Langenselbold in alten Ansichten Band 1

Langenselbold in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Völker
Gemeente
:   Langenselbold
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0168-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langenselbold in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Als der Wunsch an mich herangetragen wurde das Buch 'Langenselbold in alten Ansichten' darzustellen, dachte ich mir, dass dies wohl keine so leichte Aufgabe wäre. Wo sollte man alte Ansichten hernehmen? Nun beschäftige ich mich seit 1917 mit Heimatforschung und zeichne auch seit dieser Zeit. Meine reichhaltige Sammlung an alten Zeichnungen, auch Postkarten in Ansichten von Selbold , kommt mir hierbei zu Gute. Langenselbold, das man früher Selbold nannte, ist aus den Ortsteilen Hinserdorf, Oberdorf (das man einstmals 'Uffm Marck') nannte , Hausen und Klosterberg entstanden. Es war einst Haufendorf. An Hausgesäßen (Familien) zählte man in 1631-1632 im Hinserdorf: 32; im Uffm Marck: 70 und in Hausen und auf dem Klosterberg: 72. Urkundlich wird Selbold erstmals im Jahre 1108 erwähnt. Bodenfunde, das sind Hinterlassenschaften von Menschen, liegen in der Gemarkung Langenselbold aus der Jüngeren Steinzeit (5000-2000 vor Christi) vor. Sie lassen erkennen, dass Selbold bereits zur Jungsteinzeit von Menschen besiedelt gewesen sein muss. Die prähistorische Frankfurt- LeipzigerStraße, eine sehr alte Handels-, Heer- und Poststraße, führte durch unsere Gernarkung, über den Marktplatz , den Weinberg (199,5 Meter ü.M.) nach Gelnhausen bis Leipzig.

Im Jahre 1108 lebte der fromme Graf Dietmar von Selbold , der sich auch Graf von Gelnhausen und Hardeck nannte. Als ihm seine Frau starb, ließ er ein Kloster erbauen. Das Kloster stand in Selbold auf einem Hügel, der Klosterberg benannt wurde und noch wird. Zu diesem Kloster gehörten später die Tochterklöster Meerholz und Konradsdorf, und die Kirchen und Kapellen in Gelnhausen, Mittlau, Gondsroth, Neuenhaß1au, Roth, Lieblos und Niedergründau. An der Stelle des Klosters stand früher die dem St. Johannes geweihte Kirche. Die Fertigstellung des Klosters dürfte in die Zeit von 1108 bis 1139 fallen. 1725 ließ Graf Wolfgang Ernst von Isenburg das Kloster abbrechen. Von 1727 bis 1735 wurde die Evangelische Kirche auf dem Klosterberg, auch aus Resten vom Kloster, erbaut. 1722 begann Graf Wolfgang Ernst van Isenburg III. (1686-1754), an der Stelle des ehemaligen Klosters mit dem Bau des Isenburg-Birsteiner Schlosses. Vollendet wurde es 1752 vom Prinzen Christian Ludwig (1710-1791). Am 6. Februar 1976 wird durch Abschluss eines Kaufvertrages zwischen Fürst Franz Alexander von Isenburg-Birstein und der politischen Gemeinde Langenselbold, diese Eigentümerin.
Das Zentrum der Gemeinde befand sich ehemals am Marktplatz. Hier standen: das Spillhaus, das Arntshaus (früher Betzeloch genannt), das Wachthaus, ein öffentliches Backhaus, das Försterhaus, Wirtshaus 'Uffrn Marck' und ab 1707 der Neubau des Gasthauses 'Zum Goldenen Engel', die seit jahrhunderten die Herberge waren, wo die zur Frankfurt-Leipziger Messe Ziehenden einkehrten und Rast hielten. Hier an der Gründau mit Furt und der historischen Bachbrücke (1612-1952), wo der Bachtanz stattfand, lag der alte Todenhof mit der Peterskirche und der Marienkapelle. Das erste Pfarrhaus stand in der Bendergasse, das jetzige (1718 erbaut) am Marktplatz 4. In der Mühlgasse, wo heute die Burgmühle steht, war die Wasserburg der Herren von Selbold und Hardeck. Selbold hatte fünf Mühlen an der Gründau belegen, die zum Teil von dem Fürstenhaus Isenburg erbaut wurden. Es verfügte über ein Hochgericht; der Galgen lag in der Abtshecke vor dem Frankfurter Wasserturm.

Selbold war ehemals ein wohlhabendes Bauerndorf mit einer Gemarkungsgröße von rund 2 628 Hektar Fläche, davon 450 Hektar Wald der Gemeinde gehörig, und 83 Hektar im Eigentum des Fürsten von Isenburg-Birstein, Dies hat sich im Laufe der Zeit verändert. Seit Jahren kann man nur noch von einer Arbeiter-Wohnsitz-Gemeinde sprechen, in der die Bauhandwerker wohl vorherrschend sind. Es war
früher schon im weiten Umkreis die größte Gemeinde und hat sich auch nach den beiden Weltkriegen erheblich vergrößert, so dass die Gemeinde heute la 000 Einwohner zählt. Durch die offene Bauweise und schöne Lage im unteren romantischen Kinzigtale, gute Bahn- und Bus-Verbindungen nach allen Richtungen, und saubere und preiswerte Geschäfte, haben sich viele Fremde hier angesiedelt. In kultureller Hinsicht wird vieles geboten. Das Vereinsleben ist sehr rege. Mehrere Schulen sind vorhanden und das kirchliche Leben ist sehr rege. Beheiztes Schwimmbad, Kinzigsee mit Campingplatz, Birkenweiher, Heimatmuseum, schöne Ausflugsziele, Spazierwege, gut ausgebautes Straßennetz und vieles mehr ist vorhanden und wird immer besser ausgebaut. Die Gastronomie bedient ihr Gäste mit Liebe und preiswert. Die gezeigten und historisch beschriebene Ansichten von Langenselbold geben einen Rückblick von einst und Informationen, eine willkommene Gelegenheit für Einheimische und Fremde.

Karl Späth, Frau Kirschner, Frau Adler, Kurt Häfner, Hch. Bausch, Fritz Häfner, Fritz Weidenbach, Hans Bassermann und die Gemeindeverwaltung, die mir Bildmaterial zur Verfügung gestellt haben, sage ich hiermit herzlichen Dank. Einige Federzeichnungen stammen aus meiner Hand.

1. Gasthaus 'Friedrichseck' in der Friedrichstraße ist in den Jahren 1904-1905 von Johann Konrad Neis erbaut worden. Ihren Namen erhielt die Friedrichstraße am 9. August 1899. Im August jeden Jahres wird die Kirchweih (Kerb, Kirmes) gefeiert. Im Bild sehen wir wie die Jugend im Jahre 1937 den 'Kerbstrauß' über der Eingangstüre ZUI Wirtschaft anbringt.

2. Klosterberg, die Hanauer-Kleinbahn von Hanau kommend, im Jahre 1896 in der Höhe der Bahnstraße. Betriebseröffnung war am 1. Oktober 1896. Wegen Unrentabilität wurde der Betrieb am 1. April 1931 wieder eingestellt. Sie beförderte Güter und Personen von Langenselbold nach Hanau und umgekehrt.

3. Gelnhäuser-Straße. Eine alte Ansicht, wohl kurz nach 1900. Links im Bild sehen wir das frühere Postamt, Privathaus des damaligen Postmeisters Staufenberg. Es ist die Zeit als die Postkutsche noch fuhr. Das nächste Haus ist das Gasthaus 'Zum Isenburger Hof', das früher 'Zum Goldenen Hirsch' genannt wurde. Am Ende der Straße das Kaufhaus Scherer - heute Möbel-Heuser - in dem auch im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) der damaligen Bürgermeister von Selbold, Samuel Scherer, seine Dienstgeschäfte abwickelte. Rechts im Bild das alte Fachwerkhaus des Sägewerksbesitzers Valentin Mohn.

4. Buchberg mit Klubhaus des Spessart-Touristen Vereins und Buchberg-Verein Hanau im Mai 1926. Ein schöner Ausflugsort mit dem 1910 erbauten Buchbergturm, von dem man das romantische Kinzigtal weithin überblicken kann.

5. Ehrenmal: Dieses Ehrenmal wurde von den Mitgliedern des in 1926 gegründeten Heimatvereins Langenselbold in Selbsthilfe erstellt für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges. Es war im Heirnatmuseum, Klosterberger-Schulhaus, Hanauer-Straße 8, aufgestellt. Leider ist es während der Nazizeit verschwunden und konnte bis heute nicht mehr aufgefunden werden. Bei der Herstellung haben sich besonders verdient gemacht Anton Ruth und Willi Berg.

Foto: Willi Berg

6. Auf der Sieb. Wir sehen hier einen Bliek von der Sieb in Richtung Weinberg und Abtshecke. Hochwasser durch die Kinzig im unteren Kinzigtal um die Zeit nach 1900.

Foto: Ernst Semmel, Neuenhaßlau

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