Löbau in alten Ansichten

Löbau in alten Ansichten

Auteur
:   Regine Jany
Gemeente
:   Löbau
Provincie
:   Sachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5190-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Löbau in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Entdeckungen im alten Löbau

Geht es Ihnen auch so? Sie suchen etwas und finden irgendein altes Foto, eine Postkarte - Erinnerungen werdenwach.

Wir haben für Sie in solchen alten Schätzen gewühlt und entdeckt, woran auch Sie sich noch erinnern werden. Und für alle die, deren Erinnerungen nicht so weit zurückreichen, wird es eine Entdeckungsreise in das Löbau um die Jahrhundertwende. Doch bevor ich Sie zu diesem historischen Bummel einlade, ein Ausflug in die ältere Geschichte unserer Stadt:

Erstmals erwähnt wurde Löbau am 24. Juni 1221. Wann es gegründet wurde, oder ob es historisch gewachsen ist, läßt sich heute noch nicht exakt sagen. Wir nehmen an, und der große Marktplatz von Löbau ist ein Hinweis dazu, daß die Stadt um 1200 vom böhmischen Königshaus gegründet wurde. Wir können aber auch annehmen, daß neben den deutschen Siedlern und den slawischen Siedlern (für die wir vorallem im Norden von Löbau Nachweise haben), der Stadtkern von Löbau slawisch besiedelt war (hier gibt es jedoch noch keinen Nachweis). Wenn es so sein sollte, dann ist die Stadt Löbau historisch gewachsen und wesentlich älter. Diese Antwort können aber nur exakte Funde belegen, auf die wir in Zukunft hoffen.

Bleiben wir also bei 1221. Die Stadt gehörte dem böhmischen Königshaus, sie war eine königlich-freie Stadt und wurde vom Rat regiert, der jeweils für ein Jahr

gewählt wurde. Ab dem 15. Jahrhundert gab es auch eine Communalvertretung. Rat, wie Communalvertretung, waren gewählte Bürger, keine Bediensteten.

Der große Marktplatz, ein Zeichen für den Fernhandel, half Löbau nicht, denn mit der Gründung Zittaus 1255 fiel diese Aufgabe der Stadt am Rand des Zittauer Gebirges zu. Löbau mußte sich eine andere Verdienstquelle suchen. Im Kauf von Land fand es neben Handwerk und Handel die neue Einnahmemöglichkeit - die Landwirtschaft. Über Jahrhunderte entwickelte sich Löbau so zur Ackerbürgerstadt, wie die Fachleute sagen.

Schauen wir uns im mittelalterlichen Löbau um. Die Stadt mit einer Größe von rund 8 ha umgab eine doppelte Ringmauer. Etwa 900 bis 1 200 Personen lebten damals in Löbau. Sie lebten in Fachwerkhäusern mit Giebeldächern, die Stroh oder Holzschindeln als Bedekkung trugen. Die Straßen waren ungepflasterte Gassen ohne Beleuchtung, ohne Wasserleitung und Kanalisation. Aller Unrat, jeglicher Abfall landete auf den Gassen, auch Toiletten gab es keine. Trinkwasser schöpfte man aus Brunnen, später aus einer Holzrohrwasserleitung.

Die dürftige Stadthygiene reichte kaurn, Epidemien zu verhindern. Oft genug brannte es in der Stadt und meist wurden ganze Stadtteile zerstört.

Das Bildungswesen, soweit man davon sprechen kann, steckte in den Kinderschuhen einer mittelalterlichen Kleinstadt. Neben Handwerk, Handel und Landwirt-

schaft lebte die Stadt von der Bierbrauerei, in rund 100 Häusern wurde das damals universelle Getränk gebraut.

Um das Bild abzurunden, noch ein paar geschichtliche Fakten:

Am 21. August 1346 wurde in Löbau ein Sechsstädtebund geschlossen. Dem Bund gehörten bis 1814 Bautzen, Görlitz, Kamenz, Lauban, Löbau und Zittau an. Löbau war der Conventsort. Dieser Bund diente der Förderung des Handels und des Handwerkes, sicherte den äußeren Frieden der Städte gegenüber den Willkürakten des umliegenden Feudaladels und war natürlich auch für die innere Ordnung in den Städten einsatzbereit.

Während der hussitischen Unruhen wurde Löbau 1431 durch die Hussiten eingenommen. Beinahe hätten die anderen fünf Städte Löbau geschliffen. Da die Lage der Stadt jedoch strategisch wichtig war, befreiten sie Löbau.

Der Kampf um die evangelische Lehre verlief in Löbau sehr friedlich. Er begann 1523, 1526 wurde erstmals im lutherischen Sinne gepredigt und 1540 hatte sich die Reformation durchgesetzt.

Schlimm wurde es für die Oberlausitzer Sechsstädte im Schmalkaldischen Krieg. 1547 kam es zum sogenannten Pönfall. Die protestantischen Städte hatten für das streng katholische böhmische Königshaus unter Ferdinand I. gegen das protestantische Sachsen zu kämpfen.

Sie taten es bis zur festgelegten Frist, dann verließen sie sofort das Schlachtfeld, doch der Kampf war noch nicht vorbei. Dafür verklagte Ferdinand I. die Städte des Hochverrates. Sie waren ihm sowieso ein Dorn im Auge, ob ihrer fortschrittlichen Haltungen. Die Städte verloren jeglichen Besitz, alle Privilegien, Zunftrechte, Kriegsausrüstungen, Einnahmequellen und mußten hohe Strafen bezahlen. Auf Löbau fielen 5 000 Gulden. Der umliegende Adel kam über Jahrzehnte an die Macht, damit stockte auch die Entwicklung in der Oberlausitz.

Der Dreißigjährige Krieg brachte eine weitere bedeutende Entscheidung. 1635 erhielt Sachsen die beiden Lausitzen als erbliches Mannslehen, da Ferdinand 11. von Böhmen seine Kriegsschulden nicht bezahlen konnte. Nach dem Krieg flüchteten viele protestantisch Gläubige aus dem streng katholischen Böhmen hier in die Oberlausitz. Sie gründeten neue Orte und Ortsteile und förderten Handwerk und Handel. Sie brachten vorallem die Leineweberei zum Erblühen und entwiekelten die Hausindustrie mit ihrem Faktoreiwesen. Ein Ergebnis davon ist die Textilfabrikation, die im großen Stil seit der Mitte des 19. Jahrhunderts in der Oberlausitz und damit auch in Löbau Fuß faßte.

Mit der Industrialisierung veränderte sich auch Löbaus Stadtbild zusehens.

An dieser Stelle können wir unseren kleinen Bummel durch das alte Löbau beginnen.

1. Löbau - die Stadt am Berge. (Diese Aufnahme datiert von den dreißiger Jahren.)

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2. Das Rathaus mit der Nikolaistraße und Bliek zum Nikolaikirchturm. Das Rathaus ist in seinem Kern mittelalterlich, früher war es auch Kaufhaus. Beim Stadtbrand 1710 brannte es ab und wurde in vierjähriger Bauzeit im barocken Stil neu errichtet. Umfangreiche Umbauten erfolgten im 19. Jahrhundert. Die Ansieht zeigt das Rathaus nach diesem Umbau. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgte ein weiterer Umbau. (Aufnahme von 1912.)

3. Neben dem Rathaus befindet sich heute das sogenannte Stadthaus. Das Gebäude hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Ebenfalls nach dem großen Stadtbrand 1710 neu erbaut, war es Handelshaus und Sitz der 1708 gegründeten Löbauer Leinwandhandelssozietät. Im 19. Jahrhundert wurde das Gebäude Hotel 'Zum goldenen Schiff. Das goldene Schiff war das Symbol der Löbauer Leinwandhändler und wies auf den umfangreichen Femhandel der Sozietät, unter anderem auch nach Übersee hin. (Aufnahme Anfang des 20. Jahrhunderts.)

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4. Die West- und Nordseite des Marktplatzes. Im Haus Altmarkt 14 auf der Westseite, dem Gebäude mit dem Giebelfeld im Dachbereich, wuchs Karl Benjamin Preusker (1786-1871) auf. Er war der Förderer der Volksbildung in der Oberlausitz, er sorgte für Volksbibliotheken und engagierte sich auch in der Altertumsforschung. (Aufnahme von 1905;)

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Marktplatz.

5. Die ast- und Südseite des Marktplatzes. Das Haus mit dem Torbogen auf der Ostseite des Marktplatzes, Altmarkt 3, gehörte dem Finanzier des gußeisernen Turms auf dem Löbauer Berg, dem Bäckermeister Friedrich August Bretschneider. Das Gebäude Altmarkt 6 neben dem Kaufhaus Otto Rüde war Anfang dieses Jahrhunderts das Hotel 'Stadt Löbau', eine der ältesten Herbergen der Stadt Löbau, früher der 'Goldene Löwe'. (Aufnahme von 1907.)

6. Bliek in die Innere Zittauer Straße. Links das Haus von Friedrich August Bretschneider, rechts eine der ältesten Herbergen, Anfang des 20. Jahrhunderts das Hotel 'Goldener Hirsch'. (Aufnahme von 1904.)

7. Alte Giebelhäuser in der Inneren Zittauer Straße vor der lahrhundertwende.

Löbau.

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8, Bahnhofstraße und Nikolaikirche. Das Geschäftshaus von Pelz-Hummler ist noch nicht gebaut. Hier am Nikolaiplatz stand auch die Görlitzer Toranlage der Löbauer Stadtmauer. 1839 wurde sie eingerissen. (Aufnahme von 1902,)

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