Laufen an der Salzach in alten Ansichten

Laufen an der Salzach in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Roth
Gemeente
:   Laufen an der Salzach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2794-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Laufen an der Salzach in alten Ansichten'

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39. Kapuzinerkloster, vor 1913. Die schon seit 1647 in Laufen zur Seelsorgsaushilfe tätigen Kapuziner konnten auf Fürsprache der Bürger beim Salzburger Erzbischof die Gründung einer Ordensniederlassung erreichen. Im Jahre 1655 erfolgte die Grundsteinlegung, 1656 der Baubeginn und 1659 die Einweihung von Kirche und Kloster. Am 22. November 1887 wurden durch Brand der Konventbau und der Oberbau der Kirche zerstört, die Schäden konnten jedoch in den folgenden Jahren rasch behoben und der Klosterbau um ein zusätzliches Stockwerk erhöht werden. 1913 erfuhr die Klosterkirche eine Vergrößerung durch die Einbeziehung des bisherigen Vorbaues.

40. Freilassinger Straße, ehemals Salzburger Straße, um 1920. Nach Süden breitete sich schon früh zu beiden Seiten der Straße die Vorstadt Obslaufen aus, in welcher vor allem die Schiffer, Taglöhner und Kleingewerbetreibenden wohnten. In der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstanden dort auch die beliebten Sommerkeller und Wirtschaften der Laufener Brauereien. Rechts der Greiml-Keller am sogenannten Nusserberg.

41. Häuser in der Freilassinger Straße, um 1925. Die kleinteiligen, in voralpen1ändischer Bauweise errichteten Häuser waren früher in der Regel unter mehreren Besitzern aufgeteilt. Diese Anteile nannte man Herbergen und sind den heutigen Eigentumswohnungen vergleichbar. Lediglich die Höfe wurden gemeinsam benutzt und der Unterhalt der Eingänge, Treppen und Dächer von allen Inwohnern bestritten. Dieses Herbergsrecht gab selbst wenig bemittelten Arbeitern und Schiff1euten die Möglichkeit zum Erwerb eigenen Besitzes. In der Vorstadt Obslaufen befand sich auch das bereits 1347 erwähnte Leprosenhaus, das 1752 neu erbaut wurde.

42. Von der Freilassinger Straße führt schräg die Steinerne-Gasse, früher Steingasse genannt, in Richtung Fiscber-Huber-Bach und damit zur Salzach. Die kleinen Häuser mit Herbergsrecht waren früher weitgehend aus Holz erbaut oder nur im Erdgeschoß gemauert. Durch ihre nahe Flußlage waren sie dem immer wiederkehrenden Hoenwasser stark ausgesetzt. Rechts der ehemalige Stadtbach mit der Au. - Bliek zum Schloß und zur Stiftskirche, Aufnahme von 1925.

43. Die Häuser der Steinernen-Gasse waren ehemals hauptsächlich von Schiffern bewohnt. Die überlieferten Hausnamen erinnern noch an die früheren Besitzer und deren Tätigkeit, vermitteln aber auch jene ftir die Schiffer so charakteristischen Vulgo-Namen (Spitznamen), die sich oft über Generationen hin vererbten: das Plumschihaus, Lobensommerhaus, Damerlhaus, Tanzerhäusl, Kutlf1eckhaus, Wasserseherhaus, Bangerlhaus. - Hier das heutige Stadler-Haus, Aufnahme 1925.

44. Im Westen der Stadt, salzachabwärts, erstreckte sich die weniger dicht bebaute Vorstadt Abrain. Dort befanden sich zahlreiche Gärten der Laufener Bürger. Entlang der heutigen von-Brandl-Straße waren mehrere Häuser, gleich Schwalbennestern, an den hochwassergefáhrdeten Abhang des Flusses gebaut. Unweit des Barthhofes stand die sogenannte Aroamühl (Abrainmühle), welche in der Heiligen Nacht des Jahres 1846 niederbrannte, aber wieder aufgebaut wurde (heute Schaffler-Haus, Nr. 5). Nach dem Hochwasser von 1899 mußten drei stark beschädigte Häuser abgetragen werden: das Finkische Haus, das Maurerhaus und das Petermeirhaus. - Aufnahme von 1899.

45. Bliek von Arbisbich! auf die Stadt Laufen, um 1915. - Arbisbichl gehörte bis zum Jahre 1814 zum früheren Pfleg- und dann Landgericht Tittmoning und wurde erst 1923 von der Gemeinde Leobendorf abgetrennt und nach Laufen eingemeindet. Im hölzernen Schopperbaum-Haus zu Arbisbich! wurde am 7. April 1833 Franz Brand! geboren, der sich als Bauunternehmer Ansehen und Reichtum erworben hat und maßgeblich an der Errichtung der Schlösser Neuschwanstein und Herrenchiemsee beteiligt war, für seine Verdienste von König Ludwig II. mit dem persönlichen Ade! ausgezeichnet wurde und am 14. Apri!1896 in Bad Reichenhall starb,

46. Die bedeutendsten Vororte Laufens waren die arn rechten Salzachufer gelegenen Schiffersiedlungen Altach und Oberndorf (links und rechts der ehemaligen Brücke), die untrennbar mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt verbunden sind. Während auf der geschützten Halbinsel das Patriziat, also die Schiffmeister und Kaufleute saßen, siedelten sich schon im Mittelalter entlang des Altacher- und unterhalb des Gastager-Berges in dichtgedrängten Häuserzeilen die Schiffleute an. Durch den Münchner Vertrag des Jahres 1816 wurde die Salzach zur Grenze zwischen Bayern und Österreich erklärt, was die Trennung der Stadt von ihren gegenüberliegenden Vororten bedeutete. - Aufnahme um 1906.

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47. Die Kirche St. Nikolaus in Alt-Oberndorf, daneben der Wasserturm, um 1900. - Erstmals wird diese Kirche um das Jahr 1170 erwähnt, die - nach dem Patrozinium zu schließen - von Anfang an eng mit der Schiffahrt in Verbindung stand. Nach den Salzverträgen oblag der Unterhalt der Kirche dem Herzogtum, später Kurfürstentum Bayern. Bei dem Brand am LApril 1757 wurde auch die Kirche mit Ausnahme des Turmes vernichtet. Der Neubau erfolgte zwischen 1769 und 1778 durch den Trostberger Baumeister Franz Alois Mayer. Am 24. Dezember 1818 erklang in dieser Kirche zum ersten Mal das Lied 'Stille Nacht, heilige Nacht'. Durch das Hochwasser des Jahres 1899 wurde der Bau stark in Mitleidenschaft gezogen und durch die Verlegung des Ortes nach Osten ab 1905 der Abbruch der Kirche betrieben. Selbst der in den unteren Geschossen noch aus romanischer Zeit stammende Turm wurde 1913 beseitigt.

48. Brand in der Altach am 22. Oktober 1900, dem 13 Häuser zum Opfer fielen. Am 23. Oktober brach im Haus des Schiffertheater-Direktors Ferdinand Pfaffenberger erneut Feuer aus und bedrohte die umliegenden Häuser. Ein Zeitgenosse berichtet, daß das Brandunglück bei 100 Personen an den Bettelstab gebracht habe.

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