Langenaubach in alten Ansichten

Langenaubach in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Georg Quarta
Gemeente
:   Langenaubach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3035-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langenaubach in alten Ansichten'

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15. Langenaubach war früher schon - und ist auch noch heute - bekannt für eine Anzahl besonders interessanter, ja origineller Menschen. Einer von ihnen war zweifellos der bereits genannte Wilhelm Karl Fries, über lange Jahre hinweg als Gemeindeförster eine geachtete Persönlichkeit im Dorf.

Geboren am 16. Oktober 1845, war ihm bis zu seinem Tod am 8. März 1934 ein langes und erfülltes Leben geschenkt. Viele Menschen kreuzten seinen Weg, und die älteren Einwohner des Dorfes werden sich gern und lebhaft gerade an ihn erinnern. Er - Veteran der kriegerischen Ereignisse von 1866 bis 1871 - befaßte sich später engagiert über Jahrzehnte hinweg nicht nur erfolgreich mit der ungleich friedlicheren Arbeit in und an unserem Wald, er war es auch, der im Jahr 1904 dem rühmlich bekannt gewordenen Haigerer Förster Beh1en bei den ersten Ausgrabungen im Schuttkegel des 'Wildweiberhäuschens' tatkräftig zur Seite stand.

16. Im letzten Jahr des Ersten Weltkrieges trat Hermann Conrad den Dienst als Bürogehilfe und Polizeidiener in seiner Heimatgemeinde Langenaubach an - und 1958 konnte er auf eine 40jährige Dienstzeit zurückblicken. Nun war er 76 Jahre alt und versah Büro- und Verwaltungsarbeit weiterhin zur vollsten Zufriedenheit des Dorfes und seiner Bürger. In diesen langen Jahren hatte er sich die Achtung und Zuneigung der Langenaubacher erworben - und er ist bis heute bei ihnen in guter Erinnerung geblieben.

Hermann Conrad tat seinen Dienst unter sieben (!) Bürgermeistern, eine Tatsache, die für ihn, seine Arbeit und sein mitmenschliches Verhalten spricht.

Auf diesem Foto aus dem ersten Jahrzehnt seiner Tätigkeit sehen wir ihn bei einem Gang durch das Dorf, zusammen mit seiner Schäferhündin Helrna.

17. Die Frucht der Erden muß hier gemahlen werden, so lesen wir auf dem Rähmholz links über dem Eingang zu 'Röders Mühle ', die man bis heute immer noch ganz einfach 'de Mehl' nennt. Sie gehört zu den ältesten Gebäuden im Dorf und blieb im Feuersturm des großen Brandes von 1813 verschont.

Einst war der Aubach ein rechter Mühlenbach: zumindest neun Mahlmühlen waren es, die seine Wasser auf ihrem Weg vom Hohen Westerwald herab in Bewegung hielten. Noch zwei davon waren im Jahr 1961 in Betrieb; 'Röders Mühle' stellte die Mahlarbeit endgültig im Jahr 1972 ein. Eine ausführliche 'Mühlengeschichte des Aubachs' muß und wird sicherlich noch geschrieben werden. Unterlagen und detaillierte Berichte hierüber liegen vor; leider läßt der vorgeschriebene Umfang dieses Bildbuches weitere Angaben nicht zu.

Unser Foto, es stammt etwa von 1926/27, zeigt von links: Ernst Lang, Mathilde Röder, Eisa Röder, Hermann Röder, Elise Röder, Frieda Röder, Emilie Schneider und Edmund Schneider. Im Fenster erkennt man Lina Röder.

18. In der Mitte des vorigen Jahrhunderts stand in Langenaubach die Schafzucht in voller Blüte. Sie hatte ihren höchsten Stand im Jahr 1840, als man hier 513 Tiere zählte, nahm dann aber kontinuierlich ab und kam zwischen 1956 und 1958 ganz zum Erliegen. Zu Beginn der sechziger Jahre gab es allerdings schon wieder 32 Tiere, und bis heute ist ihre Zahl auf etwa 80 bis 90 gestiegen.

Das Foto zeigt eine Schafwäsche im Aubach bei 'Elmuchs Brücke' zu Beginn der dreißiger Jahre. Die rund 300 Tiere bildeten damals eine gemeinsame Herde, und jede Schafhalter-Familie war verpflichtet, zum großen Wasehen vor der Schafschur zumindest einen Helfer abzustellen. Nach der 'Wäsche' wurden dann die Tiere 'zum Trocknen' auf den Lindenberg getrieben. Dort war bereits eine Stellage aufgebaut worden, auf der sie danach geschoren wurden.

19. Und hier sehen wir nun endlich einmal ein Bild, das etwas zeigt, wovon bisher - merkwürdig genug für einen Bildband, der dörfliches Leben darstellt - überhaupt noch nicht die Rede war: ein Stück Landwirtschaft, zumindest ein bißchen davon.

über die Rolle, die die Landwirtschaft für unser Dorf im allgemeinen spielte, sollen zum Abschluß des Buches noch ein paar Worte gesagt werden, konzentrieren wir daher unsere Aufmerksamkeit einmal ganz auf das Foto selbst. Im Mittelpunkt stehen zwei Frauen: 'Elmuchs Berta' (links) und 'Stoms Ernestine'. Letztere hält ein Getreidebündel unter dem Arm; sie hat es wohl gerade geschnitten, wie die Sichel in ihrer rechten Hand beweist. Das Schneiden in stets gebückter Haltung bedeutete für diese Frauen Schwerarbeit. Einfacher ging es da schon mit der Sense; auch mit ihr wußten die Frauen umzugehen, wie wir annehmen dürfen.

Der Leser und Betrachter ist nun aufgefordert herauszufinden, an welchem Platz dieses Bild aufgenommen wurde. Befinden sich die beiden Frauen hinter 'Elmuchs Häuschen' am Aubach, oder handelt es sich bei dem Gebäude im Hintergrund um ein Haus an der unteren Mittelstraße (heute Schultheißstraße)? Dies eindeutig zu bestimmen, ist dem Verfasser bisher nicht gelungen.

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