Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Josef Roth
Gemeente
:   Lahntal und Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2247-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lahntal und Taunus in alten Ansichten'

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49. Westlich der Aarstraße bildet der Dörsbach ein anmutiges Tal, in dem Laufenselden liegt. Der Ort gehört mit anderen heute zur Großgemeinde Heidenrod. Die Eigenwerbung hat auch heute noch ihre Berechtigung, wenn man an die schönen Fachwerkhäuser in der Hundsgasse denkt oder an die alte evangelische Kirche mit ihrem romanischen Turm und der wertvollen Einrichtung sowie an die katholische Kirche mit der schönen Muttergottes.

50. Folgt man weiter dem Aartal in Richtung Wiesbaden, so bemerkt man bald die Burgruine Hohenstein, die einst von den mächtigen Grafen von Katzenelnbogen (vergleiche Nr. 52) errichtet worden ist. Zu ihren Füßen bestand der Ort das 'Tal', dessen Niedergangaber schon im Dreißigjährigen Krieg einsetzte. Im 17. Jahrhundert versuchte man dies durch hier stationierte Kriegsinvaliden aufzuhalten, vergebens. Was blieb, war die Kapelle. Die moderne Aarstraße hat indessen wieder reges Leben an diesen geschichtlichen Platz gebracht. Sie führt von Diez her in den Taunus.

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51. Bis 1875 hieß Bad Schwalbach Langenschwalbach. Ursprünglich kurmainzisch, hatten es im 14. Jahrhundert die Grafen von KatzeneInbogen zu ihrer Herrschaft Hohenstein (vergleiche Nr. 49) gezogen. Die Entwicklung des Bades setzte 1569 ein. Es entwickelte sich zu einem regelrechten Modebad für Adel und Prominenz. Das Stahlbadehaus entstand 1828 als erster Schritt zur Modernisierung. Als diese Karte hergestellt wurde (1897), weilte gerade die Kaiserin von Österreich zur Kur hier. Mancher Heilungsuchende kam zu spät, wie etwa der Enkel des berühmten Ritters von Berlichingen (1788). Eine Schwalbe macht eben noch keinen Sommer ... !

52. Wo am Fuße des Horstberges der Fischbach in den Dörsbach (vergleiche NI. 49) mündet, liegt der Stammsitz des gleichnamigen Grafengeschlechtes, das nicht nur in seinen Stammlanden von größter geschichtlicher Bedeutung gewesen ist, sondern zeitweise die Geschicke des alten Reichs mitbestimmte. Den Katzenelnbogener Bürger bekam die Berühmtheit ihrer Herrscher nicht immer gut. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Burg und Ort fast völlig zerstört. Das spätere Schloß baute ein Junker von der Leyen.

53. Nastätten schmiegt sich in eine Talweitung des Mühlbaches (vergleiche Nr. 29). Im 'Einrich', dem nordwestlichen Zipfel des Taunus zwischen Rhein, Lahn und Aar, übt der Ort heute eine Mittelpunktsfunktion aus. Wenige Kilometer östlich führt die Bäderstraße (B 260) vorbei, die Bad Nassau mit Wiesbaden verbindet und die wir bereits in Bad Schwalbach (vergleiche Nr. 51) überquert haben. Die Verbindung zum Rhein schafft heute allein die von Katzenelnbogen heranführende B 274. Früher verkehrte weitaus gemütlicher zwischen hier und St. Goarshausen die Kleinbahn.

54. Südlich von Nastätten bei Zorn schlug 1866 die herzoglich-nassauische Armee ihre letzte Schlacht. Als das verbündete Österreich den Krieg gegen Preußen verlor, machten sich die in Koblenz stationierten preußischen Truppen auf den Weg über den Taunus nach Wiesbaden zur Besetzung des Herzogtums. Die 'Schlacht' von Zorn forderte einen Gefallenen. Das seltene Foto zeigt zwei nassauische Soldaten. Rechts Anton Roth aus Holler im Westerwald (t 1906). In Günzburg, wo sich das Gros der nassauischen Heeres befand, nahm er am Abschied von Herzog Adolf teil.

55. Den friedlichen Kontrast zum Schlachtfeld bildet das Kloster Schönau zwischen Zorn und Strüth. Hier lebten einst Nonnen des Prämonstratenserordens. Eine von ihnen war die Mystikerin Elisabeth, deren Schriften und Visionen das abgeschiedene.Schönau zu einem Begriff für das mittelalterliche Geistesleben gemacht haben. Nach dem Zweiten Weltkrieg haben zeitweise aus dem Osten vertriebene Prärnonstratenser-Chorherren versucht, die alte Tradition wiederaufleben zu lassen. Aber die geistigen und gesellschaftlichen Voraussetzungen sind grundlegend andere geworden!

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56. Die Loreley ist zur bekanntesten Felsklippe des Taunus geworden, seitdern sich die Rheinromantik derselben bemächtigt hat. So mag mancher Leser zunächst verwundert fragen, 'ich weiß nicht, was soll es bedeuten', daß eine solche Ansicht in einem Buch über den Taunus Aufnahme gefunden hat. Die staatlichen Behörden denken da anders, haben sie doch die Verwaltungseinheit des nordwestlichen Taunus kurzerhand Loreleikreis getauft.

57. Die Loreley galt während des Ersten Weltkrieges als strategisch wichtiger Punkt. So wurde von der Garnison in Oberlahnstein zeitweise ein Zug Soldaten abgestellt, der den Felsen mit der gefährlichen Stromenge und dem anscheinend gefährdeten Eisenbahntunnel zu bewachen hatte. Kornmandiert wird dieser Trupp von Unteroffizier Johannes Ebert aus Bieber, den wir schon als unbeschwerten Gießener Studenten (vergleiche NI. 5) kennengelernt haben.

58. Der südwestliche Taunusabfall ist unter dem Namen Rheingau bekannt. Oberhalb Rüdesheim wurde 1877-1883 das National-Denkmal der Germania erbaut 'zur Erinnerung an die sieg- und erfolgreiche einmütige Erhebung des Deutschen Volkes und an die Wiederaufrichtung des Deutschen Reiches'. Seit 1884 gelangte man durch eine Zahnradbahn (ab 1954 Seilbahn) zum Denkmal. Auch ohne allzu großen Patriotismus ist der Aufstieg der Aussicht wegen noch immer lohnend.

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