Lauf an der Pegnitz in alten Ansichten

Lauf an der Pegnitz in alten Ansichten

Auteur
:   Anneliese Rebmann
Gemeente
:   Lauf an der Pegnitz
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1829-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lauf an der Pegnitz in alten Ansichten'

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19. Dieser noch zusammenhängende Teil der Stadtmauer schließt den Spitalbereich nach Süden ab. Mächtig erhebt sich darüber der Turm der im Markgrafenkrieg 1553 ausgebrannten Leonhardskirche. Das Spital war eine Stiftung des Nürnberger Bürgers und Glockengießers Hermann Keßler im Jahre 1374. Die dazugehörige Kirche wurde dem Heiligen Leonhard geweiht und zur Stadtpfarrkirche erhoben. Nach ihrer Zerstörung wurden die Gottesdienste in die Johanniskirche verlegt und dort belassen. Das Spital, das den Namen 'Glockengießerspital' trägt, hat sich bis in unsere Zeit erhalten und dient heute als Altenheim. Rechts das große Gebäude ist das alte Schulhaus. (Aufnahme 1910.)

20. Am Anfang der Spitalstraße steht dieses mit einem Mansardendach versehene Haus, das dem Palier Johann Walter gehörte und in dem - vermutlich seine Frau - ein Kranz- und Blumengeschäft betrieb. Davor stand damals noch ein etwas baufälliger Backofen, über dessen Tor eine eingemauerte Tafel sich befand mit den Buchstaben H.K. und der Jahreszahl1823. Im Hintergrund ist das alte Schulhaus noch zu sehen. Nach dem Bau eines neuen Schulgebäudes 1856 in der Nürnberger Straße wurden seine Räume an minderbemittelte Familien abgegeben. Spater wurde es wegen Baufá1ligkeit abgebrochen und an seiner Stelle eine Kinderschule errichtet, die 1912 bezogen werden konnte. (Aufnahme um 1910.)

21. Der Innenhof des Spitals war um die Jahrhundertwende weniger ein Platz, an dem sich auswärtige Besucher begeisterten, Fotografen in ihm ein besonders reizvolles Motiv fränkischen Fachwerkbaues sahen, sondern vielmehr ein vielseitig benutzter Wirtschaftshof. Das Spitalgebäude mit seinem Treppenturm war noch verputzt und an seiner Südwand entlang türmten sich schön geschlichtete Holzstöße, die für die Wintermonate trockenes Brennholz lieferten. Davor steht der damalige letzte männliche Spitalhausverwalter Hugo Dasch; neben ihm seine Frau und sein Sohn Kar!. Weitergeflihrt wurde dann die Verwaltung ab 1923 durch seine Tochter Margarethe. (Aufnahme Guido von Volckamer auf Kirchensittenbach 1894.)

22. Die Lukasgasse, früher Schulgäßchen genannt, ist ein Verbindungsweg vom Marktplatz zur Spitalstraße und damit zum früheren alten Schulhaus bei der Leonhardskirche. Das sehr schmale Haus, das mehrmals geknickt - sich in seiner Bauweise der Biegung der Gasse anpaßt, verbreitert sich bis zum Marktplatz zu seiner vollen Größe und ist dort in nichts mehr von den Nachbarhäusern zu unterscheiden. Seit Ende des 19. Jahrhunderts wirkte darin der Bäckermeister Friedrich Römer und der Duft von frischgebackenem Brot durchzog die enge Gasse. Eine Angehörige der Familie - Babette Römer - vermachte dieses Haus nach ihrem Ableben der Stadt Lauf (Römer-Stiftung), (Aufnahme Städtisches Hochbauamt Nümberg 1929.)

23. An einem kleinen Platz in der Nähe des Glockengießerspitals stehen zwei Häuser, die als Wirtschaften bekannt waren. Das Sandsteingebäude aus dem 17. Jahrhundert mit dem Volutenrahmen über dem Tor war die Wirtschaft 'Zum silbernen Lamrn', die spätere Glaserei Zahn. Das andere Gebäude, die Wirtschaft 'Zum goldenen Hirschen', wurde bis nach dem Zweiten Weltkrieg noch als Bierwirtschaft geführt, Sie gehörte einstmals einer Familie Sichart. Ein Nachkomme davon - Joh. Friedrich - wurde in Nümberg Tuchhändler, gründete mehrere Handelshäuser und eine Seidenfabrik in Italien. 1699 wurde er geadelt und nannte sich von nun an Sichart von Sichartshoff. Er stiftete seiner Vaterstadt Lauf 3 000 Gulden für die Armen; der Kirche ein Altarbild, eine Meßkanne und eine Orgel. (Aufnahme Richard Rödel, Lauf 1930.)

24. In Angst und Schrecken wurden die Laufer Einwohner versetzt, als in der Nacht vom 4. auf den 5. Februar 1909 die Pegnitz dermaßen anstieg, daß um vier Uhr früh ein noch nie dagewesener Hochwasserstand von 3 Metern 30 über dem Nullpunkt verzeichnet wurde. Auch die Häuser in der Spitalstraße standen teilweise bis zum ersten Stock im Wasser. Da für die Bewohner anfangs das Ausmaß der Überflutung nicht abzusehen war, blieben viele in ihren Wohnungen und mußten durch Boote gerettet werden. Es entstand überall großer Schaden; so wurde zum Beispiel dem Metzgermeister Fleischmann der gesamte Holzvorrat weggeschwemmt. (Aufnahme Conrad Schwemmer, Lauf.)

25. Auch in der lohannisstraße lief das Hochwasser bis in die Höhe der jetzigen Apotheke. Die Pegnitz hatte eine solch ungeheure Strömung, daß sie Bienenhäuser, Hopfenstangen, Bau- und Brennholz vor sich hertrieb. Ebenfalls wurden fast alle Brücken Opfer der Fluten, In der lohannisstraße wurden Bretter mit Balken verbunden, um wenigstens einen provisorischen Straßenübergang zu bekommen. Vermutlich war das Wasser aber schon wieder am sinken, denn die Gesichter der Männer drücken nicht gerade Besorgnis aus. Vielmehr genießen sie es, in dieser Situation fotografiert zu werden. (Aufnahme Conrad Schwemmer, Lauf.)

26. Kommt man von der Spitalstraße zur Wasserbrücke, die jahrhundertelang der einzige Verbindungsweg über die Pegnitz war, so führt links ein gepflasterter Weg zum Fluß hinunter zur Pferdeschwemme und zu den Waschbänken. Hier wurde die Wäsche gebürstet und gefleit, galt doch das Flußwasser als weitaus besser denn das Brunnenwasser. Dabei wurden natürlich auch die örtlichen Neuigkeiten ausgetauscht und beredet. Inzwischen ist der Platz aufgefûllt und am Fluß entlang eine Mauer hochgezogen worden. An dem Eekhaus der Wirtschaft Sengelmann,jetzt Vogel, wurde im ersten Stock der Verputz entfernt und dadurch ein sehr schönes Fachwerk wieder freigelegt. (Aufnahme Richard Weigmann, Laufum 1905.)

27. Dieser sogenannte Judenturm, an der Südwestecke der Stadtmauer gelegen, war Mitte des 15. Jahrhunderts errichtet worden. Er galt als einer der mächtigsten Batterie-Türme der Städte des Pegnitzgebietes. Sein Name ist nicht genau erklärbar. Bereits nach 1500 wurde er im Innem umgebaut und als Wohnhaus verwendet. In den Jahren vor 1900 wohnte hier der Ökonom Fuchs, der durch seine Mundartgedichte bekannt wurde. Sogar seine landwirtschaftlichen Erzeugnisse bot er in Versform an. Die Gasse, die hier entlang führt, ist die 'Höllgasse'; sie verläuft von der Johannisstraße kommend in einem Bogen herunter bis zur Pegnitz.

28. Diese Ansicht zeigt einen Teil der Leßnergasse, früher 'verdere Höll' genannt. Der Kastenerker - links irn Bild - war früher nur das Ende eines überdachten Treppenaufganges, der an der Außenseite des Hauses in den ersten Stock führte. Die Gasse erhielt ihren Namen nach der Pfarrerswitwe Anna Leßner. Sie vermachte in ihrem Testament vom 15. Januar 1739 der Stadt Lauf 500 Gulden mit der Bitte, jährlich an Johanni an 50 Arme der Stadt je 20 Kreuzer auszuteilen, besonders aber an arme Witwen. Ihr Mann Marcus Leßner kam 1703 als Pfarrer nach Lauf, wo er nach segensreicher Tätigkeit 1724 als geachteter Mann verstorben ist. (Aufnahme R. Rödel, Lauf um 1930.)

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