Lauf an der Pegnitz in alten Ansichten

Lauf an der Pegnitz in alten Ansichten

Auteur
:   Anneliese Rebmann
Gemeente
:   Lauf an der Pegnitz
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1829-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lauf an der Pegnitz in alten Ansichten'

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69. Ein großes Ereignis für die Stadt Lauf war der Besuch seiner königlichen Hoheit, des Prinzen Ludwig von Bayern am 5. Juli 1910. Es war ein Dienstag nach dem Kunigundenfest, als er - von Rückersdorf kommend, wo er eine an das Walderholungsheim angegliederte Waldschule eröffnet hatte - mit drei feudalen Autos nach 12 Uhr in der Nürnberger Straße eintraf. Eine riesige Menschenmenge, unter ihnen die Lehrer mit ihren Schülern und sämtliche Vereine, hatte sich vor dem festlich geschmückten Schulhaus eingefunden und brach in begeisterte Hoch-Rufe aus, als der Prinz mit seiner Begleitung das Auto verließ. Bürgermeister Eckert richtete einige Begrüßungsworte an den hohen Gast, bevor er mit ihm durch die beflaggte Stadt fuhr, worüber sich seine königliche Hoheit später sehr anerkennend äußerte.

70. Nahe der Kunigundenkapelle, die bereits 1504 erwähnt wird, stand ein kleines Bruderhaus, das als solches aber nie benutzt wurde. Dieses Haus fand spater Verwendung als Wohnung der städtischen Wald- und Fluraufseher, wobei deren Frauen berechtigt waren, Bier auszuschenken. Da der Berg schon immer ein beliebtes Ausflugsziel war, konnte man sich hier niederlassen und seinen Durst stillen. Auf dieser Aufnahme ist noch die Bierwirtschaft der Margarete Wagner - der 'Kinichen Wagneri' - zu sehen, der Frau des letzten dort wohnenden Flurers. Nach dem Brand der Kapelle 1910 wurde das Haus abgebrochen und an seiner Stelle ein großes Wirtschaftsgebäude errichtet. Die Kapelle wurde dann 1912 nach der alten Vorlage wieder aufgebaut. (Aufnahme Foto-Schwemmer.)

71. Ein weiteres beliebtes Ziel an Sommertagen war der Kunigundenkeller. Im Jahre 1898/99 ließen die Braumeister Bickei und Birkel oberhalb der Urlasstraße diesen Keller erbauen. Außer einem Wirtschaftssaai, in dem viele Vereine ihre festlichen Veranstaltungen abhielten - besenders der Gesangverein trat hier mit seinen Konzerten an die Öffentlichkeit - gehörte ein großer schattiger Garten dazu. Dieser wurde zum begehrtesten Platz am Kunigundenfest, denn von hier oben aus konnte man so recht mit Genuß den vorbeiziehenden Festzug betrachten. Nach Renovierung des Gebäudes wurde der Kunigundenkeller am 4. April 1909 wieder eröffnet.

72. Bereits um 1910 befand sich an der Eschenauer Straße - neben Hopfengärten und Getreidefeldern - ein respektables Haus: das Kurhaus. Es war ein beliebtes Ziel bei den sonntäglichen Spaziergangen. Die Restauration - mit teilweise überdachtem Garten - bot zur Unterhaltung 'Fidele Musik' oder humoristische Vorträge. Eine zusätzliche Abwechslung boten Kahnfahrten auf dem Stauweiher. Durch den 1885 gegründeten Verschönerungsverein wurden an den Ufern Wege angelegt, Bänke aufgestellt und Eichen und Fichten angepflanzt. In den dreißiger Jahren wurde dann begonnen, diese Stauweiheranlage auszubauen und ein weitläufiges Naturbad zu schaffen.

73. Unterhalb der Eschenauer Straße, in der Nähe des Stauweîhers, wurde am Bitterbach durch den sehr rührigen Verschönerungsverein eine Anlage geschaffen, die der Laufer Bevölkerung als Fest- und Erholungsplatz dienen sollte. Zur Ausgabe von kühlem Bier und Wurstwaren wurde der kleine Keller errichtet, SchützenkeIler genannt. Zur Einweihung am 29. Juli 1894 fand ein großes Fest statt; mit Böl!erschüssen und Feuerwerk, mit Chorgesängen und Musikvorträgen sowie mit Darbietungen des Laufer Turnvereins. So sehr diese Anlage damals mit großer Begeisterung von der Bevölkerung angenommen wurde, so sehr wurde sie später, als andere Erholungsstätten zur Verfügung standen, mehr und mehr vernachlässigt und schließlich abgebrochen.

74. Um die Jahrhundertwende nahmen die Vereinsgründungen einen ungeheuren Aufschwung. 1861 schlossen sich erstmals in Lauf sportlich begeisterte Männer zu einem Turnverein zusammen, der bereits ein Jahr später die freiwillige Brandbekämpfung übernahm und damit die Freiwillige Feuerwehr bildete. 1877 ging man wieder daran, einen Turnverein zu gründen; die Satzung von 1861 wurde übernommen und dieser 'Turnverein 1877 Lauf e.V.' besteht heute noch. Ein weiterer noch bestehender Verein ist der 1904 gegründete Sport-Klub Lauf, der sich vornehmlich dem Faust- und Fußball widmete. Unser Foto zeigt die Musterriege des Turnvereins Lauf 1877, die am 17. und 18. Juli 1926 beim 16. Bayerischen Turnfest in Bamberg den ersten Preis errang,

75. Einer der ältesten Vereine in Lauf war der Gesangverein. Er wurde 1842 gegründet; seine Mitglieder trafen sich nicht nur zur Pflege des Gesangs, sondern ließen die Geselligkeit auch nicht zu kurz kommen. So unternahmen sie im Sommer Ausflüge, wie hier am dritten Sonntag im August zur Moritzbergkirchweih. Oben angekommen wurden Herren, Damen und Kinder in einer gefälligen Gruppe für ein Erinnerungsfoto vor der Moritzkapelle aufgestellt. Es ist kaum mehr vorstellbar, daß diese eleganten Damen, verschönt noch mit riesigen Hutaufbauten, nahezu unbeschädigt den Gipfel des Berges erreicht haben. Nur an den Schuhen der Kinder ist zu erkennen, daß es nicht immer gepflegte Wege waren. Doch den Heimweg konnte dann manch eine der Damen in einer Kutsche zurücklegen. (Aufnahme 1912.)

76. Das letzte Bild zeigt die im Pegnitztal liegende Stadt Lauf, aufgenommen von dern eine halbe Stunde entfernten Strengenberg. Auch von hier aus sind überall Hopfengärten zu sehen, die für Lauf vor 1900 noch von großer Bedeutung waren. Im Hintergrund reichen die Wälder bis zum Moritzberg, Nonnen- und Arzberg. Im Vordergrund führt die 1877 eröffnete Bahnlinie Nürnberg-Bayreuth über einen fünfbogigen Viadukt, der zur Überquerung des Bitterbaches gebaut werden mußte. Zusätzlich erforderte dieses Bauvorhaben auf beiden Seiten einen 14 Meter hohen Damm. Unter den Brückenpfeilern hindurch verläuft die Schmalzbergstraße, die zur Ludwigshöhe - einem sehr beliebten Ausflugsziel - führt, (Aufnahme um 1910.)

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