Langenselbold in alten Ansichten Band 1

Langenselbold in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Völker
Gemeente
:   Langenselbold
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0168-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langenselbold in alten Ansichten Band 1'

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37. Oben: In vorstehendem Bild sehen wir 26 Mitwirkende bei einem Theaterstück 'Der Bachtanz von Selbold'. Die Aufführung war im Winter 1915-1916 im Saale des Gasthauses 'Zum Friedrichseck'. Es war eine Wohltätigkeitsveranstaltung. Verfasser war Hermann Gottlieb. Die Mitwirkenden waren: 1. Margarete Betz; 2. Luise Bitsch; 3. Marie Gasche; 4. Magdalene Küppers; 5. Luise Muth; 6. Margarete Lamm; 7. Minna Lehr; 8. Katharine Völker; 9. Friedrich Braun; 10. Hugo Eysel; 11. Hermann Gottlieb; 12. Friedrich Gottlieb; 13. Karl Gottlieb; 14. Wilhelm Gottlieb; 15. Friedrich Häfner; 16. Heinrich Heintzeroth; 17. Anton Küppers; 18. Heinrich Lamm; 19. Friedrich Nickel; 20. Friedrich Reinstädt; 21. Hermann Rommel; 22. Johannes Rüb; 23. Jean Seib ; 24. Friedrich Spindler; 25. Peter Spindier und 26. Otto Teischmann.

Unten: Erstmals wurde das Stück im Jahre 1913 im Saale des Gasthauses 'Zur Deutschen Einigkeit' aufgeführt. Hier war es der weit über die Grenzen Selbolds bekannte Heimatschnftsteller Lehrer Fritz Schleucher (t 21.12.1916, Lehrer in Langenselbold von 1876 bis 1913), der für die Verfassung und Aufführung verantwortlich zeichnete,

38. Nochmals 'Bachtanz von Selbold', diesmal als Heimatfestspiel von Hermann Gottlieb, erstmals im Jahre 1935 auf dem Gelände des Marktplatzes, der Gründaufurt, Gründaubrücke und Totenhofbrücke aufgeführt, Es beteiligten sich etwa 500 Mitwirkende und wurde mehrere Jahre gespielt. Sie sehen hier im Bild den eigentlichen Tanz im Bach. Folgen soll zu diesen drei Bildern 37, 38 und 39 eine kurze geschichtliche Erklärung zu diesem wohl einmaligen Bachtanz.

Entstehung des Bachtanzes. Die Bachtanzsitte hatte nur in Selbold ihre Heimat und wurde im Jahre 1792 zum letzten Mal traditionsgemäß aufgeführt. Der Über-Jieferung gemäß stammt dieser Brauch aus der Zeit des Grafen Diether von Isenburg und Büdingen. Er regierte von 1459 bis 1463, von 1475 bis 1482 war er Kurfürst und Erzbischof von Mainz, Der Bachtanz ist etwa drei Jahrhunderte hindurch in Selbold gefeiert worden. Über die Entstehung des Bachtanzes und seiner eigentümlichen Gebräuche erzählt man folgende Sage, die beim folgenden Bild verkürzt wieder gegeben werden soll.

39. Vor vielen hundert Jahren hat einmal ein Graf von Isenburg den Selbolder Bauern eine Steuer auferlegt, die gegen Recht und Herkommen war, sie sollten für einen Krieg Verwendung finden. Die Bauern lehnten dieses Begehren aber ab, Der Graf gedachte aber den Selboldern die Starrköpfe mit Gewalt zu brechen. Mainzer Soldaten kamen zum Kampf nach Selbold, diese aber erfuhren rechtzeitig von der Ankunft der Mainzer Reiter und bereiteten sich zur blutigen Gegenwehr vor. Im alten Wehrkirchhof hatten sich die Selbolder Bauern versammelt, bewaffnet mit Sensen, Dreschflegel und ähnlichen landwirtschaftlichen Geräten. Die Mainzer wurden abgeschlagen. Vor Freude sprangen zwei Frauen in den Bach (Furt) und tanzten im Wasser. Durch Unterhandlungen wurde man einig, Zur Strafe mußten die Selbolder zur jährlichen Kirchweih durch den Bach tanzen. Nach Abschaffung durch den Fürst tanzten die Selbolder aus Freude fernerhin weiter im Bach. Die rechtliche Seite dieses Bachtanzes konnte nie richtig geklärt werden. Nach Abschaffung des Bachtanzes - Verbot - verlangte der Fürst eine Abgabe, den sogenannten Bachtanzhafer.

40. Hanauer-Straße. Ein Bild vom Klosterberg. die Hanauer-Straße vor 1948. Wir sehen hier noch das in 1895 erbaute Rathaus, Hanauer-Straße 12, das bis zum Jahre 1941 als Rathaus diente. Im Torbogen rechts - nicht sichtbar - befand sich das Spritzenhaus. 1970 wurde das Rathaus von der politischen Gemeinde verkauft. 1971 ist der Dachstuhl abgebrannt, 1974 kam es dann zum Abbruch. Vor 1895 stand an der gleichen Stelle das Gemeindearmenhaus. Das im Hintergrund rechts stehende Haus war die in 1836-1837 erbaute Klosterberger Schule, Hanauer-Straße 8. Einweihung war 1838. Im Jahre 1892 wurden Schulräume als Rathaus benutzt, 1897 waren auch Räume für die evangelische Diakonissen bereit gestellt. Ab 1938 war das Heimatmuseum hier untergebracht, was aber im Zweiten Weltkrieg für Parteizwecke geräumt werden musste. 1961 verkauft es die Gemeinde. 1972 kam es zum Abbruch.

41. Totalansicht. Die vorliegende Totalansicht von Langenselbold ist um 1900 entstanden und zwar im Verlag Kaufhaus Carl Scherer, Hanauer-Gelnhäuser-Straße. Aufgenommen ist das Bild von der sogenannten Wäschlache (Flur Kugelpfad) aus. Auf uns zukommend rechts die Bahnstraße, früher Schlo(a)k genannt. 'Slok' so genannt nach dem Schlagbaum, der das Zurückfluten der Viehherden, die aus dem Viehtrieb Bocksgehörn, Stellweg und so weiter kamen, im Dorf verhüten sollte. Der 'Schlo(a)k' ist heute die Bahnstraße. 1893 und 1900 wird im Protokollbuch der Selbolder Gemeinderäte dieser Weg noch Schlagweg und Schlagstraße bezeichnet.

42. Oberdorfstraße. Wir sehen hier die Oberdorfstraße, früherer Ortsteil 'uffm Mark', später Ortsteil Oberdorf genannt. Das Oberdorf', links der Gründau liegend, ist erst nach 1631 benannt, denn es ist im Isenburgischen Kanzleibuch von 1631?1632 nicht aufgeführt, In den Selbolder Kirchenbüchern erscheint der Name Oberdorf im Jahre 1715. Die Fachwerkhäuser sind seit Jahren umgebaut, sie stammen aus dem 18. Jahrhundert.

43. Klosterberg. Die Aufnahme ist aufgenommen vom Kirchturm der evangelischen Kirche auf dem Klosterberg und zwar in einer Zeit (1922-1923) da Selbold fast 700 Arbeitslose hatte. Die Gemeindekasse war leer. Um die Arbeitslosenunterstützung auszahlen zu können, mussten laufend Anträge auf Staatszuschüsse bei der Regierung gestellt werden. Die im Bild sichtbare Hanauer-Straße war öfters vor dem Rathaus rechts von Arbeitslosen belagert. Es waren sehr schlimme Zeiten. Im Vordergrund rechts ist das 1746 erbaute Römerhaus noch mit einer Doppeltüre, die oben und unten separat zu öffnen war.

44. Ziegelstraße Untergasse. Im Bild als Nummer 6 gekennzeichnet, sehen wir die Ziegelstraße. Links ein Laden für Lebensmittel. Dies war früher ein öffentliches Gemeindebackhaus, von denen insgesamt sechs in Langenselbold vorhanden waren. Das Fachwerkhaus im Hintergrund, Untergasse 2, war früher Dienstraum des Schultheißen = Bürgermeister Peter Roth, Ende 1700 Anfang 1800. In deren Scheune finden wir die Jahreszahlen 1787 und 1791 noch eingeschnitzt.

45. Lachebrücke. Wir sehen hier im Bild die Lachebrücke, sie wurde im Jahre 1905 in der Kinzigstraße erbaut und beim Bau der Umgehungsstraße in 1969 in den Monaten Juni und Juli 1969 abgebrochen. Die Lache überquerte die Kinzigstraße früher in einer gepflasterten Rinne. Wegen der ständigen Hochwassergefahr, baute man auf der linken Straßenseite von der Lachebrücke beginnend bis kurz vor den früheren Bahnhofsweg hinter der Kinzig und Haselerbrücke einen Notsteg aus Holz. Man nannte ihn Lachesteg. Er war etwa 50 Zentimeter hoch mit zwei Laufbohlen belegt und hatte nach der einen Seite - Richtung Bocksgehörn - ein Geländer. Rechts im Bild, anschließend an die Brücke, sind noch Durchlässe zu sehen, die aber auch in 1969 beseitigt wurden.

46. Gelnhausen. Diese Tafel ist in Gelnhausen in der Braugasse über einem Hauseingang angebracht. Die Braugasse liegt hindern der Marienkirche - östliche Richtung. Die Tafel hat folgenden Inhalt:
in dem Pfarrhof hinter diesem Torbau der Vertrag vollzogen, wonach die Kirchenhoheit in Gelnhausen von dem Kloster Selbold an den Rat der Stadt überging. Damit wurde die Reformation hier förmlich eingeführt.

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