Langenselbold in alten Ansichten Band 2

Langenselbold in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Wilhelm Völker
Gemeente
:   Langenselbold
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4527-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Langenselbold in alten Ansichten Band 2'

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37. Bruderdiebacherhof, am 'tiepach' ( =tiefen Bach) gelegen, gehörte ehemals zum Besitz des reichen Klosters Selbold, also den Brüdern, das heißt den Mönchen, daher sein Name. Er lag und liegt noch da, wo der alte, schon vorgeschichtliche Weg nach Marköbel, 1370 der 'Kepeler pad' genannt (Reimer lIl., 618), die Diebach überschritt. Dieser Bach entspringt in Vonhausen, Kreis Büdingen, fließt in südwestlicher Richtung durch Diebach am Hag, Alt und Neu Wiedermus und weiteren Dörfern nach Hanau in die Kinzig. Im Mittelalter führte er weitere Namen wie 'Diepahe', 'Diebach' , auch 'Schafbach ' und 'Fallbach' . Diepahe oder Diebach bedeuten das tiefe Wasser oder der tiefe Bach. Der Bruderdiebacherhof verdankt ihm auch sein Name. Urkundlich tritt dieser Name erstmals 1270 auf.

38. Bei der Heuemte, laden des Heuwagens. 1897 gab es in Selbold zum letzten mal Heuerntefeiern. Früher schlug ein Wirt auf der Wiese ein Zelt auf. Hier gab es Bier, Apfelwein, Weck (= Brötchen) und Zigarren, bei viel Humor. Zum Heuernten waren die Selbolder Mädchen und die jungen Burschen mit ihren guten und sehr schönen Trachten angetan, die sie auch bei den Heuarbeiten trugen. Hier sehen wir die Pferde mit Fliegenschutz mit Ohrenkappen. Bei der Heuernte denken wir an Schillers Glocke 'hab' den Wagen voll geladen'.

39. 'In den Theiläckem' (Volksmund: 'en de Daläcker') mit Bliek nach dem Weinberg auf dem Grundstück 'SchieBers Weide' (Volksmund: Scheißers Weire), Flurname 'In den Theiläckern' , Deutung: Äcker, die früher unter den Ortsbürgern aufgeteilt wurden. Flurname SchieBers Weide, Deutung: Auf dem Grundstück der Schießer (Name) stand vor 1897 (Verkoppelung) ein alter Weidenbusch, daher die Bezeichnung.

40. Kartoffelernte um 1930. Wir sehen hier eine Gruppe 'Kartoffelausmächer' in der unbebauten Flur am 'Ellenbügel'. Seit Jahren ist diese Flur mit Wohnhäusern bebaut. Hier wurden die Kartoffeln mit dem Pflug ausgemacht, von den Helfern in Körbe einzeln aufgelesen und in bereitstehende Kartoffelsäcke gefüllt. Das war für uns Kinder immer eine erfreuliche Zeit. Beim Mittagessen auf dem Acker, beim Verbrennen des Kartoffelkrautes in dem wir unsere Bratkartoffeln 'brieten', wir nannten sie 'Feldhinkel' (Feldhühner).

41. Kleinsiedlung, Dreschmaschine am Dreschplatz in der Kleinsiedlung, ehemals Wohnbaracken, Dreschplatz Peter Martin, Wieger Konrad Koog, Seegasse, amtlich bestellt als Wieger , Zwangsbewirtschaftung während des Zweiten Weltkriegs. Das Bild entstand um 1941.

Die Dampf-Dreschmaschine bei Lehr, Jägergasse 17.

42. Hier wird für den Winter gesorgt. Familie Lehr mit Hilfskräften beim Kraut einschneiden. Beim frisch geernteten Weißkraut werden die äußeren Blätter entfernt, von hand gehobelt, entsprechend fein geschnitten, und in einen weißen Korb (Mahne) gefüllt, dann in steinerne Töpfe oder Holzfaß getan und eingestampft mit einem runden Holzdeckel abgedeckt und mit einem schweren Basaltstein beschwert. Hier bleibt es bis es reif zum Verzehr ist. Zum Verbrauch wird es je nach Bedarf entnommen.

43. Dunghordwagen vor der 1910 errichteten Lederleimfabrik Steinhäuser und Petri in der Kinzigstraße. Im Volksmund 'Gulasch' genannt. Sie beschäftigte am 1. Juli 1914 fünfundzwanzig Personen.

44. Kastenwagen mit Mist (Dung) fahren im Hofe Lehr, Jägergasse 17.

45. Kutschwagen einspännig. Im Hintergrund das Gemeindebackhaus in der Klosterbergstraße, abgebrochen um 1965. Die damalige Gemeinde besaß sieben öffentliche Backhäuser. Marktplatz, Oberdorfstraße, Ziegelstraße, Steinweg, Jägergasse, Klosterbergstraße und Braugasse. Sie sind leider alle beseitigt.

46. Hintergasse. Die Hintergasse hat ihren Namen nach ihrer Lage, 'Hinter dem Dorf erhalten. Der Volksmund nennt sie, ab dem Haus Kuhn, Hintergasse 22, 'Labrausche-Gässi'. Hier standen einst viele Laubbäume, die bei Wind rauschten, deshalb diese Bezeichnung. Vor dem Haus Kuhn war ehemals ein öffentlicher Brunnen, den der Volksmund 'Jurreborn' nannte (Judenbom). Ein nicht angenehmer Jude ging flüchtig, seine Verfolger schnappten ihn und warfen ihn in den genannten Brunnen - siehe Zeichnung - daher der Name durch den Volksmund. Die Verfolger holten ihn aber wieder aus dem Born. Es sollte nur eine Lehre für sein schlechtes Verhalten sein.

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