Lauterbach in alten Ansichten

Lauterbach in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Carola Runge und Kurt Vollmöller
Gemeente
:   Lauterbach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5108-5
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lauterbach in alten Ansichten'

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9. Kurz nach 1900 muß dieses malerische Panorama von der Lauterbrücke mit Bliek auf die Altstadt aufgenommen worden sein. Das schöne Fachwerkhaus Stöpler am Entenberg hat dem Gästehaus Schubert Platz gemacht, an dessen Fassade die Fachwerkordnung mit den 'Wilde-Mann-Figuren nachgebildet wurde. Das Warenhaus Alt am Marktplatz, spätere Haus Boreen, ragt noch nicht über die Dächer.

10. Das Geburtshaus von Adolf Spieß, dem berühmtesten Sohn der Stadt Lauterbach, Schöpfer des Schulturnens und des Mädchenturnens, wurde 1913 abgebrochen und in der gleichen Form, aber etwas veränderten Proportionen wieder aufgebaut. Unser Bild zeigt noch das alte Haus, das um 1500 erbaut wurde. Der Vater von Adolf Spieß war Konrektor an der alten Lauterbacher Lateinschule, deren Gebäude sich links von dem sogenannten 'Schulbogen' anschließen. Am 11. Juli 1881 anläßlich eines Gauturnfestes in Lauterbach wurde am Geburtshaus von Adolf Spieß eine Marrnorgedenktafel enthüllt.

11. Heinrich Diehm fotografierte diesen Leichenzug vor dem Ersten Weltkrieg. Bis in die fünfziger Jahre war es in Lauterbach üblich, den Leichnam zu Hause aufzubahren und dann in einem Trauerzug zum Friedhof zu bringen, Vornweg der Pfarrer, dann kam der Leichenwagen mit Pferden bespannt, es folgten die Angehörigen, dann kamen die Frauen, die die Kränze trugen und zuletzt die Männer im Zylinder. Vom Turm der Stadtkirche ertönte ein Trauerchoral der Stadtkapelle. An der Länge des Leichenzuges konnte man das Ansehen des Verstorbenen ablesen. Ab und zu kam es auch vor, daß die Stadtkapelle den Leichenzug anführte und einen Trauermarsch spielte. Als nach dem Zweiten Weltkrieg durch das Einströmen der Heimatvertriebenen und Evakuierten die Wohnungen kleiner wurden, wurde dieser alte Brauch aufgegeben.

12. Links: Ein malerisches Treppenhaus mit barockem Geländer besaß das Haus Trabandt am Marktplatz 39 bis zum Umbau 1949. Der Inschriftbalken über der Haustür nennt Wentel Duchert als Erbauer und die Jahreszahl1691.

Rechts: Lauterbach war bekannt für seine zahlreichen schönen geschnitzten Haustüren aus der Zeit des Rokoko und des Klassizismus. Leider sind viele davon schon aus dem Stadtbild verschwunden, so auch diese prächtige zweiflügelige Tür, die das Haus am Marktplatz 16 zierte.

13. Die freiwillige Feuerwehr in ihrer damals neuen Uniform am Lauterbacher Marktplatz, aufmarschiert am 6. August 1896, dem Tage der Übernahme der fahrbaren Schiebeleiter. Es sind noch zu erkennen (von links): Polizeidiener Heinrich Gode, Malermeister Jäger mit Trompete, Hornist Dietrich, dahinter (sehr groß) Malermeister Eugen Stöpler, Gustav Mandt sen. mit Trommel, Wchrführer Carl Th. Helfenbein, Bürgermeister Stöpler, Carl Stöpler, Kreisbrandinspektor Carl Bechthold und H.C. Finger. Auf der Leiter steht, dritter von oben, Schreinermeister Wilhelm Schmidt.

14. Die freiwillige Feuerwehr ist angetreten vor dem Gerätehaus in der Hintergasse. Die Aufnahme stammt aus der Zeit zwischen 1905 und 1910. Im Vordergrund stehen: der Kommandant Friedrich Jacob ('Bertese Fried'), der Hornist Dietrich (Gastwirt) und der Hornist Eugen Stöpler (Malermeister, gefallen im Ersten Weltkrieg).

15. 'Bertese Fried' (Gerbermeister Friedrich Jacob), ein bekanntes Lauterbacher Original, von dem noch viele Anekdoten erzählt werden, war Kommandant der Feuerwehr. Hier steht er vor dem Mannschaftswagen, rechts neben ihm der Arzt Dr. Alex List, mit dem weißen Pudel.

Eine Anekdote von 'Bertese Fried' sei hier wiedergegeben. Zur Weihnachtszeit hatte 'Bertese Fried' einen unbändigen Appetit auf einen saftigen Gänsebraten. Doch der Gedanke an den bekarmten Spruch, daß die Gans ein komischer Vogel sei, für einen zu viel und für zwei zu wenig, veranlaßte ihn zu heftigen Überlegungen. Also ging er in das Wirtshaus Fey an der Kirche und bestellte auf 6 Uhr abends eine gebratene Gans für drei Personen. Pünktlich ging er hin und wunderte sich, daß die anderen beiden noch nicht da seien. 'Moag sie wies weIl', sagte er, 'in zah Minudde sinn ich widder doa, macht bis doahin die Gans ruhig fertig un aach e schee Soos dezu.' Als die Zeit um war, meinte er: 'Doa brengt mer emoal den Vogel her, ich foang schon e willche oa, wann die annen zwä net wolle, solle ses loasse', und verdrückte die Gans allein samt dem Füllsel und einer guten sämigen Sauce,

16. Den Eingang zum Burghof in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg stellt diese Postkarte dar. Die Zäune, mit denen die Gärten eingefaßt waren, sind in neuerer Zeit beseitigt worden, wodurch der Burghof größer und freundlicher wirkt.

17. 'Zum Andenken an den 15. August 1903 vier Uhr fünfzehn' hat einer der Anwesenden auf der Rückseite dieses Fotos vermerkt. An diesern Tag kam Großherzog Ernst Ludwig von Hessen zu Besuch in die Burg. Vierspännig wurde er vom Bahnhof abgeholt. Polizeidiener Vollmöller, rechts, hatte Mühe, die neugierigen Kinder zurückzudrängen.

18. Im Jahre 1911 weilte Zar Nikolaus 11. von Rußland zusammen mit seinem Schwager, Großherzog Ernst Ludwig von Hessen, zu Besuch in der Burg. Von rechts: Oberstallmeister Baron Riedesel, der Zar, Baronin Riedesel und Großherzog Ernst Ludwig. Gäste und Gastgeber befinden sich hier auf dem Weg zur Kirche. Diese Aufnahme machte Heinrich Reuter, dessen Vater Riedesel'scher Baumeister war.

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