Langenaubach in alten Ansichten

Langenaubach in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Georg Quarta
Gemeente
:   Langenaubach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3035-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Langenaubach in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

5. Bis in den Ersten Weltkrieg hinein nannte man es das Gasthaus 'Zum Goldenen Löwen'; es ist das Eckhaus an der Schulstraße rechts, zur 'Broaicht' hin. Auf dieser Postkarte, sie stammt etwa aus dem Jahr 1907, bestätigen einige 'gestandene Männer', daß sie 'hier zusammensitzen', und was das bedeutete, erfuhren dann meist etwas später ihre Ehefrauen.

So mancher 'Reisende' wird auf dem Weg bei Theodor Webers Wirtschaft noch einmal angehalten haben. Den Namen erhielt das Gebäude nach Webers Frau Hermine Pletz: es ist heute noch als 'Pletze Haus' allgemein bekannt.

Der Saal, auf unserem Foto als Querbau gut zu erkennen, wurde in der Mitte der dreißiger Jahre abgerissen und 1937 durch ein Schulgebäude mit einem Klassenraurn, Schulküche und einer Aula im Obergeschoß ersetzt. Heute dient es der Langenaubacher Freiwilligen Feuerwehr als Fahrzeug-, Geräte- und Versammlungshaus.

. j- l:
. ~
~
; --

rr-: ~_:. ß.._ :: ?.? .JO ??

- .

--~

6. Die ersten schriftlichen Zeugnisse über eine Schule zu Langenaubach sind uns in der im Jahr 1819 begonnenen Niederschrift einer Schulchronik überliefert; doch darin erfahren wir auch, daß bereits seit dem Jahr 1660 Lehrer in Langenaubach mit Namen genannt werden. Der erste von ihnen, Johann Reiffenberger, unterrichtete über fünfzig Jahre mehrere Generationen der Dorfbevölkerung. Doch auch davor schon gab es hier 'Lehrer', es waren meist Hilfsgeistliche oder begabte Bauersleute, die uns namentlich nicht bekannt wurden. Sie hielten ringsum in den Häusern Unterricht und wurden dafür meist mit Naturalien bezahlt.

Mit dem Bau des Schulhauses im Jahr 1817 (wir sahen es auf den Bildern zu Beginn dieses Buches) kehrte dann eine gewisse Ubersichtlichkeit und Ordnung in den Schulbetrieb ein. Die Lehrer sind nun 'fest bestallt', sie werden Schulgehilfen, 'Schulvikare', und nachdem die Bevölkerung und somit auch die Schülerzahl weiter anwuchs, zu vollgültigen Lehrern des Dorfes.

Auf diesem Foto sehen wir zur Zeit der Einweihung des neuen großen Schulhauses im Jahr 1911 Lehrer Kilp mit seinen Kindern.

.-

7. Mit einem von den Anwesenden begeistert aufgenommenen 'Hoch' auf seine Majestät, Kaiser Wilhelm II., beendete Landrat von Zitzewitz seinen Festvortrag zur Einweihung der neuen Volksschule in Langenaubach am 16. November 1911, so lesen wir in einem Zeitungsbericht aus jener Zeit.

Für Kreisbaumeister Röver war es der 25. Schulneubau im Dillkreis. Das stattliche Gebäude löste das alte kleine Schulhaus von 1817 ab, das nur aus einem einzigen Klassenzimmer und einer einräumigen Lehrerwohnung bestand und schon lange nicht mehr den Notwendigkeiten eines geregelten Schulbetriebes entsprochen hatte. Die Schülerzahl war zu Beginn des neuen Jahrhunderts auf fast 60 angewachsen, und eine Klasse mußte zeitweilig im Rathausgebäude unterrichtet werden.

So wurde die Einweihung der ersehnten neuen Schule zum Dorffest, wie sich aus dem Foto unschwer erkennen läßt; denn ziehen wir einmal eine bestimmte Zahl von Ehrengästen ab, so erkennen wir auf dem Bild mehr als vierhundert (!) Personen, das ist weit über die Hälfte der damaligen Einwohnerzahl des Dorfes!

8. Dieses Foto, das Langenaubacher Kinder mit ihren Lehrern Heinrich Nöll (links) und Kar! Stoll zeigt, dürfte zu Beginn der zwanziger Jahre entstanden sein. Heinrich Nöll war von 1899 bis 1927 1. Lehrer in Langenaubach, nachdem er zuvor bereits seit 1883 die 2. Stelle, die eines 'Lehrvikars', innegehabt hatte; insgesamt unterrichtete er mehr als 43 Jahre hier. Gesundheitliche Gründe veranlaßten ihn, im Sommer des Jahres 1927 um die Pensionierung nachzusuchen; am 5. Oktober starb er und wurde (wie wir in der Schulchronik lesen) am 8. Oktober 1927 unter zahlreicher Beteiligung des Dorfes und der Lehrerschaft zu Grabe getragen.

Sicherlich ist diese hohe Zahl von Dienstjahren an ein und demselben Ort der Beweis dafür, daß Heinrich Nöll in Langenaubach erfolgreiche pädagogische Arbeit geleistet hat. Somit ist es auch nicht verwunderlich, wenn sich gerade an sein Wirken so manche bis heute unvergessene Anekdote knüpft.

Ähnlich lange Zeit, nämlich von 1913 bis 1950, war Kar! Stoll in Langenaubach tätig. Auch er, der von 1936 bis 1950 hier Schulleiter war und hochbetagt zu Beginn der siebziger Jahre im benachbarten Haiger starb, blieb bis heute in unserem Dorf unvergessen.

9. Dieses Haus ist eines der schönsten unter den alten Langenaubacher Häusern: 'Mehlerschhennersch Haus' auf der linken Seite der zur 'Bracht' hin ansteigenden Schulstraße (heute Lähbachstraße). Nach dem großen Dorfbrand von 1813 entstanden, beweist es in der Fachwerkgestaltung insbesondere des Obergeschosses meisterliche Zimmermannskunst. Auf dem Rähmholz der Vorder- und Giebelseite zieht sich, heute säuberlich weiß ausgemalt, folgender Spruch entlang:

Gott der geholfen aus viel noth hat auch beschert das liebe brod Herr bewahr vor Jammer und Schade uns und dies Haus durch deine Gnade vor feuer und vor wassers Noth

behüt uns vor diebstahl mord und schnellen Tod behüt uns durch Jesu Christum amen.

Auf dem Foto von 1912 sehen wir von links: Ewald Schneider, Heinrich Schneider, Adolf Schneider, Edmund Schneider und Hedwig Schneider.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek