch nicht den jetzigen Anstrich, noch hatten die cleveren Patres die weitläufigen Kloster- und Schultrakte errichtet, noch kannte man die jetzigen Sportanlagen. Am Gegenufer aber sorgte der (Ober-)Lahnsteiner Hafen schon immer für mehr Betriebsamkeit.

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