Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Josef Roth
Gemeente
:   Lahntal und Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2247-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lahntal und Taunus in alten Ansichten'

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39. Mit 881 Metern ist der Große Feld berg die höchste Erhebung im Taunus. An dieser Stelle gründete August Ravenstein mit 20 Frankfurter Bürgern 1868 den Taunusclub, der bis heute weiterbesteht im Verband der Deutschen Gebirgs- und Wandervereine e.V. Der Verein errichtete 1901/02 diesen Aussichtsturm. Die Ansicht stammt aus dem Jahre 1905. Ein Flugzeugunglück zerstörte während des Zweiten Weltkrieges sämtliche Feldberggebäude. Der Turm erhielt 1950 einen Nachfolger und dann eine Konkurrenz, die ihn gnadenlos in den Schatten stellt.

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40. Erst 1950 wurde Eppstein offiziell Stadt. Als Wohn- und Ruhesitz war der Ort dank seiner Lage im idyllischen Lorsbachta1 schon immer beliebt. Die Ansicht aus dem Jahre 1898 nennt den italienischen Consul Baron von Neufville als einen der prominenten Immobilienbesitzer in Eppstein. Offenbar hat so etwas der damaligen Schickeria imponiert. Die Burgruine hat man geschichtsbewußt schon 1831 restauriert. Wir Ausflügler von heute danken es den Vorfahren!

Schloßborn im Hochtaunus

41. Schloßborn spielte als uralter Pfarrort eine wichtige Rolle für die Umgebung, wobei es mit Eppstein und den dortigen Herrschern besonders eng verbunden war. Als 1803 Kurmainz aufgelöst wurde, fiel Schloßborn mit dem Oberamt Königstein an Nassau. Ursprünglich schlicht 'Bom' geheißen, nahm der Ort 1816 den jetzigen Namen an. Die herrliche Umgebung ist bis heute das größte Kapital des Erholungsortes, auch wenn es längst nicht mehr so geruhsam zugehen mag, wie es dieses alte Stimmungsbild wiedergibt.

luftkurort Niedernhausen i. Taunus. Blick vom Feldbergweg

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42. Über die Hohe Kanzeloder den Kellerskopf kann man den Hochtaunus verlassen und nach Niedernhausen hinabsteigen. Etwa seit 1900 verstand es der Ort, sich die geographischen Vorzüge zunutze machen und seinen Ruf als Luftkurort begründen. Als Eisenbahnknotenpunkt - hier zweigt die Linie nach Wiesbaden von der Bahnstrecke LimburgFrankfurt ab - erhielt und behielt Niedernhausen zudem auch eine verkehrsmäßige Bedeutung, die durch die nahe Autobahn kaum geschmälert wurde. Der Bauboom der Nachkriegsjahre hat allerdings das Ortsbild stark verändert.

43. Idstein wurde früher das 'Nassauische Rothenburg' genannt. Heute, da der Begriff 'Nassau' nicht mehr so geläufig, zumindest aber mißverständlich ist, sagt man lieber 'das Rothenburg im Taunus'. Der Zeichner im Jahre 1900 scheint aber weniger von den alten Bauten angetan gewesen zu sein, die Idstein jenen Ruf eintrugen. Er schwärmte offenbar für Modernes, etwa die Baugewerkschule. Vielleicht war sein Auftraggeber, wohl das Hotel 'Deutscher Kaiser', an der eigenwilligen Themen- und Motivwahl 'schuld'.

44. Cam berg im Herzen des Goldenen Grundes hat sich als bekarmter Kneipp-Kurort inzwischen zu Bad Camberg gemausert. Als 1897 diese Ansicht entstand, war hier von Kneipp kaum die Rede, denn erst 192 7 nahm das Kneippbad offiziellen Charakter an. Besonders in der Nachkriegszeit ist Cam berg erheblich gewachsen, nur die Kreuzkapelle grüßt noch heute in relativer Abgeschiedenheit wahrzeichenhaft weithin. Auch der Bereich um das Obertor hat sein damaliges Aussehen bis heute bewahrt. Beharrung und Bewegung haben sich offensichtlich die Waage gehalten.

45. Anders als der weiträumige Goldene Grund verengt sich das Weiltal oft bis auf beinahe schluchtartige Talpassagen. Gleichwohl hat es seit jeher für den Nord-Süd-Verkehr im Taunus eine erhebliche Bedeutung gehabt. Das angeblich älteste Pfarrhaus in Deutschland in Rod an der Weil wacht burgartig über dem Tal- damals wie heute! Die eigentümliche Bauweise dieses Hauses hat die Vermutung genährt, daß es sich um eine alte Befestigungsanlage handele, die zur Beherrschung der Straße gedacht war. Mögen die frommen Bewohner von heute Segen über die unten vorbeieilenden Menschen herabflehen!

46. Eine uralte Nord-Süd-Verbindung zieht als Hühnerstraße von Limburg nach Wiesbaden. An einer Etappe dieser Straße wurde 1525 anstelle eines Heiligenhäuschens eine Kirche zu Ehren 'Unserer Lieben Frau zum Honerberg' errichtet. Dabei lebte 1569 ein Markt auf. Genau 100 Jahre später wurde die Kirche abgebrochen. Die Ortsbezeichnung Hühnerkirche blieb bis heute. Der Gasthof war und ist eine beliebte Raststätte. Das alte Foto atmet noch die Geruhsamkeit, mit der man weiland diese Stelle kreuzte auf dem Weg vom Limburger Becken zur Landeshauptstadt oder vom Goldenen Grund ins Aartal.

47. Hahnstätten in Nassau - da wußte damals jeder genau, wo dieser Ort liegt. Äußerst Ianglebig hat das alte Herzogtum Nassau (1815-1866) sich im Bewußtsein der Bevölkerung halten können, zumal es politisch in der preußischen Provinz Hessen-Nassau als Verwaltungseinheit bestehen blieb. Erst als die Besatzungsmächte nach 1945 die Landesgrenze zwischen Hessen und dem synthetischen Bundesland Rheinland-Pfalz zogen, wurde quer durch Taunus, Lahntal und Westerwald auch diese Erinnerung auseinanderdividiert. Der Ort liegt an der Aarstraße, einer weiteren wichtigen Nord-Süd-Verbindung im Taunus.

48. Verläßt man die Aarstraße in östlicher Richtung, gelangt man nach Daisbach. Nur ganz wenige Neubauten erst haben auf dieser Ansicht moderne Tupfer in das herkömmliche Bild eines typischen Taunusdorfes mit bäuerlicher Lebensart gebracht. Die malerische Fachwerk-Baugruppe ist wohl eines der malerichsten Kulturdenkmäler dieser Art im Taunus. Pfarrhaus (1670) und Kirche sind zu einer harmonischen Einheit zusammengewachsen.

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