Lauterbach in alten Ansichten

Lauterbach in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Carola Runge und Kurt Vollmöller
Gemeente
:   Lauterbach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5108-5
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lauterbach in alten Ansichten'

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19. Kornmarkt auf dem Lauterbacher Marktplatz ist auf diesem Gemälde von Heinrich Diehm dargestellt. Es herrscht reges Leben und Treiben. Die Bauern haben ihre Fruchtsäcke aufgestellt und handeln. Heinrich Diehm hat das Bild aus der Erinnerung gemalt, es ist der Zustand vor 1870, denn man sieht noch das alte Rathaus und das Stadtwirtshaus, In dem zweiten Haus von rechts war früher die Post untergebracht, es wurde inzwischen durch ein neueres Gebäude ersetzt. Der Briefträger vor der Tür ist Hans Vollmöller, das 'Posthänschen' genannt.

20. Das Hotel Schüz am Marktplatz hat seine Pforten geschlossen, nachdem es über hundert Jahre lang das 'erste Haus am Platze' war. Der Oberkellner (viele können sich noch an Rudolf Höck erinnern) bediente nur im Frack. Die Pferdekutsche vor dem Haus ist nicht die Postkutsche, sondern 'SchüzeOmnibus', der die Gäste von der Bahn abholte. Das Haus war ehemals ein Riedesel'sches Stadthaus.

21. Eines der ersten Autos in Lauterbach fuhr Wilhelm Möller, der am 2S. Oktober 1910 als achter im Landkreis Lauterbach den Führerschein erwarb. Hier sitzt er stolz am Steuer seines Schnauferls; neben ihm sein Bruder Karl, der kurze Zeit später ebenfalls den Führerschein erhielt. Die Firma F.W. Möller war lange Zeit eine bekannte Autohandlung in Vogelsberg.

22. Die Lauterbrücke beim Ankerturm war früher nur ein schmaler Steg für Fußgänger. Das Bild zeigt den Zustand vor 1883.

23. Der 'Graben' trägt seinen Namen nach dem kleinen Mühlbachlauf, der früher von der Stadtmühle kommend in Richtung Spittelsmühle offen durch die Straße lief, wie man es auf dieser Aufnahme von etwa 1905 noch sieht,

bauterbadi .

/Im Graven.

24. Einen Bliek durch den Graben in der anderen Richtung gibt uns dieses Foto von Heinrich Diehm aus dem Anfang dieses Jahrhunderts. Obwohl fast alle Häuser noch stehen, hat sich das Bild dieser Straße doch stark verändert. Das viele Holz ist verschwunden. Früher wohnten hier mehrere Schreiner und Küfer, die ihr Werkholz in großen Mengen aufgeschichtet hatten. Auch das 'Jahrholz", das den Bewohnern der alten Häuser zustand und als Brennmaterial eine große Rolle spielte, war auf der Straße gelagert.

25. In diesem Haus an der Lauter befand sich früher die Judenschule, bevor die Synagoge 1907-1908 errichtet wurde.

26. Die Synagoge stand in der Straße 'Hinter der Burg'. Sie wurde am 14. August 1908 eingeweiht und diente dreißig Jahre lang der jüdischen Gemeinde in Lauterbach für ihren Gottesdienst. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938 wurde sie durch Brand zerstört und später abgetragen.

27. Diese Gesamtansicht von Lauterbach wurde vor der Jahrhundertwende vom Eichtreppchen aus aufgenommen. Charakteristisch ist die Leinenbleiche im Vordergrund. Sie gehört zu der mechanischen Weberei Theodor List, die links im Bild zu erkennen ist, Diese wurde später von der Großherzoglich Hessischen Webschule übernommen. Die Leinenweberei war jahrhundertelang der Haupterwerbszweig in Lauterbach. Bevor es die mechanischen Webereien gab, standen in vielen Häusern Handwebstühle.

28. Die Großherzogliche Webschule wurde am 9. November 1897, zwanzig Jahre nach der Auflösung der ersten Webschule, in den Räumen der stillgelegten Weberei von Theodor List eröffnet. Im Jahr 1903 wurde sie in die Räume der von der Stadt angekauften Webereigebäude von Wenzel und Hoos verlegt. 1910 wurde das früher gepachtete List'sene Anwezen für 20000 Mark angekauft und urngebaut. Am 15. Oktober 1910 konnte die Webschule im neuen Gebäude eingeweiht werden. Die Lauterbacher Webschule hat noch bis Juli 1969 bestanden; sie war die einzige Textilfachschule in Hessen. Dann aber mußte sie ihre Pforten schließen, da die Schülerzahl rapide abgenommen hatte. Die Entwicklung war über sie hinweggegangen. Heute befindet sich in ihren Gebäuden die Elektrofachschule.

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