Laufen an der Salzach in alten Ansichten

Laufen an der Salzach in alten Ansichten

Auteur
:   Hans Roth
Gemeente
:   Laufen an der Salzach
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2794-3
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Laufen an der Salzach in alten Ansichten'

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59. Hochwasser 1899 in Obs1aufen, unterhalb des sogenannten Nusserberges. Auch hier standen die ebenerdigen Räume unter Wasser, in der unteren und tiefer gelegenen Steinernen Gasse sogar die oberen Geschosse, In der Mitte das neu erbaute Haus des Krämers und Miedermachers Simon Kastner (ehemals Stocker-Haus). Bemerkenswert ist auch, daß zu dieser Zeit noch alle älteren Häuser lange Dachvorstände aufweisen und mit Scharschindeln gedeckt waren.

60. Die Gewalt des Hochwassers hatte die Pfeiler der Holzbrücke so stark beschädigt, daß von einem Wiederaufbau für den Fuhrverkehr abgesehen wurde, Die Verlegung des Ortes Oberndorf an das südöstliche Ufer der Salzachschleife machte eine neue verkehrsmäßige Anschließung notwendig. Am Ende der ehemaligen Brücke die St.-Johann-Nepomuk-Figur von 1720, wohl von Joseph Anton Pfaffinger, geboren 1682 in Laufen, gestorben 1758 in Salzburg. Dahinter die sogenannte Bichl-Stiege, die zur Kreuzigungsgruppe oberhalb des Altacher-Berges führt.

61. Bis zum Bau des Fußgängersteges wurde die Verbindung durch einen Fährdienst aufrecht erhalten, der bei der Brauerei Noppinger anlegte. Im Vordergrund, auf bayerischer Seite, die Zöllner. - Aufnahme 1899.

62. Auf den Pfeilern der ehemaligen Brücke wurde ein um zwei Meter erhöhter Fußgängersteg, der beiderseits über Treppen zugänglich war, errichtet, dessen Eröffnung am 24. November 1907 stattfand. Während des Ersten Weltkrieges war dieser Steg aus Gründen der Zollüberwachung zeitweise gesperrt. Im Sommer 1920 mußte er wegen Baufálligkeit erneut geschlossen werden, und im September des gleichen Jahres zerstörte ein starkes Hochwasser den in Österreich gelegenen Teil der Brücke, was schließlich das Ende dieser zusätzlichen Verbindung mit dem gegenüberliegenden Ufer zur Folge hatte.

63. Neubau der Länderbrücke vom November 1901 bis Juni 1903. Durch die Verlegung der Brücke an die weniger hochwassergefährdete Ostseite der Halbinsel und um eine Verbindung mit Neu-Oberndorf zu schaffen, mußten vom Staat mehrere der östlich gelegenen Häuser des Oberen Stadtplatzes erworben und für diese Baumaßnahme abgebrochen werden. Die Entschädigung der Besitzer wurde großzügig gehandhabt. - Aufnahme von 1902.

64. Die Leitung des Brückenbaues erfolgte durch das Straßen- und Flußbauamt Traunstein und das Baudepartement Salzburg. Für den eisernen Überbau wurde das Gerbersene Tragträgersystem gewählt. Die beiden Pfeiler und das österreichische Widerlager wurden mittels Luftdruckgründung auf tragfähige Nagelfluhfelsen gesetzt. Die Gründung des bayerischen Widerlagers konnte in offener Baugrube geschaffen werden. Pfeiler und Widerlager bestehen aus Stampfbeton mit Granithausteinverkleidung. Die Arbeiten wurden von bayerischen und österreichischen Firmen eigenstandig durchgeführt,

65. Die Gesamt1änge der Brücke beträgt 166,30 Meter. Das Gesamtgewicht der Tragkonstruktion beläuft sich auf 636 000 Kilo, rund 3 830 Kilo für den laufenden Meter. Gewicht der Ständerverkleidung fiir einen Pfeiler je 27 500 Kilo. Breite der Fahrbahn 5 Meter, der beiderseitigen, erhöhten Fußwege je 1,50 Meter. Der Brückenbau erforderte Herstellungskosten in Höhe von 577 500 Mark, wovon auf Bayern 317 000 Mark entfielen. - Die feierliche Eröffnung der Brücke erfolgte am 2. Juni 1903 mit Festgottesdiensten in den Kirchen Laufen und Oberndorf und einer Zusammenkunft auf der Brücke mit patriotischen Huldigungen für Prinzregent Luitpold von Bayern und Kaiser Franz J osef von Österreich.

66. Der alte Laufener Bahnhof 1902. Schon 1885 bemühte sich der Magistrat um die Errichtung einer Lokalbahn Laufen-Preilassing. Die Kammer der Abgeordneten stimmte 1886 diesem Vorhaben zu und gewährte der Stadt einen Kredit für diese Baumaßnahme, die in den Jahren 1889/90 zur Ausführung kam. Der erfahrene Eisenbahnbauer Franz Ritter von Brandl stand seiner Heimatstadt bei der Verwirklichung dieses Unternehmens beratend zur Seite. Unter großem Jubel der Laufener Bevölkerung wurde am 14. Juni 1890 die 12,17 Kilometer lange Lokalbahn eröffnet. Das Stationsgebäude befand sich auf der sogenannten Sappelwiese (Burgfeld), der unterhalb gelegene 'Traunsteiner Hof' war 'Bahnhofsrestauration'.

67. Der neue Laufener Bahnhof. Die Errichtung der Vollbahn Mühldorf-Freilassing machte die Verlegung des bisherigen Stationsgebäudes nach Arbisbichl, der neuen Bahnlinientrasse, notwendig. Die Eröffnung der Hauptbahn erfolgte am 1. Dezember 1908. Gegenüber der Lokalbahn, auf der täglich drei Personenzüge in jeder Richtung verkehrten, war die Zugverbindung bedeutend besser geworden. Laufen wurde auch Halteplatz für Schnellzüge.

68. Durchreise von König Ludwig lIL von Bayern im September 1916. Empfang am Laufener Bahnhof durch die Honoratioren der Stadt, unter ihnen Oberregierungsrat und Bezirksamtmann Dr. jur. Robert Einhauser, 1. Bürgermeister Franz Fuchs und Stiftsdekan Emmeram Haindlmaier.

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