Langenselbold in alten Ansichten Band 1

Langenselbold in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Wilhelm Völker
Gemeente
:   Langenselbold
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0168-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langenselbold in alten Ansichten Band 1'

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67. Ortsschelle und Ortsblatt. In früheren Jahren wurden die amtlichen Bekanntmachungen der Behorden, Veröffentlichungen der Geschäftsleute, Vereine und so weiter durch die Ortsschelle im Dorf bekannt gegeben. Am 28. März 1919 erschien erstmals das Langenselbolder Ortsblatt, seit 28. Juli 1921 Langenselbolder Zeitung genannt. Einer der letzten Ausscheller war Jakob Mohn, den wir hier im Bild sehen.

68. Ortsdiener. Ehemals ein Diener und Wächter der Gemeinde, Polizeidiener Konrad Schmidt IV. Er war am 9. Dezember 1845 in Langenselbold geboren und verstarb am 6. April 1929 in Langenselbold, also 84jährig. Schmidt war eine gewichtige Persönlichkeit im Ort. Er stand viele Jahrzehnte im Dienst der Gemeindeverwaltung und sorgte für Ruhe und Ordnung.

69. Nachtwächter. Einstmals war jeder Haus- und Grundbesitzer in der Gemeinde zum Wächteramt verpflichtet. Dies stieß vielfach auf Schwierigkeiten, Man betraute daher mit der Zeit geeignete Männer mit dem Wächteramt. Unter vielen anderen Wächtern war einst auch der Nachtwächter, der rnit Hellebarde, Laterne, Blasinstrument und so weiter ausgerüstet war. Er blies die einzelnen Stunden des nachts ab, meldete den Ausbruch eines Feuers, sorgte für Ruhe und Ordnung und vieles mehr. Im Bild sehen wir den Selbolder Nachtwächter Würz in voller Ausrüstung. In Selbold nannte man die Nachtwächter auch Blaswächter. 1890 beschlossen die Gemeinderäte die Hörner der Blaswächter abzuschaffen und Pfeifchen einzuführen, Die Gemeinde hatte zwei Wachthäuser, das eine stand auf dem Klosterberg, wurde 1735 erbaut und 1964 aus verkehrstechnischen Gründen beseitigt. Das am Marktplatz stehende wurde 1782 erbaut und 1976 abgebrochen.

70. Gewächshaus. In der Schloßanlage auf dem Klosterberg stand ein altes Gewächshaus, das in seiner Bauart einmalig war. Leider ist es in den letzten Jahren verfallen. Es wurde früher von der Prinzlichen Familie der Selbolder Isenburger des Schlosses zum aufbewahren von Pflanzen benutzt, die dann bei Festlichkeiten in den Schloßräumen zur Aufstellung kamen. Es war die Orangerie des Schioßherrn.

71. Borngasse J. Das landwirtschaftliche Anwesen Borngasse 1, ist wohl das älteste Fachwerkhaus in Langenselbold, denn es wurde etwa zwei Jahrzehnte nach dem 30jährigen Krieg (1618-1648) im Jahre 1667 erbaut. In einem Querbalken der Giebelwand nach der Straße - Borngasse - konnte man folgende Inschrift lesen:
Henrich Dietherich van Langenselbold gebauet mier Hans Weizell dieses Haus gemacht v. Langen-Selbold -Anno 1667-
Nachbesitzer waren August, Kar! und jetzt Fritz Spahn. Leider ist es seit 1970 baulich so verändert, dass es seine einstige Schönheit eingebüßt hat. Im schönen Fachwerk waren Ecksäulen mit Tauverzierungen, Schwellen, M.-Verzierungen, Knaggen, Andreaskreuze, Wilder Mann und manches mehr zu finden.

72. Maisenmûhle, Brauhaus, Alter Holzsteg. Die Maisenmühle wird im Selbolder Kirchenbuch irn Jahre 1607 erwähnt. 1928 ist das Wohnhaus und die Mühle abgebrannt und danach in 1929 massivaufgebaut worden. In der Zeichnung sehen wir den früheren Verlauf der Gründau, die mit einern Holzsteg überbrückt war, er wurde 1903 beseitigt und eine massive Steinbrücke - die Häuserbrücke - errichtet, Diese wurde 1963 verbreitert, Das Stallgebäude rechts im Bild - Rotehohl 36 - 'Brücke-Häfner' ist bei der Verbreiterung der Brücke beseitigt worden. Hier bildete die Gründau einstmals eine Furt.

73. Leimfabrik. Im Jahre 1910 wurde in der Kinzigstraße die Lederleimfabrik, im Volksmund kurz 'Leimfabrik', auch 'Gulasch' genannt, errichtet. Die Firmenbezeichnung war Steinhäuser und Petri. Direktor der Firma war Wilhelm Middelmann, der in der Nähe der Fabrik in der Middelmann'schen Villa in der Kinzigstraße wohnte. Am 1. Juli 1914 beschäftigte die Firma 25 Leute. Die Fabrik verbreitete viel Gestank, durch Tierabfälle, die hier zu Leim verarbeitet wurden. Während des Zweiten Weltkrieges waren die Ochsi-Werke hier tätig.

74. Türmchen. Das Türmchen steht im Steinweg und wird vom Volksmund so genannt. Es besteht aus zwei Gebäuden. Das ältere Fachwerkgebäude trägt die Hausnummer 60 und war ehemals ein landwirtschaftliches Anwesen. Eine Inschrift über der Haustüre trug die Buchstaben J.H.H. u. B.G.R. 1823. (Erbauer Joh. Hch. Hamburger, Erbauungsjahr 1823.) 1836 erwarb die Gemeinde Langenselbold das Anwesen, um darin ein 'Schulhaus' einzurichten. Der Anbau, Haus Nummer 58, wurde 1834-1844 von der Gemeinde erstellt. Er enthielt zwei Schulsäle. Das Türmchen wurde 1854 auf das Dach des Anbaues (58) aufgesetzt, und leider vom 1. bis 4. Februar 1966 abgebrochen. Es stammte von der Marienkapelle des alten Todenhofes an der Gründau. Es enthielt auch die älteste Glocke von der Kapelle, die seit 1966 im evangelischen Gemeindezentrum aufbewahrt wird.

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