Lauf an der Pegnitz in alten Ansichten

Lauf an der Pegnitz in alten Ansichten

Auteur
:   Anneliese Rebmann
Gemeente
:   Lauf an der Pegnitz
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1829-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lauf an der Pegnitz in alten Ansichten'

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49. Nicht weniger mit Staub und Ruß verbunden war die schwere Arbeit in der Hammerschmiede Engelhardt. 1895 erwarben Konrad und Hans Engelhardt von dem Nürnberger Friedrich Daumer den Eisenhammer und setzten ihn wieder in Betrieb. Geseltmiedet wurden Werkzeuge. Später ging man dazu über, nur noch Rohlinge herzustellen, die zur Weiterverarbeitung in mechanische Werkstätten kamen. Zum Teil wurden zentnerschwere Eisenstücke zu Quadern, Ringen, Platten und Zylindern verarbeitet. Auch dieser Betrieb ist seit Jahren stillgelegt.

SO. Um einen zweiten Verbindungsweg über die Pegnitz zu gewinnen, erwog man, eine Fußgängerbrücke zu errichten, besonders um die dort befindlichen Draht- und Mahlmühlen in der Hämmern und in der Sichartstraße miteinander zu verbinden. So erbaute man am 3. Wehr 1871 diesen Holzsteg. Wie alle diese Holzbrücken hatte auch diese immer wieder durch die jeweils im Frühjahr auftretenden Überschwemmungen zu leiden, so daß der Steg bei dem großen Hochwasser 1909 ein Opfer der gewaltigen Wassermassen wurde. Wieder neu errichtet, hielt der Hämmernsteg - wie er genannt wurde - diesmal bis 1936. (Aufnahme Foto-Schwemmer um 1930.)

51. Im Jahre 1929 herrschte bis Anfang März eine derartige langanhaltende Kälte, wie sie seit 1895 nicht mehr verzeichnet worden war. Infolge des starken Frostes war die Pegnitz mit dickem Eis bedeckt. Rohrbrüche und eingefrorene Wasserleitungen hatten zur Folge, daß Hunderte von Haushaltungen ohne Wasser waren. Auch der Stadtteil links der Pegnitz hatte darunter zu leiden, so daß nur über Mittag für zwei Stunden die Hydranten zur allgemeinen Wasserentnahme geöffnet wurden. Die Aufnahme zeigt die Pegnitz mit dem vereisten 4. Wehr.

52. Auf dieser mit Jugendstilornamenten versehenen Ansichtskarte sind drei Neubauten abgebildet, die in Lauf nach 1900 kurz hintereinander errichtet worden waren. Im oberen Teil der Karte ist die für Lauf erste katholische Kirche zu sehen. Sie wurde am 4. Oktober 1903 dem Heiligen Otto geweiht. Im Mittelfeld ist das Distriktskrankenhaus abgebildet. Die Einweihungsfeier fand am 3. Januar 1903 statt, Dieses Gebäude findet jetzt als Altenheim Verwendung. Im unteren Feld ist die Friedhofskapelle in dem neu angelegten Friedhof Lauf links der Pegnitz zu sehen. Dieser wurde am 29. April 1905 feierlich eingeweiht. (Ansichtskarte Heinr. Bachmann, um 1905.)

53. Der alte Friedhof lag seit Mitte des 16. Jahrhunderts außerhalb der Stadtmauer. 1627 stiftete eine Laufer Bürgerin von ihrem Garten an der Grabenstraße soviel Platz, um darauf ein Kirchlein zu errichten und gab dazu auch noch das nötige Geld. Erst 1658 konnte mit dem Bau begonnen werden; die Kapelle wurde dann dem Heiligen Salvator geweiht. Nachdem 1905 im Stadtteillinks der Pegnitz ein neuer Friedhof angelegt wurde, verlor diese Totenkapelle ihre Bedeutung. Das vor der Kirche stehende Haus, zu dem ein Brennofen gehörte, war über 100 Jahre im Besitz der Hafnersfamilie Kleinauf. Erst Mitte dieses Jahrhunderts wurde dieser Handwerksbetrieb eingestellt. (Aufnahme von Richard Rödel, Lauf.)

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54. Weitere Neubauten schlossen sich an. Das neu gebildete Bezirksamt wurde am 20. Februar 1908 vom Finanzausschuß der Bayerischen Abgeordnetenkammer genehmigt. Im gleichen Jahr wurde dann mit einem dafür benötigten Neubau begonnen und als Ort nach verschiedenen Überlegungen ein Platz an der Urlasstraße ausgewählt. In dem Gebäude mußte - außer den Amtsräumen - auch die Wohrrung des königlichen Bezirksamtmannes untergebracht werden. Über ein Jahr - bis zum Oktober 1909 dauerte es noch, bis das neue Gebäude bezogen werden konnte. Für das Bezirksamt, später Landratsamt, waren es mit der Zeit doch zu wenig Räume, so daß das Haus 1964 teilweise abgerissen, umgebaut und vergrößert werden mußte. Nach Errichtung eines neuen Gebäudes für das Landratsamt 'Nürnberger Land' in der Altdorfer Straße zog hier 1976 die Stadtverwaltung Lauf ein.

55. Als der Bau eines Schlachthauses für unumgänglich erachtet wurde, betraute der Stadtmagistrat den Stuttgarter Architekten Hennings - einen Spezialisten für Schlachthotbauten - mit der Planung. Sein Entwurf ging dahin, um einen geschlossenen Hof, der gemeinschaftlich benutzt werden sollte, sämtliche dem Schlachthofbetrieb dienenden Gebäude zu gruppieren. Am 2. September 1912 war dann die offizielle Eröffnung des städtischen Schlachthofes. 1m Beisein der Fleischer-Innung, der hiesigen Metzger und einer größeren Anzahl eingeladener auswärtiger Berufskollegen hielt in dem festlich geschmückten Schlachthofanwesen Bürgermeister Eckert seine Eröffnungsansprache. Anschließend fand noch eine Besichtigung der gesamten Anlage statt.

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56. Wie sehr sich Straßen verändert haben, zeigt eine Ansicht von 1906. Auf der damaligen Grabenstraße war nur ein sehr geringes 'Verkehrsaufkommen' zu verzeichnen. Gemächlich konnte ein mit Gras beladenes Fuhrwerk mitten auf der Straße dahinzockeln, ohne deswegen fürchten zu müssen, in einen Verkehrsunfall verwiekelt zu werden. Die hier abzweigende Bahnhofstraße zeigt noch eine Reihe von Häusern, die inzwischen Neubauten weichen mußten. Das Eckhaus mit der elegant herausragenden Straßenlaterne wurde in den fünfziger Jahren anläßlich der Straßenverbreiterung abgebrochen. In dem Stadel, der ausgebaut und aufgestockt wurde, befindet sich jetzt das Samenhaus Mühling.

57. Großen Vorteil für die Laufer Einwohner brachte der Bau einer Eisenbahnlinie, die von Nürnberg über Schnabelweid nach Bayreuth führt und am 15. Juli 1877 eröffnet wurde. Anfangs fuhren täglich nur drei Züge in beiden Richtungen. Die Abfahrten von Nürnberg waren um 5 Uhr, 13.40 und 18.10 Uhr, 1896 verkehrten auf dieser Strecke bereits 15 Personen- und Schnellzüge sowie 18 Güterzüge. Über der Bahnlinie lag die damals noch unbebaute Urlas mit ihren Hopfengärten. Vor dem neuen Bahnhofsgebäude war der Wirtschaftsgarten der Restauration Krön. Im Vordergrund ist die Abzweigung Bahnhofstraße-Nürnberger Straße zu sehen; in dem Eckhaus befand sich ein Sattler- und Tapeziergeschäft, (Aufnahme um 1880, Foto-Schwernmer.)

58. Etwas östlich vom Bahnhofsgebäude Lauf rechts der Pegnitz steht an der Bahnlinie die dazugehörige Güterhalle. Vor ihr, an der damaligen Grabenstraße, ist ein langgestrecktes Gebäude zu sehen, das die Sparkasse 1922 erwarb, an seiner Stelle einen Neubau errichten ließ und im Frühjahr 1924 dort einzog. Bis dahin war die Sparkasse im Rathaus untergebracht. Gegründet wurde sie 1835 zu dem Zweck, daß Handwerker, Tagelöhner und Dienstboten ihre Ersparnisse auf Zinsen sicher anlegen konnten, um bei Verehelichung oder Gründung einer Existenz Kapital zu besitzen. (Aufnahme um 1900.)

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