Langenselbold in alten Ansichten Band 1

Langenselbold in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Völker
Gemeente
:   Langenselbold
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0168-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langenselbold in alten Ansichten Band 1'

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17. Knabenschule, Bremesgasse. Die Knabenschule ist 1899-1900 mit Turnhalle erbaut. Die Einweihung war am 31. Januar 1900. Seit 1964 ist sie in 'Gründauschule' umbenannt. Der Erbauer war die politische Gemeinde Langenselbold. Ab 1. Januar 1972 ist sie an den ehemaligen Kreis Hanau übergeben worden. Von 1944 bis 1948 wurde die Schule als Krankenhaus benutzt. Oben rechts im Bild sehen wir die 1870-1872 erbaute Mädchenschule in der Schulgasse. Einweihung war am 1. Mai 1872. Seit 1964 wird sie 'Fröbelschule' genannt. Die Kreise sind laut Gesetz ab 1. Januar 1972 Schulträger geworden.

18. Marktplatz. Wir sehen hier nochmals den Marktplatz als er noch mit Platanen bestanden war. Das war etwa bis kurz nach 1900, dann hat man sie gefällt. Das historische Gasthaus 'Zum Goldenen Engel' wurde 1707 von Johannes Köhler erbaut. Der öffentliche Marktbrurmen wurde 1704 vom Fürsten errichtet. Das Bild zeigt ein früher unvermeidliches dörfliches Gänse-Idyll. Hier sind auch noch alte Wirtschaftsgebäude vom Engel und seine zwei Zunftschilder zu sehen, heute ist leider nur noch eins vorhanden.

19. Braugasse. 1m Bild sehen wir das in der Wassergasse 15 stehende Brauhaus. Früher Brauerei und Branntweinbrennerei Selbold genannt. Es ist vom Grafen Moritz zu Isenburg und Büdingen erbaut worden. Genarrter Graf lebte von 1626 bis 1664. Es ist jedoch anzunehmen, daß die Brauerei Selbold schon wesentlich älteren Datums ist, was ein Verkauf der Brennerei in 1605 an Johannes Drischen besagt. Urkundlich sind noch folgende Jahre nachgewiesen: 1601, 1654, 1673, 1683, 1706, 1715, 1727,1764,1793,1806,1846 und 1851. Die Wirtschaft (das Fachwerkhaus) - heute geschindeltist mit einer Inschrift 1715 versehen. In einem unterirdischen Gang vom Eishaus zum Brauhaus befindet sich ein Sandstein in der gewölbten Decke mit der Inschrift 'A.F.U.W.F.', das heißt Anton und Wilhelm Fischer.

20. Kinzigstraße. Der ehemalige Kleinbahnhof stand in der Kinzigstraße (im Volksmund 'Kinzweg'). Am 1. Oktober 1896 war die Betriebseröffnung der Hanauer Kleinbahn, durch eine Privatgesellschaft. Die Genehmigungsurkunde der Kleinbahnen Hanau-Hüttengesäß-Langenselbold datiert vom 9. März 1896. Am 24. September 1896 wurde die Baupolizeiliche Genehmigung hierzu erteilt. Die Einweihung war am 1. Oktober 1896. Bereits am 1. September 1923 erfolgte die erstmalige Einstellung und die Wiederaufnahme des Personenverkehrs (sie beförderte auch Güter) am 1. Oktober 1924. Die endgültige Einstellung der Hanauer Kleinbahnen erfolgte am 1. April 1931 wegen zu geringer Einträglichkeit. Wir sehen im Bild, vor der von Julius Hamburger erbauten in der Rosenstraße - Hofseite - stehende ehemalige Möbelfabrik, die alte Lokomotive mit einem Personenwagen im Jahre 1928. Im unteren Bild noch den Lokomotivschuppen, öffentliche Aborte, ein Teil des Kleinbahnhofes. Hier kreuzen sich die Gelnhäuser-, Friedrich- und Kinzigstraße. Auf dieser Kreuzung steht heute seit einigen Jahren eine Verkehrsampel. Bis zum Jahre 1923 war an dieser Stelle die sogenannte 'Steinerne Brücke'.

21. Marktplatz um 1870. Das Bild zeigt uns den Marktplatz, das ehemalige Zentrum des Dorfes, um die Zeit vor 1870. Es wurde mir von Frau Marg. Kirschner geborene Grebe zur Verfügung gestellt. Wir sehen, von links nach rechts: das ehemalige Amtshaus (früher Betzeloch, 1782 erbaut), das Wachthaus 1782, das öffentliche Gemeindebackhaus, dazwischen befand sich das 'Märdegässi', das Ries'sche Haus, Marktplatz 20. In den Nebengebäuden war ehemals eine Wagnerel Festzustellen war eine Inschrift '1787 H S' in einer Dachgaube. Dann kommt die früher sogenannte Kleine Friedrichstraße. Um diese Zeit war hier noch kein Durchgang. Die Friedrichstraße hat ihre Bezeichnung erst am 9. August 1899 bekommen. Sie führte vom Kleinbahnhof bis zum Marktplatz. Dann sehen wir einen Teil vom Haus des einstigen Feldschützen Elsässer, dann den ehemaligen 'Goldenen Hirsch', 1753 erbaut, Korbmacher Peter Schmidt und Gutermuth, Auf dem Marktplatz selbst den öffentlichen 1704 erbauten Gemeindebrunnen, der einst ein Ziehbrunnen war. Heute hat die Schönheit des einstigen 'Fachwerk Marktplatzes' durch Abbruch sehr gelitten.

22. Landstraße nach Ravolzhausen. (Heute Neuberg.) Das Bild zeigt uns die Stelle der Häuserbrücke, die 1903 errichtet wurde. Die Pappeln wurden im Zweiten Weltkrieg gefällt und die Brücke selbst gesprengt, um den Feind (Ami) aufzuhalten. Die Brücke liegt im ehemaligen Ortsteil Hausen. (Hausen = wohnen, sich aufhalten.) In der Mitte des Bildes ist vor der evangelischen Kirche die ehemalige Zigarrenfabrik Ziesing in der Rotehohl mit ihren Dachaufbauten zu sehen.

23. Steinweg. Der Steinweg ist die Verbindung vom Klosterberg bis zum Marktplatz. Links im Bild sehen wir das Kolonialwarengeschäft Eduard Fassel, etwa 1920. Nach Fassel hatte das Geschäft Josef Thomas, Steinweg 12. Es ist seit einigen Jahren modernisiert. Nebenan ehemals Friseur und Dentist Friedr. Kurz. Rechts das in 1974 abgebrochene Gerichtsgefängnis. Das im Hintergrund stehende Fachwerkhaus Heuser-Lukas, Steinweg 15, ein landwirtschaftliches Anwesen, ist 1868 von Jonas Bauscher erbaut.

24. Steinweg 7. Die ehemalige Arztpraxis Sanitätsrat DL Friedrich Schneider. Nach ihm übte die Praxis sein Sohn Gerhard aus. Seit 1951 Dr. Bedürftig; er ist Eigentümer des Hauses seit 1959. Inzwischen ist dasselbe modernisiert. Am Tor sehen wir noch die Hausmädchen von Sanitätsrat Schneider stehen. Damals fuhr der Arzt noch eine mit Pferden bespannte Kutsche. Der Arzt hatte mehrere umliegende Gemeinden zu betreuen, zu denen er von seinem Kutscher täglich gefahren wurde.

25. Kinzigstraße. Die Lache, Teich an der Sieb um 1903. Hier war früher die Klosterberger Gänsweide. Sieb ist eine Flurbezeichnung und bedeutet 'Siefe (der) sip en = triefen, Feuchtigkeit von sich geben', Man nennt die einzelnen Wasserstellen, die in den letzten Jahren sehr zurückgegangen sind 'die Lachgänge', Die Sieb war früher zum großen Teil mit Korbweiden angepflanzt. Die Gemeinde verpachtete die Weidenstücke parzellenweise an die vielen ~ etwa 70 - Selbolder Korbmacher. In Selbold wurden früher etwa 3 000 Ganse - privat - gehalten, die täglich vom Gänsehirten zur Weide getrieben wurden. Der letzte Auftrieb durch die Ortsstraßen war am 15. Oktober 1930. In diesem Gewässer 'Die Lache' tummelten sich täglich die Gänse. Im Winter befanden sich viele Menschen zum Eissport auf dieser Eisfläche, auch wurde vom Brauhaus für Kühlungszwecke Eis gebrochen.

26. Hanauer-Straße. Der Innenraum der von 1727 bis 1735 erbauten evangelischen Kirche Langenselbold vor dem Umbau in 1960. Die Kirche auf dem Klosterberg wurde zum Teil aus Resten des ehemaligen Klosters von Wolfgang Ernst von Isenburg erbaut. Die Grundsteinlegung war am 23. Mai 1727, die Einweihung am 7. September 1735. Die Bestuhlung ist anders, die mit Sonderrechten ausgestatteten Kämmerchen sind beseitigt. Der Herrnstuhl ist entfernt. Die beiden Bundfenster sind leider versetzt und kommen dadurch nicht mehr zur vollen Geltung.

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