Lauchhammer in alten Ansichten

Lauchhammer in alten Ansichten

Auteur
:   Rudolf Armer
Gemeente
:   Lauchhammer
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5394-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lauchhammer in alten Ansichten'

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Bockwitz

Totalansicht

49. Diese Panorama-Ansicht von Bockwitz um 1911 ist vom Süden aus, also von Mückenberg, aufgenommen. Der im Vordergrund zu sehende See ist der Wohlsehe Teich. Im Herbst wurde er immer abgelassen und konnte dann als Viehweide genutzt werden. Diese Hutung gab in den Jahren zuvor immer viel Streit mit dem Rittergut Mückenberg und der Gemeinde Bockwitz. Am 20. September 1826 begann die Aufteilung des gemeinsamen Gebietes an Waldung und Weide. Der Teich lag an der Grenze zwischen den beiden Ortschaften. Am 17. März 1831 wurde durch richterlichen Bescheid der ganze Teich dem Rittergut zugesprochen. Er hatte eine Größe von 139 Morgen. Diesen schönen idyllischen Anblick gibt es nicht mehr, das Gelände trägt nur noch den Namen, als Flurbezeichnung.

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50. Auf dieser Postkarte von Bockwitz aus dem Jahr 1911 ist unten die Friedrichstaler Straße, von oben nach unten zum Denkmalsplatz führend, zu sehen. Das erste Gebäude ist eine Bäckerei und nach dem großen, mit zwei Spitzdächern ausgestatteten Gebäude in gelben Klinkern folgt eine Gaststätte, der 'Blaue Affe', so im Volksmund genannt. Im oberen Teil der Ansicht ist im Hintergrund die evangelische Kirche mit ihrem hohen Turm zu sehen. Das große Gebäude rechts, zum Teil in Fachwerk ausgeführt, ist das neue Gemeindehaus der Kirche. Davor, heute nicht mehr zu denken, eine WasserpJumpe. Links neben dem Gemeindehaus das Feuerwehrgerätehaus mit dem daneben stehenden Übungsturm. Ganz links sieht man den Anfang der alten Schule bis 1913. Die Feuerwehr feiert im Jahr 1992 ihr hundertjähriges Bestehen.

51. Am 4. August 1914 wurde in Bockwitz die zwölfklassige Volksschule eingeweiht. Bis zu dieser Einweihung wurde der Schulbetrieb in den heutigen Gebäuden vom Rat der Stadt und dem gegenüberliegenden Haus II durchgeführt. Die neue Schule ist aus roten Klinkern aufgebaut und mit grün glasierten Klinkern verziert. Die Schule hat hinter dem Haus einen großen abgeschlossenen Schulhof. An der Schule geht die Gartenstraße vorbei, Am Tag der Einweihung gab es acht Lehrer und 736 Schülerinnen und Schüler. Die Schule trug über viele Jahre den Namen 'Gartenschule ' .

52. Die Aufnahme zeigt uns die Gedächtnisstätte in Lauchhammer-Ost für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs. Die Aufschrift in erhabenen Buchstaben und Ziffern lautet: 'Gedächtnisstätte für die Opfer des Weltkrieges 1914-18, In Liebe geschaffen von der dankbaren Heimat.' Die beiden links und rechts auf dem Monument stehenden Ritterfiguren geben dem Denkmal seine würdige Note. Der längliche Sockel hat jeweils an seinen Enden eine Verzierungsschale. Das Denkmal steht auf dem Friedhof in Lauchhammer-Ost.

53. Die Zeichnung von G. Schairer wurde am 'sechsarmigen Wegweiser' angefertigt und bringt sehr viele Erinnerungen. Wir sehen hier den rings um Lauchhammer einmal vorhandenen Wald in seiner ganzen Schönheit. Sechs Wege treffen sich hier, von Kleinleipisch, von Bockwitz, von Lauchhammer, von Kostebrau, früher Finsterwalde und ... Es war einrnal. Mit dem Fortschreiten der Tagebaue wurde aus diesem Idyll eine Wüste und eines Tages hat wohl der Wegweiser einen Liebhaber gefunden.

Bockwi'z. Proll. Sachsen - De"Kmaip atz

54. Die Postkarte aus der Zeit um 1913 gibt uns einen schönen Bliek über den Denkmalsplatz hinüber zu dem großen Gebäude. Das Gebäude war früher weinrot angestrichen und sein Name ist bis heute der 'Rote Ochse'. Darin war früher die Gastwirtschaft von Herrn Merganz. Von besonderer Schönheit ist der Kuppelbau an der Hausecke der Kleinleipischer Straße. Links neben dem langen Gebäude war das Geburtshaus der Familie Nitzsche, die es sehr zahlreich in Bockwitz gab. Das Kriegerdenkmal ist fast von der Grünanlage verdeckt. Im Hintergrund ist der hohe Turm der Dorfkirche zu sehen.

55. Der Beginn einer neuen Technik im Braunkohlentagebaubetrieb war die Einrichtung von Förderbrücken. Die Aufstellung erfolgte auf großen Rüstholzstapeln und die einzelnen Stahlsegmente wurden miteinander vernietet. Naturgewalten sind aber manchmal stärker. Am 21. März 1928 zwischen 9.30 und 10.00 Uhr verstärkte sich der an diesem Tag herrschende Sturm aus dem Osten. Der Wind riß die Verankerungen der Stahlseile. Die im Bau befindliche Brücke kippte um. Es waren gerade zu dieser Zeit etwa 24 Mann einer Nietkolonne auf dem Gerüst; 16 Arbeiter verunglückten tödlich.

56. Der Naundorfer See ist schon seit 1566 auf alten Landkarten eingezeichnet und wird in Lehnsurkunden der verschiedenen Besitzer auf Schloß Mückenberg erwähnt. Es war ein sehr fischreiches Gewässer und hatte keinen besonderen Zu- oder Abfluß, bis später der Hammergraben hindurchgeleitet wurde. Die findigen Bürger von Naundorf legten sich einen Badesteg an und hatten bis 1913 eine beliebte Kahnausleihstation. Nach dem Jahr 1913 wurde der See vom Lauchhammerwerk abgelassen und die darunter liegende Braunkohle abgebaut. Heute ist das Gelände verkippt und bebaut mit Häusern und Wald.

57. Diese schöne Karte aus der Zeit um 1918 zeigt uns die Innenausstattung des Gasthofes 'Zum Stern' in Naundorf. Der damalige Besitzer war Emil Dambowsky. Dieser gut eingerichtete Saal zog viele Besucher an. Später war der Besitzer Thienius und heute ist der GasthofTreffpunkt der Senioren.

58. Der Grenzstein zwischen der Provinz Sachsen und der Provinz Mark Brandenburg steht genau am Stadtrand von Lauchhammer. Nachdem der Krieg zwischen Preußen und Sachsen beendet war, mußte das Königreich Sachsen im Jahre 1815 einen großen Teil der Lausitz an den Preußenkönig abtreten und so kam auch unser Gebiet an Preußen.

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