Lauchhammer in alten Ansichten

Lauchhammer in alten Ansichten

Auteur
:   Rudolf Armer
Gemeente
:   Lauchhammer
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5394-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Lauchhammer in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Diese Ansicht zeigt uns vier Erinnerungen. Oben links sehen wir die Rückseite des Mückenberger Schlosses zur Parkseite hin. Auf der rechten Seite steht das Kaiserliche Postamt; dieses Gebäude hat sein Aussehen nicht verändert. Es ist ein aus roten Klinkern erbautes zweigeschossiges Gebäude mit viel Verzierungen aus der Zeit des 19. Jahrhunderts. Unten links eine Ansicht einer Brikettfabrik, der MarieAnne-Grube der BUBIAG. Der davor zu erkennende Tagebau gehörte zur Millygrube und ist mit Wasser gefüllt. Rechts unten ist für alle eine schöne Erinnerung zu sehen: Als im Jahre 1905 der Schulleiter Herr Plage den Gedanken faBte einen Jugendbund zu gründen, kam auch der Gedanke einer Badeanstalt mit hinein und dieser kam auch zur Ausführung. Die Badeanstalt hatte zwei getrennte Becken, eins für die Frauen und das andere für die Männer, 'wegen der Sitte'. Das Bad lag aber im Sumpfgebiet und ist dann später nach Jahren eingefallen.

20. Zu jedem Sportfest gehörte zum Ausmarsch und zur Unterhaltung eine Musikkapelle. Hier sehen Sie die vereinten Sportler aus Mückenberg und Dolsthaida mit ihrem Spielmannszug vor der Elsterschenke in Mückenberg. Abends wurde dann zum Tanzen aufgespielt. Fast jeder Ortsteil hatte seine eigene Musikkapelle.

21. Mit dem Grafen von Einsiedei (1804-1861) ist untrennbar sein Oberfaktor Joharm Friedrich Trautscholdt verbunden. Es war ein in der damaligen Geschichte des Hüttenwesens und auch heute noch bekannter Mann. Ihm unterstand die Oberleitung des Lauchhammerschen Hüttenwerkes von 1802 bis 1839. Er war ein mit den Fortschritten der Technik versierter Mann. Er hat uns mit seiner Niederschrift '100 Jahre Lauchhammer' ein unvergessenes Geschichtswerk hinterlassen. Sein Wohnhaus in Lauchhammer-Ost steht unter Denkmalsschutz, die Bezeichnung ist heute wie früher das 'Trautscholdtsche Haus'.

:Ir;/I(";;/;~1?':Il:/'/' nu//' "11:,'111 r;:'('dill ..

I

22. Dieser Anblick zeigt uns das alte Lauchhammer-Werk und seine ersten Häuser um das Jahr 1800, auf einem Gobelin festgehalten. Im Vordergrund wird der Oberhammerteich gezeigt und in der Mitte des Bildes erkennt man an dem Türmchen den Hochofen.

23. Die im Jahr 1827 gebaute Gebläsemaschine für die Bleischachtöfen für die Staatlichen Hüttenwerke bei Freiberg in Sachsen, steht jetzt als Industriedenkmal am Eingang zum Eisenwerk Lauchhammer. Die Maschine war bis 1925 in Betrieb und wurde durch ein großes Wasserrad angetrieben. Alle Teile wurden damals im Lauchhammerwerk selbst gegossen.

24. Diese Aufnahme zeigt die Brikettfabrik und das kleine Kraftwerk Lauchhammer aus dem Jahr 1908. Gebaut wurden diese Anlagen um 1901. An der rechten Seite erkennt man eine lange Brücke, darüber wurde durch eine Kettenbahn die Rohbraunkohle aus dem Tagebau Lauchhammer herbeigeholt. Der Tagebau war gleich am rechten Bildrand. Später erfolgten mehrere Umbauten und Erweiterungen, so daß sich das ganze Bild geändert hat. Bis auf einen Rest der Anlagen liegt heute alles still.

25. Der Geheime Kommerzienrat Hallbauer war Generaldirektor in der früheren AG Lauchhammer und war auch immer auf technische Neuerungen bedacht. Es war sein großer Verdienst. daß er mit seinem Berater für elektrotechnische Anlagen das sich gesteckte Ziel, in Lauchhammer eine Anlage für 110 000 Volt zu bauen, erreichte. Die Anlage war die erste in Europa, die solche Spannung erzeugte und transportierte. Sie wurde über eine 53 Kilometer lange Freileitung bis Riesa und Gröditz geführt. Der Herr Hallbauer war von 1884 bis 1920 hier tätig.

26. Mit der Erweiterung der Walzwerke und der Fabriken in Lauchhammer, kam immermehr die Forderung nach höherer Elektroenergie. Im Jahre 1910 fuhren die Herren Hallbauer und Krumbiegel nach Amerika, um dort die hohen Spannungen zu studieren. Man entschied sich für eine Spannung von 110 000 Volt. Die Aufnahme zeigt uns das in Lauchhammer gebaute Schalthaus mit seinen sechs Geschossen. Deutsche Ingenieure beschäftigten sich mit dem Entwurf der Schaltanlagenteile, Schalter, Sammelschienen, Trenner und so weiter. Als Sammelschiene wurde damals ein mit Messing überzogenes 30er Eisenrohr eingesetzt. Am 24. Januar 1912 wurde dieser Fortschritt in der Elektrotechnik zugeschaltet. Es war ein Fortschritt von ungeahnter Größe für Deutschland geschaffen worden. Das Schalthaus steht nur noch zur Erinnerung.

27. Diese Aufnahme zeigt das Eisenwerk Lauchhammer etwa um das Jahr 1890. Das Lauchhammerwerk war dauernd im Ausbau und in technischer Erweiterung zu finden. Das hohe Gebäude in der Mitte mit dem Schornstein ist das erste Kesselhaus mit dem Kraftwerk. Hier begann man in Lauchhammer mit dem Eisenkunstguß.

28. Die Aufnahme zeigt uns die alte Kunstgießerei von Lauchhammer. Sie wurde im Jahr 1863 gebaut und öfters erweitert. Seit dem Jahr 1784 wird in Lauchhammer Kunstguß betrieben. Den Anfang dazu gab der Graf Derlef Kar! von EinsiedeI. Er besorgte sich aus Italien jede Art von Modellen. Das hier zu sehende Gebäude ist fast ganz aus Schlackensteinen von der damaligen Hochofenschmelze gebaut. Geschmolzen wurde hier am Anfang in Lauchhammer Raseneisenstein, der hier und in der Umgebung geschürft wurde. Ein besonders früher historischer Guß war das Lutherdenkrnal vom Bildhauer E. Rietschel , das im Jahre 1868 in Worms aufgestellt wurde.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek