Langenaubach in alten Ansichten

Langenaubach in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Georg Quarta
Gemeente
:   Langenaubach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3035-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langenaubach in alten Ansichten'

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20. Es war schon ein tolles Gefährt, das sich einige Aubacher - es mag etwa Ende der zwanziger Jahre gewesen sein - da zusammengebaut hatten. Der prächtige Schlitten mit dem passenden Namen 'Eisvogel' hatte nicht nur entsprechend wichtiges Zubehör aufzuweisen (siehe das stabile Lenkrad, Lampen und Hupe) - es fuhr sogar!

Hier sehen wir die stolze Mannschaft mit dem Fahrzeug auf 'Elmuchs Brücke'. Wir erkennen am Steuerrad Paul Bruch, hinter ihm seine Frau, dann Wilhelm Schüler ('Wemersch'), Wilhelm Bruchschmidt ('Gotthards'), Wilhelm Dittmann ('Eugens') und Willi Kaiser ('Elmuchs').

21. In den zwanziger Jahren erfaßte die Motorisierung mehr und mehr auch das sogenannte flache Land. Hier präsentiert sich - wir sind etwa im Jahr 1930 - Wilhelm Haupt als stolzer Besitzer eines NSU-Motorrades, und wir dürfen annehmen, daß es sich dabei um eine der ersten starken Maschinen dieses Typs in Langenaubach gehandelt hat.

Da Wilhelm unter den vier Brüdern, die 'Haupts Bruch' (siehe auch Foto Nr. 24!) als Familienunternehmen betrieben, für die kaufmännischen Belange zuständig und somit oft geschäftlich unterwegs war, kam ihm das Kraftrad als 'fahrbarer Untersatz' natürlich besonders zustatten.

Er stellte sich dem Fotografen übrigens in der Bachgasse, wie man leicht erkennen wird.

22. Dieses Bild besticht durch die von ihm ausgehende Beschaulichkeit und Ruhe. Es wurde etwa im Jahr 1932 gemacht. Wir befinden uns am oberen Ausgang des Dorfes, an der Straße, die vom Hohen Westerwa1d zum Dilltal herunterführt. Fast fühlen wir uns dabei in die Lage eines Wanderers versetzt, der auf dem fünf Kilometer langen Weg von Rabenscheid herab den Wald gerade hinter sich gelassen hat.

Nun sieht er das langgestreckte Dorf vor sich liegen, in dessen Mitte er bei genauem Hinschauen sogar den Turm der kleinen Kirche erkennen kann. Zur linken Seite, hinter dem frisch aufgeschütteten Bahndamm, das 'Loh' und zur rechten Seite ansteigend 'Lindenberg' und ganz im Hintergrund 'Ketzenberg' und 'Hoheroth'.

Am Ortsbeginn sehen wir links die Häuser Wilhelm Haupt und Richter/Wagner, auf der rechten Straßenseite das Grundstück Kämpfer.

23. Im Kalksteinbruch in der 'Kalkhecke' (um 1900). Lange Zeit war es der Kalk, der unter den Gesteinen auf Langenaubacher Gebiet besondere Bedeutung hatte. Daß es schon um 1600 Kalkbrenner hier gab, wissen wir aus alten Einwohnerlisten. In einfachen Öfen brannten sie Mörtelkalk für die Grundmauern von Häusern, aber auch für Befestigungsanlagen, 'etwa beim Dillenburger Schloß' (Löber).

Noch zu Beginn unseres Jahrhunderts gab es in unserer Gemarkung eine Reihe von Kalksteinbrüchen, so in 'Innersch Loch', im 'Aljerschhaa', vor dem 'Hirzeberg', im 'Rommuch', im 'Schleißberg' und in der oben genannten 'Kalkhecke'.

Es wurde Massenkalk, Korallenkalk und Kalk aus Tuffbreccie gewonnen, in größeren Brüchen, oft aber auch in 'Einmannbetrieben'. Der Kalkstein wurde zum Hochofen nach Haiger gebracht oder mit der Bahn weiterverfrachtet. Da die Vorkommen nicht ergiebig genug und die Frachtwege zu umständlich waren, kamen die Brüche nach und nach zum Erliegen.

24. Dies ist ein Bliek in 'Haupts Bruch'. Rechts sehen wir einen der Besitzer des Steinbruchs, Adolf Haupt, und links von ihm zwei seiner Brüder. Die Frau im Vordergrund ist Hermine Haupt mit den beiden Töchtern Elfriede (links) und Martha. Auf dem Pferd sitzend Karl Haupt, der noch heute ein Pflasterergeschäft in Erdbach führt, Die rund zwanzigköpfige Belegschaft beweist, daß der Betrie b - wir schreiben das Jahr 1924 - eine verhältnismäßig große Zahl von Familien ernähren konnte. Ganz außen zur linken Seite steht Ernst Kaiser, bis zum Jahr 1957 Rektor der Realschule zu Dillenburg.

In der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts ('Haupts Bruch' bestand bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs) erlebte die Basaltindustrie rings um Langenaubach eine Blütezeit. Dabei leisteten Steinbrecher und 'Kipper' (Steinrichter) Schwerstarbeit. In kleinen hölzernen Giebelhütten sitzend, schlugen sie mit Hämmern den Stein in verschiedene Größen zurecht. Die fertigen Steine wurden zuerst zum Haigerer Bahnhof, später - nach dem Bau der Nebenbahnstrecke nach Breitscheid - zum Bahnhof Rabenscheid gebracht und dort verladen. Abnehmer waren in erster Linie Pflastererbetriebe im Ruhrgebiet und im Rheinland - sowie in zunehmendem Maß die Pflasterei der Familie Haupt selbst.

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