Langenselbold in alten Ansichten Band 1

Langenselbold in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Völker
Gemeente
:   Langenselbold
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0168-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langenselbold in alten Ansichten Band 1'

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27. Ortsbauern beim Dreschen von Getreide mit zwei Dreschmaschinen, im Jahre 1909, auf dem sogenannten Dreschplatz im Weihertsfeld in der Flur 'Die Hermäcker'. Der Dreschmaschinenbesitzer war August Spahn. Zur Erntezeit fuhr die Dreschmaschine auf das von der Gemeinde gepachtete Grundstück und täglich von früh bis spät brachten die Bauern mit ihren Fuhrwerken ihr Getreide zum Dreschen. Wie das Foto erkennen läßt, waren hierbei viele Hilfskräfte nötig. Heute geht dies alles viel schneller und auch rationeller, sogleich auf des Bauern Grundstück.

28. Oben: Nationales Volksfest. Wir sehen hier eine Gruppenaufnahme mit einer auf einem Wagen aufgebauten Gartenhütte. Diese Gartenhütte, reichlich mit Blumen geschmückt, war im Festzug beim nationalen Volksfest 1913, mit hübschen Selbolder Madchen besetz t, Das Volkstest fand statt auf dem Festplatz Sieb. Diese Gartenhütte von damals steht heute noch im Garten Karl Späth, Bahnstraße. Fritz Adler, früher Brauhaus, und Karl Späth, Bahnstraße, steilten die Bilder zur Verfügung.

Unten: Erinnerung an die Jahrhundertfeier. Am 30. und 31. August 1913 fand zur Erinnerung an die Jahrhundertfeier auf dem Festplatz Sieb ein großes nationales Volksfest statt. Schirmherr war Prinz Alfons von Isenburg. Im Bild sehen wir ein Erinnerungsfoto der Gruppe des Flottenvereins, Langenselbold, der früher hier bestand. Das Schiff 'Die Iltis', etwa 15 Meter lang, wurde im Schloßgelände erbaut und in dem großen Festzug mitgeführt. Kapitan des Schiffes war Wilh. Spielmann, seine Marinesoldaten Selbolder Jugendliche. In schwarz präsentieren sich die Selbolder einstigen Honoratiore. Das Foto ist vor der Rentei im Schlossgelände aufgenommen.

29. Hanauer-Straße 18 und Felgenstraße. Felgen (velgen = das kleine Feld) liegt am Osthang des Klosterbergs. Die Felgenstraße war früher ein Gäßchen, heute eine Ortsstraße. Im Bild sehen wir den Kirchturm der evangelischen Kirche, das im Volksmund genannte Römerhaus, auch Römerburg genannt, 1746 erbaut, ehemals ein landwirtschaftliches Anwesen und eine Wagnerei. Im Vordergrund rechts einst ein Ziehbrunnen, das Häuschen anschließend war ein privates Backhaus. Die Aufnahme hat Herr Karl Späth, Bahnstraße, zur Verfûgung gestellt.

30. Erntedankfest in 1934. Umzug in den Ortsstraßen, vorweg eine Mähmaschine, Frauen in typischer Arbeitskleidung, bewaffnet mit Reehen zum wenden des Heues oder Grummets. Der Esskorb ist auch nicht vergessen. Vor über 100 Jahren war es noch so , daß vomjeweiligen Polizeidiener das Heurnähen mit der Ortsschelle einen Tag vorher bekannt gegeben wurde. Die Fluren wurden abwechselnt gemäht. Das mußte sein, da damals die Wiesen noch nicht verkoppelt und keine Wege vorhanden waren. Die einzelnen Wiesen wurden durch Holzpfähle und so weiter abgesteckt. Früh um halb drei zogen die Mäher mit Sensen, Gabeln und Rechen, Wetzstein und Schlockerfaß, auch einem Fläschchen hartgebranntem Schnaps im Rock, zu den Wiesen. Die Heu- und Grummeternte bedeutete ein Segen zum Wohlstand. Absatz des Heues oder Grummets erfolgte in Hanau und Frankfurt. Auch dieses Bild stammt von Herrn K. Späth,

31. Weinberg-Geldnäe. Hier sehen wir den Schafhirten mit seiner Herde im Gelände des Weinberges. Früher konnte man ihn täglich im Feld antreffen, heute nur noch selten. Meist nur noch Schafherden aus fremden Gegenden. In Selbold selbst werden kaum noch welche gehalten. Ein Bild der Vergangenheit etwa aus den Jahren 1920.

Aufnahme: Herrn Späth

32. Vor der Bopp'schen Schmiede, ein 'Schwätzchen', drei ortsbekannter älterer Frauen, Kuhn, Schmidt und Nickel. Ihre Kleidung verrät ein Kirchgang oder Beerdigung. Auch eine Aufnahme des Herrn Späth. Die Bopp'sche Schmiede, 1740 erbaut, der Malerwinkel in Selbold, ist 1972 wegen Baufälligkeit abgebrochen worden.

33. Gelnhduser-Kinzigstraße. Im Bild sehen wir die alte 'Steinerne Brücke' in der Gelnhäuser-Straße, die da stand, wo heute die Verkehrsampel steht. Weiter ist zu sehen der Kleinbahnhof Langenselbold-Rückingen-Hanau mit dem Lokomotivschuppen, die ehemalige Middelmann'sche Villa, den Schornstein der früheren Lederleimfabrik Steinhäuser und Petri. Die Steinerne Brücke, die wahrscheinlich aus dem 17. Jahrhundert stammt, ist bei der Höherlegung der Gelnhäuser-Straße (B 40) in 1924 beseitigt worden. Links und rechts der Friedrichstraße kamen zwei tiefe Gräben (Entwässerung) vom Weinberg, Kreuze, Friedrichstraße, wurden in Höhe der Karlstraße vereint um durch diese Brücke zur Lache und Kinzig zu flirren. Die Brücke wurde im Gemeinderatsprotokoll vom 7. Juni 1871 erwähnt, sie ist aber viel älter.

34. Abtshecke. 1872 verkaufte die politische Gemeinde Langenselbold Gelände an der Abtshecke auf dem Galgenküppel an die Stadt Frankfurt/Main, zur Errichtung eines Wasserturmes. Der Turm wurde im Jahre 1872 erbaut. Vom Vogelsberg kommend führt die Frankfurter Wasserleitung durch die Gemarkung Langenselbold. Am Galgenküppel, an dem früher die prähistorische Frankfurt-LeipzigerStraße vorbeiführte, stand vor dem Turm einst der Galgen des Selbolder Hochgerichtes. Die Abtshecke war eine verrufene und gefürchtete Überfallstelle durch die Raubritter auf die Handelswagen und so weiter. 1m Vordergrund des Bildes am grauen Floß junge Bauersleute beim Rüben hacken.

35. Karl- und Gelnhäuser-Straße. In der Gelnhäuser- Karlstraße bestand früher ein Zimmergeschäft mit Sägewerk. Es wurde errichtet von dem Zimmermeister Wilhelm Ditzei, später besaß es der Zimmermeister Valentin Mohn. Im Bild sehen wir den früheren Gemeinderechner Karl Ditzei mit seinem Sohn Wilhelm. Im Hintergrund ist die evangelischen Kleinkinderschule mit dem Türmchen zu erkennen. Die Kinderschule mit Diakanissenstation wurde 1908 erbaut. Die Eröffnung der Kleinkinderschule war am 2. November 1908.

36. Waldforster Lamm im Hochholz. Waldförster Lamm, mit ihm Grebe, Bassermann (genannt Boserschneirer) waren vor etwa 100 Jahren die Heger, Hüter und Pflanzer unseres schönen heimatlichen Waldes. Von ihnen erzählt man, daß sie sehr tüchtige Förster waren. Man widmete ihnen ein sehr hübsches Gedicht mit nicht weniger als 31 Strofen. Es bringt den Hochholz mit seinen Dachsen, Reh'n, Füchsen, seine Dohlen (man nannte den Hochholz früher auch 'Rabenwald'), seine mächtigen Bäume, die mit einem Zwölfgespann abgefahren werden mußten, und vieles mehr. Einige Strofen seien hier wiedergegeben:

Mit ihnen sind gegangen,
die treuen Heger auch,
die manches Jahr gegangen durch Hochwald, Busch und Strauch.
Herr Grebe, Basserschneider und auch der Vetter Lamm, sie waren froh und heiter, doch oftmals auch sehr stramm.
Hier haben sie gefangen so manchen Streulaubdieb. Nun sind sie heimgegangen und schlafen auf der Sieb.

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