Laufen an der Salzach in alten Ansichten

Laufen an der Salzach in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Roth
Gemeente
:   Laufen an der Salzach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2794-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Laufen an der Salzach in alten Ansichten'

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49. Ein Teil der Altach (links der Brücke) und Alt-Oberndorf, um 1897/98. Links oben die 1720/21 errichtete Exedra mit einer Kreuzigungsgruppe als Abschluß der barocken Kalvarienberg-Anlage. Am rechten Bildrand der große Schopperstadel, die Werft für die Salzachschiffe. Im Vordergrund links das alte Laufener Krankenhaus, auch Bürgerspital genannt, rechts das Brandl'sche Waisenhaus, 1885 errichtet, das bis 1972 als Städtisches Altersheim (Asyl) unter der Leitung von Niederbronner Schwestern fortbestand und im Oktober 1976 aufgelöst wurde.

50. Salzachbrücke 1895. Über alle Jahrhunderte hinweg war die hölzerne Brücke, die Laufen mit den Vorstädten Altach und Oberndorfverband, durch das Hochwasser gefährdet, Der reißende Gebirgsfluß und nicht zuletzt auch der Schiffsverkehr machten immer wieder Instandsetzungsarbeiten notwendig. Links das Untere Stadttor mit dem Zollhaus, rechts davon der Bruckbräu (um 1800 Sterzl-Bräu). Salzachabwärts das Brandl'sche Waisenhaus und das Städtische Krankenhaus von 1853 bis 1922.

51. Im Winter des Jahres 1897 war die Salzach bis auf eine schmale Rinne zugefroren, was bei einsetzendem Tauwetter und dem damit verbundenen Loslösen der Eisschollen eine große Gefahr für die hölzernen Brückenpfeiler bedeutete. Schon am 28. Januar 1879 war der Fluß nach einer vier Wochen andauernden Kälte mit einer dieken Eisschicht bedeekt gewesen. Den Winter über ruhte ohnehin die Schiffahrt, die in der Regel erst Anfang Mai begarm und bis Ruperti im September dauerte, bei günstiger Witterung aber noch einige Wochen als sogenannter Abbruch fortgesetzt wurde.

52. Das letzte Viertel des vorigen Jahrhunderts brachte nicht nur durch den beginnenden Eisenbahnverkehr die Salzachschiffahrt immer mehr zum Erliegen, auch die rasch aufeinanderfolgenden Hochwasserkatastrophen trugen ganz wesentlich zur Verarmung der Bevölkerung und zur Abwanderung der ehemaligen Schiffer bei. Ab 1880 werden fast alljährlich schwere Hochwasserschäden verzeichnet. Am 31. Juli 1897 erreicht der Pegelstand 9,07 Meter. Die Brücke samt einem Pfeiler wurde weggerissen.

53. Brückenbau im Jahre 1897. Die hölzerne Pfeilerkonstruktion der rechten Brückenhälfte mußte nach dem Hochwasser gefestigt und zum Teil gänzlich erneuert werden. Erfahrene Zimmerleute waren hierfûr notwendig. Bei solchen Instandsetzungsmaßnahmen wurde der Fuhrverkehr für viele Wochen unterbrochen, der Personenverkehr erfolgte durch Fährschiffe und Zillen, an denen es nicht mangelte. Im Hintergrund die Silhouette der Laufener Oberstadt.

54./55. Mitte September 1899 suchte ein Hochwasser von unvorstellbarem Ausmaß die Stadt Laufen und ihre Vororte heim und überflutete die am Fluß gelegenen Häuser bis in die oberen Stockwerke. Der Pegelstand erreichte 10,30 Meter. Zwei Holzhäuser aus der Triebenbacher Au schwammen wie Schiffe die Salzach herab. Das erste davon riß lediglich das Brückengeländer mit sich, das noch aus den Fluten ragte, das zweite aber, mit größerem Tiefgang, brachte die neu erbaute Brücke zum Einsturz.

Die Dämme und Uferbauten wurden durch die Gewalt des Hoenwassers stark beschädigt, die Keller der Häuser waren mit Sand und Schlamm angefüllt, Es dauerte Monate, bis die gröbsten Schäden behoben waren. Zehn Häuser in Oberndorf waren vollkommen zerstört, was den Anlaß gab, den Ort an das weniger gefährdete Ostufer der SaIzachschleife zu verlegen.

56. Hochwasser am 14. und 15. September 1899 in Laufen. In der Unterstadt bis herauf zum Stadtberg standen die ebenerdigen Geschosse der Häuser im Wasser. Nur in gebückter Haltung konnte das Untere Stadttor mit Schiffen durchfahren werden. Mehrere der nahe dem Fluß gelegenen Häuser, vor allem im Frauenwinkel, mußten im Erdgeschoß aufgefüllt und anschließend um ein Stockwerk erhöht werden. Ein Hochwasser von nahezu ähnlichem Ausmaß suchte die Stadt im Jahre 1920 heim.

57. Hochwasser 1899 nach dem Einsturz der Salzachbrücke. Nur auf der bayerischen Seite ragt noch das Brückengeländer aus den Fluten heraus. Arg in Mitleidenschaft gezogen wurden auch das Städtische Krankenhaus und das Waisenhaus im Vordergrund. Beide Gebäude mufsten innerhalb kiirzester Zeit geräumt werden, da das Wasser selbst in die oberen Stockwerke eindrang und großen Schaden verursacht hat.

58. Verheerender als in Laufen wirkte sich durch die rechtsseitige Strömung das Hochwaser in Oberndorf und in der Altach aus. Drei Tage und Nächte fuhren die Schiffer mit ihren Zillen zu den einzelnen Häusern, um die von den Fluten eingeschlossenen Bewohner und deren Habe zur retten. Schwere Schäden an den Gebäuden und Uferschutzbauten ergaben sich durch die Bäume und Holzstämme, die das Hochwasser mit sich führte. Vom Halleiner Holzrechen hatten sich 30 000 Kubikmeter Holz losgerissen, die durch die Gewalt der Fluten jedes Hindernis durchbrachen und Korrektionsdämme zerstörten. - Die Altach unmittelbar nach dem Hochwasser. Links das Goldschrnied-Berger-Haus,

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