Lauterbach in alten Ansichten

Lauterbach in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. Carola Runge und Kurt Vollmöller
Gemeente
:   Lauterbach
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5108-5
Pagina's
:   88
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Lauterbach in alten Ansichten'

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69. In dem Haus Bleichstraße 11 befand sich ehemals das Gasthaus 'Hessischer Hof'; Gastwirt war Emil Kaut. An der Gartenecke Bleichstraße-Lauterstraße stand dieses runde Gartenhäuschen, das um 1960 beseitigt wurde, da es die Sicht für den Autoverkehr behinderte. Gartenhäuser waren besonders charakteristisch für Lauterbach. Von den zahlreichen Gartenhäusern, die einst hier die Gärten zierten, ist nur ein Bruchteil noch vorhanden.

70. Die Hochzeitskutsche der Firma Theodor Günther brachte die Brautpaare zur Kirche. Auf dem Bock sitzt ihr langjähriger Fahrer Georg Schrimpf, wohnhaft am Wörth. Die Aufnahme entstand um 1930.

71. Der Kartenclub, scherzhafterweise auch 'Mogelramsch' genannt, wurde nach 1900 gegründet. Hier sehen wir die Mitglieder in feuchtfröhlicher Runde bei der Karneva1feier in der festlich geschmückten Gastwirtschaft 'Zur Traube'. Von links nach rechts: Metzgermeister Dahmer, Georg Eifert, Georg Krömmelbein, Theodor Günther, Gustav Mandt sen., Spenglermeister Krömmelbein, Malermeister Julius Siemsen, Uhrmachermeister Jacob Köhler, Kar! Hofstetter, Heinrich Nachtigall, Johann Müller und Frau Dahmer.

72. Das frühere Lauterbacher Freischwimmbad bestand in den Jahren 1912·1926 in dem untersten der drei Pfeifenweiher (Piffeweiher). Am 14. August 1911 wurde in Lauterbach ein Badeverein gegründet, der aus vierzig Mitgliedern bestand. Am 20. Juli 1912 wurde das Bad eröffnet, Die Kosten dafür mit dem damals noch obligatorischen undurchsichtigen Bretterzaun beliefen sich auf rund 5 000 Mark.

73. Im Jahre 1928 wurde das erste städtische Freischwimmbad im Steinigsgrund gebaut, Vorn auf der Rampe steht Bürgermeister Hermann Walz, dahinter Stadtbaumeister Wilhelm Braun.

74. Die heutige Vogelsbergstraße hieß früher die Blitzenröder Chaussee. Wie ländlich und gemütlich es um 1912 hier aussah, zeigt dieses Bild. Die 1907-1908 erbaute Adolf-Spieß-Turnhalle lag am Rand der Stadt. Dahinter dehnte sich freies Feld. Die westliche Straßenseite wurde von der Casinobrücke bis Blitzenrod von riesigen Lindenbäumen gesäumt, die heute alle verschwunden sind. Die Postkutsche konnte es sich leisten, auf der falschen Fahrbahnseite zu halten, denn der Verkehr war noch spärlich.

75. Im Jahre 1928 wurde in der Turnhalle das Singspiel 'Der Soldat der Marie' aufgeführt, Alle Mitwirkenden haben sich hier zu einem Gruppenbild aufgestellt. Theaterspielen war damals in Lauterbach sehr beliebt.

76. Um die Jahrhundertwende erbauten Freiherr Friedrich Riedesei zu Eisenbach und seine Gemahlin Freifrau Therese Riedesei zu Eisenbach das Schlößchen 'Eichhof' auf dem Eichküppel. Am 13. Mai 1899 wurde der Grundstein gelegt. 1929 wurde der 'Eichhof' Sitz des Lauterbacher Krankenhauses. Viele Jahre genügte er den Ansprüchen, heute ist er von mehreren Erweiterungsbauten völlig umgeben.

77. Ein idyllisches Plätzchen war dieses 'Pappelbörnchen' in der Nähe der Lauter, das heute nicht mehr plätschert. Im Hintergrund sieht man die Ölmühle am Fuß des Eichküppels, die leider vor einigen Jahren abgebrochen wurde nach dem Tod des letzten Ölmüllers, Friedrich Köhler, genannt 'Schlagfried'. Das Mühlenwerk wurde jedoch gerettet und in die Stadtmühle eingebaut als AußensteIle des Museums.

78. Friedrich Köhler 5., genannt 'Schlagfried', ein bekanntes Lauterbacher Original, war Eigentümer der nebenstehenden Schlagmühle. Der 'Schlagfried' war wegen seiner groben Ausdrucksweise hinreichend bekannt. Wenn man seine Ölmühle betrat, so war da ein Fenster, durch welches das Licht nach unten an seinen Arbeitsplatz fiel. Nun steilten sich Besucher oft dorthin und guckten nach unten, wie er dort hantierte. Deshalb hatte er an dem Fenster ein Schild anbringen lassen mit folgender Inschrift: Hier darf sich niemand hinstellen, weil ich sonst nichts bei meiner Arbeit sehe. Wer es aber trotzdem tut, der bekommt ein Stûck Holz ins Kreuz. Eine Anekdote vom 'Schlagfried' sei hier erzählt: Fried bekam einmal Besuch von Bürgermeister Thiele, der von Gestalt nicht sehr groß war und dessen norddeutsche Sprache er nicht so gut verstehen konnte. Die beiden setzten sich auf die Bank vor der Mühle und Thiele ging dem Ölmüiler ein bißchen um den Bart, wohl im Hinblick auf die schönen Grundstücke, die Fried im Steinigsgrund besaß, und die die Stadt einmal so gut brauchen konnte. Doch Fried wurde unwillig und sagte: Boargemeistermännche, setz Dich emoal off die anner Sitt, of! dere Sitt hier ich net gut.

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