Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Josef Roth
Gemeente
:   Lahntal und Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2247-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lahntal und Taunus in alten Ansichten'

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29. Immer wieder laden anmutige Tälchen, die sich zur Lahn hin öffnen, zu Wanderungen oder Fahrten in den Taunus ein. Nur selten sind es großräumige Landschaften, die den Taunus erschließen, wie etwa der 'Goldene Grund' oder die Wetterau. Meist haben kleine Bachläufe enge Kerben in das Taunusgebirge gewetzt. Stellvertretend sei eine alte Ansicht des Mühlbachtales gezeigt, das auch heute noch gerne von Wanderern auf dem Weg nach Marienfels und weiter in den Taunus besucht wird.

30. Am Ostrand des Taunus bildet die Wetterau einen natürlichen Verkehrsweg von Norden nach Süden. Diese Senke zwischen Taunus und Vogelsberg wird von Nidder, Nidda und Wetter durchflossen. Bad Nauheim bildet seit jeher wegen seiner kohlensäurereichen Kochsalzthermen einen wichtigen Badeort für Herz- und Kreislaufkranke. Der Kartenschreiber aus dem Jahre 1908 dürfte sich guter Gesundheit erfreut haben, denn er bekennt, daß er am Montagmorgen erst um vier Uhr zu Bett gekommen sei. Vortags habe er gerodelt und abends gefeiert...

31. Zurecht betrachtete sich Pfaffenwiesbach schon vor Jahrzehnten als 'Sommerfrische und Ausflugsziel im lieblichen waldumkränzten Wiesbachtal am Fuße des 486 m hohen Winterstein' . Seither ist der Ort kräftig gewachsen, aber die waldreiche Umgebung loekt nach wie vor zu erholsamen Wanderungen. Die vielgepriesene Aussicht vom Winterstein aus erschließt gut den Ostabfall des Taunus zur Wetterau. Schon in vorgeschichtlicher Zeit siedelten hier Menschen. Die altertümlich wirkende Kirche von Pfaffenwiesbach jedoch ist neueren Datums.

32. Die Kreisstadt Usingen hat schon früh Mittelpunktfunktionen wahrgenommen. Die Laurentiuskirche war Mutterkirche des Usinger Landes. In ihr hält die Gruft der Fürsten von Nassau und Saarbrücken die Erinnerung an die alten Landesherren wach. Modernes Leben umbrandet heute den Ort und wälzt sich durch alte Gassen wie neue Stadtviertel. Der Schnappschuß, vor Jahrzehnten angefertigt, läßt die Idylle eines typischen kleinstädtischen Winkels deutlich werden, wo die Federbetten aus dem Fenster ragen und Brandholz an der kopfsteingepfIasterten Gasse aufgeschichtet liegt.

33. Von 1898 bis 1907 ließ Professor Louis Jacobi und dessen Sohn, der späteren Baurat Dr. h.c. Heinrich Jacobi aus Bad Hamburg, über römischen Grundmauern, die der HessenHomburgische Regierungsrat Elias Neuhof 1747 als altes römisches Kastell erkannt hatte, die 'Saaiburg' erbauen. Ob man dem Original damit in allem gerecht wurde, ist bis heute umstritten. Aber eines der bekanntesten Ausflugsziele war der Platz schon vorher, wie diese Karte aus dem Jahre 1893 beweist. Links oben sieht man noch den Zustand des Geländes vor der Restaurierung.

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34. Bad Hamburg liegt 'vor der Höhe', also am Rande der östlichen Ausläufer des Taunus. Schon die Römer schätzten die elf kohlensäurehaltigen Kochsalz- und 'Stahlquellen'. In unserem Jahrhundert errang es den Ruf, 'einer der schönsten Badeorte Deutschlands' zu sein. Die Karte - im Jahr 1900 abgestempelt - spiegelt deutlich dieses Selbstbewußtsein. Der Rang des Bades blieb unangefochten, der Stil, in dem es sich präsentierte oder in dem man heute dort zu kuren pflegt, haben sich erheblich gewandelt.

35. Als 'Tor zum Taunus' wird Oberursel angesehen. Ein Bliek auf die Karte zeigt, daß der Anspruch nicht zu hoch greift: Nahe liegen die Großstadt Frankfurt, die Berge des Hochtaunus und die anderen Badeorte im und am Taunus. Der früher üblichen Werbung entsprechend, nimmt das Gasthaus 'Zum Bären' den Großteil des Kartenbildes ein, das rechts oben allzu rasch und unbeschwert den Bliek auf den Feldberg freigibt. Bei der links oben gezeichnete Sicht auf Oberursel dürfte schon damals ein bißchen gemogelt worden sein.

36. Bei Kahlbach hält der Bonifatiusbrunnen das Andenken an den 'Apostel der Deutschen' wach, der von Papst Gregor Il. mit der Missionierung der germanischen Länder beauftragt worden war. Als er 754 ermordert wurde, hat man seinen Leichnam rheinaufwärts und dann über den Taunus nach Fulda transportiert, wo er beigesetzt wurde. Mehrere Stationen dieser denkwürdigen 'Reise' kennt man bis heute im Rheinland, eine davon hier bei Kahlbach. Das Foto zeigt den Zustand des Bonifatiusbrunnens Anfang der dreißiger Jahre.

Gruss aus eronberg.

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37. Kronberg, das sich 1899 noch Cronberg schrieb, verdankt dem Schutz des Altkönig, an dessen Südabhang sich der Ort erstreckt, ein besonders günstiges Klima. Der von Kühen gezogene Leiterwagen mag daran erinnern, daß ein landwirtschaftlicher Erwerbszweig, der Obstanbau, Kronberg weltberühmt gemacht hat. Dank der Gunst des Klimas erreichten die 'Kronberger Erdbeeren' eine hervorragenden Qualitätsstandard. Die Haine mit Edelkastanien erzeugten Früchte, die selbst solchen italienischer Herkunft vorgezogen wurden.

38. Der Kranz waldreicher Berge, darunter das Feldbergmassiv, der Königstein umgibt, ist auf dieser alten Panorama-Fotografie gut zu erkennen. Die Burg spielte in der Geschichte des Taunus eine wichtige Rolle bis ins 18. Jahrhundert hinein. Sie befand sich im Besitz mehrerer einheimischer Adelsgeschlechter, darunter der Münzenberger, Falkensteiner und Eppsteiner, dann Kurmainz und zuletzt der Franzosen, die 1796 die Burg einfach sprengten. Heute hat sie die friedliche Funktion, den Ausflüglern als ausgezeichneter Aussiehtspunkt zu dienen. Man sollte ähnlich auch mit anderen militärischen Anlagen verfahren nicht nur im Taunus!

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