Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Lahntal und Taunus in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Josef Roth
Gemeente
:   Lahntal und Taunus
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2247-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lahntal und Taunus in alten Ansichten'

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69. Schierstein gehörte ursprünglich zum Rheingau, 1926 wurde es nach Wiesbaden eingemeindet. Mit Befremden liest man auf dem Kartengruß von 1898 das Bekenntnis: 'Nach eifrigem Rudern hier - sitzen wir bei gutem Bier.' So etwas, wo doch der Rheingauer Wein mehr als eine Alternative ist! Hätten die Sportsleute nach dem 'Rheingold' verlangt, das in Schierstein als Sekt auf den Tisch kommt - man könnte es noch verstehen! J edenfalls erhielt Schierstein durch die Industrieansiedlung im 19. Jahrhundert und durch den Ausbau des Rheinhafens eine von anderen Rheingauorten abweichende Note.

70. Schon 1852 nannte man Wiesbaden 'Weltkurstadt'. Ungeachtet der Einverleibung Nassaus nach Preußen konnte dieser Ruf bis zum Ersten Weltkrieg noch gesteigert werden. Erst dann verblich der einstige Glanz. Eingemeindungen von Orten des Rheingau und Taunus stellten das städtische Wirtschaftsleben auf neue Füße. So ist die hessische Landeshauptstadt (seit 1945) stärker als je zuvor eine Taunus-Stadt geworden. Am Neroberg, von dem diese Ansichtsmotive stammen, hatte sie schon damals den Taunustand erklommen.

71. Der 'Andresemarkt' (Andreasmarkt) muß vor der Jahrhundertwende auf die Landbevölkerung des Taunus noch eine weit größere Anziehungskraft besessen haben als heute, wo man schon fast der Attraktionen müde ist. Der volksfestartige Markt bot aber auch den Krämern, Trödlern und Bauern aus dem Taunus ein Gelegenheit, in der Großstadt Wiesbaden gut zahlende Käufer anzusprechen. Offenbar hat der Zeichner eine solche Szene karikieren wollen.

72. Die Originalfotografie aus dem vorigen Jahrhundert zeigt das damalige Aussehen der Walkmühle in Wiesbaden. Der einstige Wiesengrund bekam längst ein 'zivilisierteres' Aussehen und noble Nachbarschaft. Parallel zur Aarstraße führt die Walkmühlstraße an vornehmen Villen vorbei zur eigentlichen Walkmühle. Sogar ein Filmstudio ließ sich nahebei nieder.

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73. Wo die Hühnerstraße (vergleiche Nr. 46) vom Taunuskamm nachs Wiesbaden hinabsteigt, wurde anstelle eines älteren Jägerhauses 1824 das Jagdschloß Platte fertiggestellt. In dem ausgedehnten Revier veranstalteten die Herzöge von Nassau große Jagden. Ein feindlicher Angriff legte 1945 das schmucke Schloß in Trümmer und ließ der Erinnerung an glanzvolle Zeiten nur eine klägliche Ruine und die eigene Phantasie.

74. Auch Rambach gehört in die Reihe jener Taunusorte, die nach dem Ersten Weltkrieg nach Wiesbaden eingemeindet wurden (vergleiche NT. 70). Für Rambach war 1928 das Schicksalsjahr. Für die fröhliche Gesellschaft aus Wiesbaden, die 1898 im Gasthaus 'Römerburg' eingekehrt war, konnte ein solcher Ausflug jenachdem schon einer Tagesreise gleichkommen.

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Gasthaus zum welssen Ross. Bes. Heinr. Müller.

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75. Auf einen ersten Aussichtsturm aus Holz auf dem 475 Meter hohen Kellerskopf folgte 1898 der steinerne, der heute noch steht. Das alte Bild zeigt noch das Gasthaus, das 1928 abgebrannt ist. Vier Jahre später wurde der Nachfolgebau fertiggestellt. Neben der 1889 von Taunusclub erstmals angeregten Attraktion bietet sich der erst jüngst nach Wiesbaden eingemeindete, geographisch aber ganz im Taunus liegende Ort zur Erholung an.

76. Anders als Wiesbaden, das seine Stadtgrenzen weit in den Taunus ausgreifen Iäßt, bleibt Frankfurt in Distanz. Doch auch hier hat sich die Großstadt längst an den Taunus herangetastet. Ländliche Atmosphäre genoß man schon früher beim 'Äppelwoi' (Apfelwein) in gemütlichen Kranzwirtschaften der Vororte oder Dörfer am Taunus. Wie es dabei 1904 zuging, hält unnachahmlich diese Karte mit der Einladung an 'Karline' fest: 'Wir woll'n nach Seckbach geh'n.' Die Verse ließen sich zu einer heiteren Melodie singen.

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