Langenselbold in alten Ansichten Band 2

Langenselbold in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Wilhelm Völker
Gemeente
:   Langenselbold
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4527-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langenselbold in alten Ansichten Band 2'

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27. Hinserdorfstraße 2. Alte Totenhofmauer - Einfriedigung - mit Zufahrt zur Furt - 1952 beseitigt. Hier standen früher die Peterskirche und die Marienkapelle. Die Einfriedigung hat Stützmauern erhalten, weil die Leichen auf diesem Kirchhof mehrfach übereinander beerdigt wurden, und die aufgefüllten Erdmassen auf die Außenwände drückten.

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28. Bogenstraße 5, ehemalige Töpferei. Die Gemeindeverordneten beschließen am 9. August 1899 den sogenannten SchergeseI im Volksmund 'Schäiesel' in Bogenstraße zu benennen, weil die Straße im Bogen verläuft. 1903 schreibt man 'Scheresel' auch 'SchürgeseI' . Wie ist das Wort zu erklären: Ein Scherge war früher ein Gerichtsdiener, es war auch eine Abwertung für einen Polizisten. In Selbold sagte man zu einem Schinder = 'Schinner' = Schern, Scheren = abschneiden. Das altgermanische starke Verb (= Zeitwort) mhd. = scheren. Schern geht also auf abschneiden, scheren, trennen, zurück. Sollte hier im Schergesel ehemals ein Schinder, der einen Esel für seine Traglasten benutzte, tätig gewesen sein? Unter Scherge bezeichnete man hier auch einen Henker, Henkersknecht. Wir hatten hier ein Hochgericht. Im Wohnhausanbau war früher eine Töpfereider letzte Brennmeister , Töpfermeister , war Peter Lamm der 'Harzer', weil er von Haitz, Kreis Gelnhausen, stammte. Die Scheuer wurde 1767 erbaut, mit Inschrift 17 C C 67. Die Zeichen bedeuten den Erbauer, sie konnten noch nicht gedeutet werden.

29. Das Brauhaus in der Wassergasse 15 um 1%3. Erbauer war Graf Moritz zu Isenburg und Büdingen. Erstmals nachgewiesen 1601. Die Wirtschaft Fachwerk wurde laut Inschrift 1715 erbaut.

30. Bendergasse 5, eine Gasse - Straße - in der ehedem ein 'Bender' das heißt ein Faßbender oder Küfer wohnte, hiernach die Straßenbezeichnung. Eine in 1987 180 Jahre alte Bauernhofraite, Eigentümer war Heinrich Bauscher. Über dem Scheunentor ist ein verzierter eichener Querbalken mit folgender Inschrift angebracht: 'P.D. 1807' = Peter Döll der Erbauer. In der Giebelwand, Straßenseite und Hofraite befinden sich Rauten, Zeichen hier wird Leben erzeugt (Schlafzimmer).

31. Die Hiutengesäßerstraße beginnt bei der Gastwirtschaft 'Zur Deutschen Einigkeit' (Eigentümer Georg Ruppert, danach Fischer). Sie verläuft in Richtung Rödelberg-Hüttengesäß. Sie liegt im Ortsteil Hinserdorf früher 'Hinter dem Dorf, 'Hinterdorf , 1632 Hinserdorf. Hinserdorf bedeutet 'Dorf jenseits' (der Gründau). Das Stallgebäude im Vordergrund rechts, Hüttengesäßerstraße 1, ist inzwischen abgebrochen.

32. Bliek von der Mühlgasse zur Hüttengesäßerstraße. Die Zeichnung stellt das schöne Fachwerkhaus Hûttengesäßerstraße 6 dar, an welchem auch Rauten zu sehen sind. Die Flur nennt sich hier Frankenberg, im Ortsteil Hinserdorf liegend. Frankenberg erinnert an früher hier angesiedelte Franken (Kar! der Große).

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33. Hûttengesäßerstraße JO. Ein altes landwirtschaftliches Anwesen. Hier residierte vom 8. Oktober 1866 bis 7. November 1868 der Bürgermeister Johannes Mohn IV. Seine Diensträume befanden sich im ersten Stock nach der Straße hin. Mohn ist 1868 (?) aus unangenehmen Gründen nach Amerika ausgewandert. Ein Sohn vonihm betrieb dort eine Farm.

34. Wir sehen hier die Auebrücke aus Holz, die leider in 1982 wegen Beschädigungen durch das Hochwasser der Kinzig beseitigt werden mußte. Eine neue Eisenbetonbrücke wurde 1982 erbaut. Von hier ein Bliek zum Weinberg mit dem Wingertshäuschen und einigen Unterstellhäuschen zwischen den vielen Weinreben (Rekonstruktion). Bei der Weinlese wurde ein Zelt aufgeschlagen, die Trauben geerntet und feucht fröhlich gefeiert.

35. Der Hermekruk in Selbold. Es ist ein Sandsteindenkmal, das die Jahreszahl1517 trägt, ist alsoin 1987470Jahre alt, das Aiteste was es in Selbold überhaupt gibt. Die Schreibweise ist: Hermekruk, Hermekrouk, Hirmescruze und Hirmekrouk. Der Stein steht im Fürstlichen Waldort 'Abtshecke' . Er hat seinen Standort schon dreimal gewechselt. Viele Heimatforscher versuchten eine Deutung für den Stein zu finden. Die bekannteste ist, er soll an den Mord eines Bürgermeisters Krug von Gelnhausen erinnern. Dies kann nach meinen Nachforschungen nicht stimmen, da es Steine mit diesem Namen in verschiedenen Orten des ehemaligen Landkreises Hanau gibt. Der Stein kann nur ein Überbleibsel des Selbolder Klosters sein, das mögen auch seine ausgehauene Figuren, sowie das Kreuz an der Spitze beweisen. Es gibt hierüber eine wunderschöne Sage. (Ausführliches ist in meinem Heimatbuch 1982 Band II nachzulesen.)

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36. Das Langenselbolder Schrankenwërterhaus am Bahnhof in der Kinzigstraße ist nicht mehr. Der beschrankte Bahnübergang wurde 1978 beseitigt, die Kinzigstraße höher gelegt und eine Überführungsbrücke in 1978 erbaut. Die Schranken schlossen sich letztmalig am 4. Oktober 1978.

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