Langenaubach in alten Ansichten

Langenaubach in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Georg Quarta
Gemeente
:   Langenaubach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3035-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Langenaubach in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

25. Der Wald war für unsere Gemeinde immer von besonderer Bedeutung. Einschlag und Verkauf des Holzes, die Kosten für baldige Wiederaufforstung und Pflege der neuen Bäume bildeten über lange Jahre hinweg den größten Posten im Gemeindehaushalt. So ist es verständlich, daß viele Langenaubacher Lohn und Brot durch die Waldarbeit fanden.

Das Foto aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zeigt in der oberen Reihe (von links):

Robert Hees, Ferdinand Schmitt, Adolf Hofmann, Adolf Heinz, Karl Hees, einen unbekannten Arbeiter, Walter Schneider und Reinhold Fey.

In der mittleren Reihe erkennen wir: Förster Reinhold Fries, Adolf Göbel, Wilhelm Held, Adolf Schneider, Hermann Franz, Ferdinand Schneider und Karl Fries.

In der unteren Reihe: Wilhelm Schmitt, Albert Georg, Edmund Schneider, Hermann Kämpfer, Ferdinand Heinz und Paul Schmitt.

26. Unter den Bodenschätzen unserer näheren Heimat war es neben Kupfer und Braunkohle, Kalkstein und Basalt, Ton und Rotschiefer (die noch heute hier abgebaut werden) bis in die sechziger Jahre hinein insbesondere der Fluß- oder Roteisenstein, der in unserem Gebiet über Jahrzehnte, ja Jahrhunderte hinweg, eine wichtige Rolle spielte.

Schon im Jahr 1836 hören wir zum ersten Mal von einer Grube mit dem Namen 'Constanze' (= Beständigkeit), die wir wohl als Tagebau am 'Kohwäg' rechts von der Breitscheider Straße suchen müssen, Nach und nach kommen andere Felder und Stollen hinzu, und am 22. März 1898 wird aus ihnen die 'Vereinigte Constanze' gebildet. Sie wurde dann im Laufe der folgenden Jahrzehnte weiter ausgebaut. Im Jahr 1961 betrug die geförderte Erzmenge pro Mann und Schicht durchschnittlich 2,35 Tonnen, eine erstaunliche Leistung angesichts der geringen Grubengröße und ihrer besonders schwierigen Abbaubedingungen.

Auf dem Foto sehen wir Förderturm und Maschinenhaus.

27. Dieses Bild aus dem Jahr 1908 zeigt die damalige Belegschaft der Grube 'Constanze'. Sie betrug am Tag der Aufnahme 44 Mann, vorausgesetzt, daß alle Bergleute zum 'Foto-Termin' erschienen waren.

In den folgenden Jahrzehnten wuchs die Belegschaft weiter an und erreichte zum Ende der fünfziger Jahre die Zahl von durchschnittlich 100 bis 120; mehr allerdings waren es wohl zu keinem Zeitpunkt. Nimmt man nun an, jeder Bergmann hatte ein vierköpfige Familie zu ernähren, so ergibt sich, daß rund 450 Einwohner Langenaubachs Arbeit und Brot durch die Grube erhielten: fast ein Drittel der Bevölkerung war von ihr 'abhängig',

Da blieb es natürlich nicht aus, daß der Arbeitsrhythmus der Väter sich stark auf die Tages- und Lebensgewohnheiten der Menschen auswirkte; ihr Verhalten und ihre Sprache wurden vielfach durch das Geschehen auf der Grube mitbestimmt.

28. Vom Jahr 1900 an wurde eine Schmalspurbahn (Spurweite 1,00 Meter) zwischen dem Grubengelände in Langenaubach und der Verladeanlage beim Haigerer Bahnhof in Betrieb genommen. Zwei Borsig-Dampflokomotiven, die später von Dieselloks abgelöst wurden, zogen meist vier bis sechs vollbeladene Erzwagen die rund vier Kilometer lange Strecke am Waldrand entlang bis hinab nach Haiger. Dort wurde das Erz in große Eisenbahnwaggons umgeladen und zum überwiegenden Teil in die Mannesmann-Hüttenwerke nach Duisburg-Huckingen weit ertransportiert; ein geringerer Teil kam in die Friedrichshütte nach Herdorf beziehungsweise zur Sophienhütte Wetz1ar.

Auf dem Bild erkennen wir unter andejern: Ado1f Göbe1, den späteren Langenaubacher Bürgermeister (rechts unten), Ado1f Schmitt und Ewa1d Schmitt.

29. Gemächlich fuhr nun das 'Aubacher Bähnchen', wie es bald allgemein hieß, Tag für Tag, Monat für Monat, Jahr für Jahr seinen Weg, und im Winter geschah es nicht selten, daß die Strecke zuerst einmal von Schnee freigeschaufelt werden mußte. Die Besatzung bestand gewöhnlich aus zwei Mann, dem Lokführer und dem Bremser, sie trugen für den geregelten Fahrtablauf die gemeinsame Verantwortung.

Zwischenfälle gab es kaum - bis auf jenen Tag im Jahr 1907, als der Zug 'in der Schloafe' verunglückte. Es ist anzunehmen, daß die Bremsen auf der leicht abfallenden Gleisstrecke versagten, vielleicht aber hatte sich auch durch Ausspülung des Bodens der Bahnkörper gelockert:

Drei der sechs vollbeladenen Erzwagen sprangen aus den Schienen und stürzten um. Dabei wurde der Bremser Wilhelm Dörr aus Haiger tödlich verletzt.

Es sollte der einzige schwere Unfall in den mehr als sechzig Jahren bleiben, die das 'Bähnchen' in Betrieb war.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek