Langenselbold in alten Ansichten Band 2

Langenselbold in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Wilhelm Völker
Gemeente
:   Langenselbold
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4527-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langenselbold in alten Ansichten Band 2'

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7. Kaufhaus Scherer, Hanauer Straße 1, um 1900, rechts daneben das ehemalige Wiegehäuschen mit Waage und die alte Gastwirtschaft mit Kolonialwaren 'Hühne Kathrinche'. Scherer war ein altes Patrizierhaus, Angehörige eines angesehenen Bürgergeschlechts, Altbürger, Sie waren Pfarrer, Medizinalräte, Offiziere usw. Auch die Postexpedition war im Hause untergebracht.

8. Steinweg und Gelnhûuser Straße. Wir sehen hier eine alte Aufnahme; Bliek von der Gelnhäuser Straße in den Steinweg, der zum Marktplatz führt. Dieses Bild hat sich im Laufe vieler Jahre sehr verändert. Das untere Bild zeigt uns das Gas- und Wasserwerk in der Gelnhäuser Straße 19 in dem einst Gustav Dittrich Betriebsleiter war. Seine Wohnung und Büro waren in dem Wohnhaus ganz rechts. Die Erbauung des Werkes war 1906, die Eröffnung am 29. September 1906. Damals stand das Werk allein in weiter Flur, seitJahren ist ringsum alles bebaut.

9. Hotel Adler, Gelnhäuser Straße 3. Das Hotel Adler ist von Konrad Schweinsberger im Jahre 1797 erbaut worden, der es bis 1831 führte. Von 1831 bis 1871 war es im Besitz von Hermann Schweinsberger, von 1871 bis 1914 hatte es Konrad Schweinsberger. Der letzte Besitzer von 1914 bis 1962 war Karl Schweinsberger. Dem Verfasser und Zeichner ist der Grundriß des großen Gehöftes in allen Einzelheiten bekannt, woraus er schließt, daß es ursprünglich als landwirtschaftliches Gehöft gebaut wurde. Es erhielt im Laufe vieler Jahre immer größere Bedeutung. Große Stallungen sorgten dafür, daß Fuhrleute ihre Pferde unterstellen konnten. Es wurde Mittelpunkt des gesellschaftlichen Lebens, was früher auf dem Marktplatz im Gasthaus 'Zum Goldenen Engel' war. Er lag an der uralten Frankfurt-Leipziger Straße. Nach 1933 wurde es Stammlokal der Nationalsozialisten. Man nannte es 'Das braune Haus', Der letzte Besitzer Karl Schweinsberger starb kinderlos. Das Grundstück wurde von der Kreissparkasse Hanau angekauft, die in 1968 eine Nebenstelle ihrer Sparkasse erbaute. Über die Vergangenheit dieses Hauses wäre noch viel Geschichtliches zu berichten. Leider ist mit dem totalen Abbruch ein schönes Stück Selbolder Romantik für immer verschwunden. Dem Verfasser ist es gelungen, ausführliche Niederschriften über die Geschichte, des weithin im Umkreis bekanntgewesenen Hotels, anzufertigen.

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10. Bahnstraße lb. Diese Zeichnung zeigt uns das sogenannte Haus Adolf des Hotels Adler in der Gelnhäuser Straße 3. Es war für den Sohn Adolf errichtet. Wir sehen hier noch verschiedene Wirtschaftsgebäude des ehemaligen Hotels Adler. Die Flur nennt sich hier 'In den Sandhohlgärten' . Der Volksmund sagt auch über Bahnstraße 'ern Schlog' (= Schlag) = Schlagbaum.

11. Neugasse. Ein Stück 'Alt Selbold' ist die Neugasse im Ortsteil 'Klosterberg' . Dieser Ortsteil wird in den Selbolder Kirchenbüchern bereits 1691 aufgeführt. Wir sehen hier einen Bliek von der Neugasse zur evangelischen Kirche, die 1727-1735 vom Fürsten Wolfgang Ernst von Isenburg erbaut wurde. Die alten Fachwerkbauten waren Scheune und Stallungen von den Juden Seiferheld und Isidor Hamburger. Seit vielen Jahren haben diese alten Gebäude andere Eigentümer.

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12. Die ehemalige katholische Kirche in der Bahnstraße , früher genannt 'em Schlog', 'Schlagweg' , Schreibweise nach Selbolder Mundart: 'em Schlo(a)k'. Deutung: 'slac, slac', 'slok' Schlagbaum, Schranke. Hier im Schlag befand sich einst eine solche aufziehbare Schranke einfacher Art, die das Zurückfluten der Viehherden , die aus dem Viehtrieb Bocksgehörn, Stellweg usw. kamen, verhüten sollte. Die katholische Kirche ist in 1952 auf einem Feuerlöschteich erbaut worden. Die Kirche konnte wegen Mängel im Fundament nicht mehr benutzt werden.

13. Schäfergasse 7 und 9. Wir sehen hier eine Zeichnung der damaligen jüdischen Synagoge mit Judenbad in der Judengasse 7 und 9. Die Straßenbezeichnung wurde auf Antrag der Anwohner im Jahre 1919 in 'Schäfergasse' umbenannt. Diese Synagoge trug die Jahreszahl5475 (5478?) jüdischer Zeitrechnung, das ist 1715 (1718) christlichen Kalenders. Sie befand sich um diese Zeit an der Peripherie (= Außenstadt) der Gemarkung. Die Juden mußten separat wohnen (Getto).

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14. Steinweg 41/43. In den Jahren 1848 oder '49 verlegte man die Synagoge vergrößert nach dem Steinweg 411 43, wo dann auch die Judenschule war. Beide Synagogen dienen jetzt seit Jahren Wohnzwecken. 1853 gründete man im Steinweg die israelitische Volksschule. Sie entstand aus einer Privatanstalt. 1907 errichtete man einen Erweiterungsbau. Im Dezember 1915 sind in der israelitischen Schule 45 Kinder unterrichtet worden und zwar 18 Knaben und 27 Mädchen. Die ersten zwei Schutzjudenfamilien kamen 1682 nach Selbold. Um 1800 hatte das Dorf bereits 20 jüdische Familien. Die höchste Zahl war vor 1933 dann 423 jüdische Personen. Eine weitere Synagoge befand sich in einer Wagnerei Rothehohll7. Das war die erste Synagoge in Selbold überhaupt. Dieses Grundstück war ehemals fürstliches Eigentum und lag zwischen Wassergasse, Rotehohl, Am Steinborn und Braugasse. Diese Synagoge grenzte hart an die Rotehohl des Hauses Krieg, Rotehohl 17.

15. An der Klosterbergstraße 13 waren die Diensträume des Beigeordneten Friedrich Bauscher vom 5. Januar 1892·29. März 1892. Inschrift Scheunenbalken: Peter Ruth 1862 Erbauer - Scheune- Kellerdecke gewölbter Eingang Zeichen F.B. 1885. Friedrich Bauscher, Posthalter.

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16. Die Hanauer Straße um 1900, davor Bundesstraße 40 und früher Ende 18. Jahrhundert war sie FrankfurtLeipziger Straße, die vorher über den Weinberg führte, eine uralte ehemalige Post-, Handels- und Heerstraße. Seit dem Bau der Umgehungsstraße in 1969 ist es eine Ortsstraße. In der Zeichnung sehen wir Gastwirtschaft 'Weißes Roß' - 1725 erwähnt -, Alte Schule - 1815 erwähnt -, sicherlich schon früher erbaut, 1919 abgebrochen. Klosterberger Schulhaus 18361972, des Verfassers Geburtshaus, das 1895 erbaute Rathaus, als solches benutzt bis 1941, dann nach dem Brand im November 1974 abgebrochen. Es gab Straßenbeleuchtung auf Gas seit 1906.

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